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BOEING...wenn die Kanonen donnern...kaufen! (Seite 7)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.133.083 von Chionophober am 18.03.19 19:49:34Wer sich mit der Materie Luftfahrt wirklich auskennt, der wundert sich eher darüber das bis dato noch nichts weiter schlimmes passiert ist.

Viele Ereignisse die es hier gibt erfährt man als normal "Sterblicher" ja auch gar nicht, die werden nur "intern ausgewertet".
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.131.538 von druidej am 18.03.19 17:21:221. Die FAA "gehört" nicht Boeing. Was da passiert ist, DAS ist die eigentlliche Katastrophe. Da wird soviel Vertrauen verbrannt, das ist im Moment noch garnicht absehbar.
Die machen jetzt noch einen Fehler, dann ist die 737max nicht mehr versicherbar und dann war es das auch gleich noch für die 797 mit.

2. Die Politik geht da jetzt rein.
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/us-transportministerium-prueft-sicherheitszertifizierung-fuer-737-max-7273561
Wenn die Gerüchte stimmen, dann nehmen die den ganzen Laden auseinander. Die USA können es sich nicht erlauben, im Zusammenhang mit FAA oder Boeing den Geschmack von Amigofilz aufkommen zu lassen.
Trump wird es sich auch nicht nehmen lassen, den Säuberer zu spielen.

Das wird noch lange dauern und auch für eine Firma wie Boeing schmerzhaft teuer werden.
Die Kurse haben das noch garnicht auf dem Schirm.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.145.077 von Ynnok am 19.03.19 22:10:40Das sehe ich auch so.

Das Problem ist, dass die beiden Unfälle auf ein schwer verfilztes Risikomanagement zurückzuführen sind und das gesamte Management weiterhin kein Einsehen hat.

Wenn es am Markt mit Airbus eng wird, dann wird bei BA getrickst. Dann baut BA nicht passende Treibwerke an völlig falsche Positionen ein (Aerodynamik und Schwerpunkt) und eine kleine Software und ein einzelner Neigungssensor soll die Fehlkonstruktion beheben. Den Kunden und der Aufsichtsbehörde wird vorgegaukelt, dass es sich so wie die alte 737 fliegt. Die Piloten brauchen keine neue Schulung und Zulassung und erhalten sicherheitshalber auch erst mal keine Hinweise über die Software.
Geworben wird mit den vielen Kosteneinsparungen und wenn deshalb nun schon wieder eine runterfällt, sagt der Chef diese wohl gesetzten Worte:
"Die Sicherheit steht im Zentrum dessen, was wir bei Boeing sind"
Die neue Software werde „ein bereits sicheres Flugzeug noch sicherer" machen
... und dabei keinesfalls Mitleid für die über 346 Opfer aussprechen, denn das passt nicht ins "Bild"

Das Drehbuch für einen guten Hollywood-Film mit Krimi, Action und Horror oder Humor - kann man sich kaum besser ausdenken.

Details zum Nachlesen:
https://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/zwei-neue-boeing…

Aber wenn dies das neue Management bei der BA-Flugzeugherstellung ist, muss ich in Zukunft mit keiner Boeing mehr fliegen. Das Risikomanagement wirkt leider Typen-übergreifend.

Beispiel:
Airbus A321 XLR (Extra Long Range) - Airbus nennt bisher keine Eckdaten des Modells; erwartet wird jedoch eine Reichweite von ca. 8400 km bei einem maximalen Startgewicht von 101 Tonnen. Damit stünde die A321XLR in direkter Konkurrenz zur Boeing 797-6X, wäre aber bei einer Lancierung um 2022 rund fünf Jahre vor der 797 am Markt verfügbar ... es wird also schon wieder zeitlich viel zu eng.
Es stehen aktuell eine Stornierungen in der Schwebe;
Lion air 200 jets
Garuda airlines 100
China: Teil des Trade potentiellen Trade Deals zur Reduktion des Außenhandelsdefizits wären ja Käufe der gegroundeden Max boeings von China. Das kann ich mir jetzt bei aktuellen Stand kaum mehr vorstellen.
Concluse: doppelter Hammer für Boeing möglich.
1. Verschiebung des handelsdeals auf den Nimmerleinstag
2. Stornierungen von Max Boeings
Nachdem jetzt die Genehmigung zum Politikum wird steigt die Wahrscheinlichkeit eines längeren groundings. Selbst wenn die FAA freigibt werden Europe/China/canada nicht mitziehen und die eigene Freigabe nach den Vertrauensverlust der FAA durchführen. Jetzt stehen nicht nur Behörden im Fokus sondern Staaten. Welche Regierung getraut sich den Vogel wieder fliegen lassen bevor nicht die letzten Details aus beiden Unglücken lückenlos geklärt sind?!
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.145.077 von Ynnok am 19.03.19 22:10:40Trump wird es sich auch nicht nehmen lassen, den Säuberer zu spielen.

