Nebelhornbahn Oberstdorf (Seite 23)

eröffnet am 20.12.17 16:08:43 von
neuester Beitrag 16.08.20 08:05:43 von


Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Avatar
25.06.20 10:22:54
Beitrag Nr. 221 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.914.795 von Schnuckelinchen am 05.06.20 16:31:04Ich meine die Umstellung auf Namenaktien ist unnötig und nachteilig, das kann auch Investoren abschrecken.
Bei manchen Banken fällt sogar eine extra Gebühr bei Transaktionen an, wenn man mit Namenaktien handelt.

Im Namenaktienregister werden dann alle Transaktionen registriert, dann sieht die Gesellschaft sofort, ob und wann Schnuckelinchen oder honigbaer oder Cashskiper einen Aktienkauf gemacht haben, einschließlich Geburtsdatum der Aktionäre. Das muss die Nebelhornbahn nicht wissen, ein Geburtstagsggeschenk bekomme ich sowieso nicht von der Aktiengesellschaft. Und dann überlege ich mir auch, ob ich dem Bähnlein noch helfe mit Aktienkäufen.

Die gewünschte Treue der Aktionäre hat man ja scheinbar nicht, indem andauernd Aktien unter dem Bezugspreis angeboten werden. Vorstand und Aufsichtsrat sollten lieber mal nach neuen Aktionären Ausschau halten, statt die bisherigen zu registrieren. Der Dividendenverzicht ist außerdem auch nicht gerade aktionärsfreundlich. Bei der Kapitalerhöhung wurde das nicht gesagt, dass demnächst Namenaktien eingeführt werden und die Dividende gestrichen wird.
Nebelhornbahn | 23,00 €
Avatar
28.06.20 10:39:45
Beitrag Nr. 222 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.172.278 von honigbaer am 25.06.20 10:18:06@Honigbär.
Danke, das erklärt es.
Ich habe nicht gewusst, dass die letzte Kapitalerhöhungbisher nur teilweise umGesetzt wurde.
Nebelhornbahn | 23,00 €
Avatar
28.06.20 12:59:07
Beitrag Nr. 223 ()
Das ist ja meistens so, dass es erst einen Vorratsbeschluss gibt, für die Ausgabe einer bestimmten Anzahl Aktien. Und erst später wird von Vorstand und Aufsichtsrat und aufgrund der Marktverhältnisse festgelegt, wieviele Aktien zu welchem Preis angeboten werden sollen. Meist wird die Gesellschaft einen bestimmten Geldbetrag benötigen, den Ausgabebetrag aber den Marktverhältnissen anpassen müssen, so dass sich daran die auszugebenede Aktienzahl bemisst.

2018 hieß es:
"Vorstand und Aufsichtsrat schlagen unter Tagesordnungspunkt 5 die Schaffung eines genehmigten Kapitals in der gesetzlich zulässigen Höhe von 50 % des Grundkapitals vor."

Die alte Kapitalerhöhung war ja durchaus vollständig umgesetzt, indem alle angebotenen Aktien gezeichnet wurden. Der Restbetrag ist eben ein Vorrat, den man bei Bedarf noch ausnutzen könnte.

Gewissermaßen bleibt das Thema natürlich auf der Tagesordnung, weil ja scheinbar ein gewisser Angebotsüberhang aus der letzten Kapitalerhöhung besteht, bei der nicht alle Paketaktionäre ihre Bezugsrechte vollständig ausüben durften, weil zum Erhalt der Fördermittel alle Paketaktionäre unter 25% Stimmrechtsanteil bleiben mussten.

Für den Börsenkurs scheint das ein Problem geworden zu sein. Theoretisch könnten die Paketaktionäre bei einer neuen Kapitalerhöhung Geld einzahlen, ohne die 25% Grenze zu überschreiten, die sich dann ja auf ein größeres Grundkapital beziehen würde.

Also ich meine für den Fall, dass bei der Finanzierung des Proejekts oder krisenbedingt ein Mehrbedarf gegeben wäre. Das ist aber bsiher nicht der Fall. Und dann sollten doch eher die Bestrebungen dahin gehen, die Aktie für den Streubesitz attraktiver zu machen. Dividendenstreichung und Einführung von Namenaktien halte ich dabei aber für kontraproduktiv.
Nebelhornbahn | 23,00 €
Avatar
07.07.20 22:57:59
Beitrag Nr. 224 ()
Heute kam die Einladung zur Virtuellen HV.
Ich werde mich anmelden.
Nebelhornbahn | 22,80 €
Avatar
10.07.20 16:18:33
Beitrag Nr. 225 ()
Nebelhornbahn wird an der Fachkonferenz Consumer&Leisure am 16.07. teilnehmen.

Mal sehen ob der geplante Termin für die neue Bahn Ostern 2021 gehalten werden kann?

Namensaktien haben den Vorteil, dass die Ags direkt mit den Aktionären kommunizieren können und ermöglicht einen besseren Überblick, wer wieviel am Streubesitz hält. Es ist dann natürlich nicht mehr so leicht möglich sich mehrere Eintrittskarten für die nicht ganz unattraktiven HVs zu besorgen.
Nebelhornbahn | 22,80 €
1 Antwort
Avatar
10.07.20 22:51:04
Beitrag Nr. 226 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.364.591 von Ishi am 10.07.20 16:18:33
Consumer & Leisure Link


hier noch der Link dazu

https://www.boerse-muenchen.de/MediaLibrary/b21bc080-5305-4…
Nebelhornbahn | 23,20 €
Avatar
01.08.20 19:30:05
Beitrag Nr. 227 ()
Von der HV war ich nicht so begeistert.

Einige Informationen gab es, aber insgesamt war mein Eindruck, dass die Herren doch auf einem hohen Ross sitzen. Die Belange und Nöte der Kleinanleger, die sich mit einem Aktienkurs fast 20% unter dem Ausgabepreis bei der Kapitalerhöhung konfrontiert sehen, scheinen keine große Rolle zu spielen.

Sie sollen ja und nun auf Dividende verzichten und sehen der Umwandlung in Namenaktien entgegen und fragten nach, ob es denn künftig eine Naturaldividende geben könne und nach der Kostenersparnis durch die Namenaktien.

Wenn ich es nicht überhört habe, wurde die Frage nach der Kostenersparnis und dem Gebührenproblem, da die Banken die Umschreibung beim Handel teilweise mit einer kleinen Pauschalgebühr belasten, garnicht erst ignoriert. Stattdessen meint man so ungefähr, dass man ja sowieso die attraktivste Bahn in Deutschland ist und das Ehre genug ist, wenn die Aktionäre da beteiligt sein dürfen. Die Mühe auf komplizierte Umsetzung oder mögliche Steuerprobleme hinzuweisen, um die Idee abzuwimmeln, machte man sich gar nicht erst.

Bei den Namenaktien ist die Meinung, die Einstellung zum Datenschutz habe sich gewandelt, das könne man im Sinne der Transparenz jetzt machen im Dienste der Transparenz, um dann die einzelnen Käufe und Verkäufe im Namenaktienregister einsehen zu können. Das wird ganz offen eingeräumt, dass das auch ein "Vorteil" ist.

Zur Frage, wer wohl hinter den Abgaben an der Börse stecken könne, konnte man natürlich auch nichts erfahren. Dass man sich da der Spekulation enthält, ist ja erstmal richtig. Aber dass das im Fall der Notwendigkeit einer weiteren Kapitalerhöhung ungünstig ist, wenn der Kurs so weit unten ist, scheint beim Unternehmen nicht realisiert zu werden. Weitere Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals sei nicht geplant hieß es.

Die finanzierenden Banken wurden namentlich genannt, meist die Regionalbanken vor Ort und auch die Landwirtschaftliche Rentenbank. Man habe für 5 - 20 Jahre Laufzeit jeweils lukrative Konditionen, die man aber nicht im Detail nennen wollte. An der Stelle legt man also mehr Wert auf Diskretion als auf Transparenz.

Gesamtanteil am 55 Mio Projekt: Banken 35 Mio, Schwaben (Regierungsbezirk oder wer ist das genau?) 11 Mio und Eigenkapital 9,6 Mio)

An Infos gab es noch, dass die neue Bahn ab 26. März 2021 starten soll ("Normalbetrieb ab Ende März / Anfang April") und die HV Ende April stattfinden soll. (Ein Rumpfgeschäftsjahr ist geplant.) Die Frage, ob man in den nächsten 5 Jahren mit den Oberstdorfer Bergbahnen fusionieren wolle, wurde dahingehend beantwortet, dass es diesbezüglich keine Überlegungen gebe. Man arbeitet in vielen Bereichen zusammen, wobei die Leistungen (z.B. Buchführung) nach festen Vorgaben abgerechnet werden.
Nebelhornbahn | 23,00 €
Avatar
02.08.20 13:11:48
Beitrag Nr. 228 ()
Die Finanzprognosen aus der HV wären noch zu ergänzen:
2019/2020 sollten es knapp über 4 Mio Umsatz und minus 4,5 Mio Ergebnis sein
Im Rumpfgeschäftsjahr 8,5 - 9 Mio Umsatz und minus 1,5 Mio Ergebnis
Und längerfristig dann 14 Mio Umsatz und plus 1 Mio Ergebnis.
Ich glaube die Frage war nach dem Ergebnis der kommenden 3 Geschäftsjahre, ob da "längerfristig" oder einfach das dritte Jahr gemeint war, weiß ich nicht mehr.

Eine Frage zielte noch auf den Grundbesitz, im Tal habe man 9.440 qm.
Von insgesamt 745 ha seien etwa 30 ha Skipisten und Seilbahntrassen, das meiste aber Alpflächen. Ich glaube an eine Alpgenossenschaft verpachtet, die da 220 Jungrinder weidet, wenn ich es richtig verstanden habe, das ging etwas schnell.