Dafür ist es zu spät. Er hat Jahre lang überall dereguliert, wollte seinen Privatpiloten zum FAA-Chef machen und hat den Posten nun 1 1/2 Jahre unbesetzt gelassen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/donald-trump-boeing-max-737-und-die-us-flugaufsicht-faa-ausser-kontrolle-a-1258713.html

Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass Trump einen Fehler zugeben würde? Da Boeing für ihn wichtiger ist als die FAA, wird letzterer die Schuld in die Schuhe geschoben, aber ändern wird sich strukturell nichts, die Deregulierung von Sicherheit, Verbraucherschutz und Umweltauflagen ist das Kernprogramm aller Republikaner. Druck kommt hier lediglich durch die Öffentlichkeit und das demokratisch dominierte Repräsentantenhaus. Erschwerend kommt für Boeing hinzu, dass die Auswertung der Unfälle nicht primär in den USA erfolgt, so lässt sich weniger vertuschen.
Wenn Boeing jetzt ein Software-Update einspielt und die FAA die 737 Max wieder starten lässt ist trotzdem das Vertrauen der Verbraucher dahin.
latest news
https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-03-19/how-an-ex…

https://www.reuters.com/article/us-indonesia-crash-exclusive…

https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2019-03/luftverke…

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/boeing-737…

Einige Zitate aus den Berichten
Auf dem damaligen Flug von Bali nach Jakarta soll der Gastpilot die Crew aufgefordert haben, den Motor zwischenzeitlich abzuschalten, um das Problem zu entschärfen. Dies sei ein Teil einer Anweisung, die alle Piloten auswendig lernen müssten. Über den Vorfall und die Anwesenheit eines dritten Piloten hatte offenbar nichts im Bericht des Ausschusses für Nationale Verkehrssicherheit (NTSC) in Indonesien gestanden

If the same issue is also found to have helped bring down Ethiopian Airlines Flight 302, one of the most vexing questions crash investigators and aviation safety consultants are asking is why the pilots on that flight didn’t perform the checklist that disables the system.“After this horrific Lion Air accident, you’d think that everyone flying this airplane would know that’s how you turn this off,” said Steve Wallace, the former director of the U.S. Federal Aviation Administration’s accident investigation branch.The combination of factors required to bring down a plane in these circumstances suggests other issues may also have occurred in the Ethiopia crash, said Jeffrey Guzzetti, who also directed accident investigations at FAA and is now a consultant.“It’s simply implausible that this MCAS deficiency by itself can down a modern jetliner with a trained crew,” Guzzetti said.


Wie auch immer - es kann nicht angehen das ein Abschalten der Flugunterstützungssoftware bzw. des Motors notwendig ist um nicht abzustürzen. Da zeigt sich das physikalische Grundproblem des Max Fliegers.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.149.988 von peterhuber91 am 20.03.19 12:09:57 ich habe irgendwo gelesen, das die Software die Informationen von nur einem Sensor erhält, es sollten aber Grundsätzlich immer zwei Systeme (also min. 2 Sensoren) geben die zur Verfügung stehen.

Somit löst ein Softwareupdaten nicht das Problem !
Nur für Boeing, sollten Sie danach wieder fliegen dürfen.

Also muß man den Druck hoch halten, damit die Hardware geändert wird, das wird aber Zeit und Millionen kosten !
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.136.965 von pegasusorion am 19.03.19 09:24:13
Wer sich