Abstimmungen bei etwa 84% Präsenz wurden meist knapp unter 84% gültige Stimmen abgegeben. Aktienanzahl insgesamt 1.352.000 (100%).

Bei der AR Entlastung hatte ich mir 5,5% Präsenz notiert 73.138 ja und 1.160 nein Stimmen. 4.167 Neinstimmen bei der Gewinnverwendung, 3.302 Neinstimmen bei der Satzungsänderungen auf Namenaktien. Die Abstimmungsergebnisse werden ja hoffentlich noch ins Netz gestellt.
Nebelhornbahn | 23,00 €
1 Antwort
Avatar
02.08.20 14:55:00
Beitrag Nr. 229 ()
Erst mal ein ganz großes DANKESCHÖN an den Honigbär.
Da hast du richtig gut zugehört.
Die Herren sind keine begnadeten Multi-Media Darsteller und warscheinlich froh,
wenn sie die Veranstaltung ohne Formfehler hinter sich bringen.
Mich hatte das sonore Vorlesen vom Blatt so eingelullt, so daß ich nur wenig auf den Zettel bekommen habe.
Dazu ist 12 Uhr mittags für mich ungewöhnlich, da sind meine Gedanken in der Kantine.
Deshalb kann nur noch wenig hinzufügen und auch nur soweit ich das verstanden habe.
-28% des Kapitals haben an der HV teilgenommen.
-84% des Kapitals haben abgestimmt (inclusive Briefwahl)

-33% vom Umsatz enfallen auf den Wintersport
-67% vom Umsatz entfallen auf die Fußgänger.
(Wir hatten darüber früher schon mal hier diskutiert).

Für mich noch auffällig die vielen eingereichten Fragen, mindestens 30, die von Kleinanlegern.
Die Fragen fand ich alle gut. Sie spiegeln das Interesse der Kleinanleger wieder.
Hier hätte ich, teilweise, etwas mehr Einsatz, bei der Beantwortung erwartet.

Hat jemand mitbekommen wieviele Teilnehmer online dabei waren?
Meine Stimmrechtskarte hat eine Nummer größer 120.
Nebelhornbahn | 23,00 €
Avatar
03.08.20 12:27:12
Beitrag Nr. 230 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.621.579 von honigbaer am 02.08.20 13:11:48
Dankeschön an honigbaer
Schön, wenn sich ein Teilnehmer die Arbeit macht, und für die anderen die HV dokumentiert. Auch um später nochmal nachzulesen.
Kleine Ergänzung meinerseits:
Es wurde immer wieder betont, dass in Qualität investiert wird. Damit will man auch die 10% Gästesteigerung umsetzen.
Es werden Leitner-Kabinenbahnen installiert. Aufträge sind nahezu komplett vergeben und mit Festpreisen und entsprechenden Sicherheiten, Bürgschaften.
Der Geschäftsbericht ist ja ziemlich dünn. Es wird nur das Mindestmaß berichtet.
Die Marktgemeinde Oberstdorf steht voll hinter ihren Bergbahnen und ist ja auch entsprechend beteiligt.
Ganz schwach fand ich die Wahl des neuen AR Klaus King. Man mag ja in Oberstdorf den 1. Bürgermeister kennen, aber für eine AR-Wahl einer börsennotierten AG gehört es, dass der Kandidat hier vorgestellt wird (Lebenslauf, Vita) und nicht nur als ein Kommunalbeamter wohnhaft in Oberstdorf.
Steckt da etwas Arroganz oder Kleinstaatlichkeit dahinter? Das Höchste im Allgäu klingt dann wie letzte Tankstelle vor der Autobahn.
Nach außen tritt man unter der Dachmarke Oberstdorf-kleinwalsertal Bergbahnen auf. Gesellschaftsrechtlich sind es jedoch neben der Nebelhornbahn AG, die Oberstdorf Bergbahn AG und die Kleinwalsertaler Bergbahn AG, welche sogar mit 24,9% an der Nebelhornbahn AG beteiligt ist ( und zu 100% an der Fellhorn an GmbH).
Dazu bis auf Vorstandsebene z.T.die gleichen handelnden Personen.
Sind die Bahnen nicht auch untereinander Konkurrenten? Ein Zusammenschluß mit der Oberstdorfer Bergbahn AG wurde in der HV explizit verneint. Was spräche dagegen? Sind es vielleicht die 59,85% Beteiligung der Marktgemeinde an der Oberstdorfer Bergbahn AG?
Im Moment habe ihnen Eindruck, dass die Marktgemeinde Oberstdorf sehr stark seine Bahnen "führt". Vielleicht durch das abschreckende Beispiel Mittenwald.
Andererseits macht man leider auch wenig für seine Kleinaktionäre. Durch Umstellung auf Namensaktien könnte die Gesellschaft hier gegenüber seinen Eigentümern etwas freundlicher agieren. Ein Aktionärsclub am Beispiel der Jungfraubahn nur als Anregung meinerseits.
Nebelhornbahn | 23,00 €
 Durchsuchen


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben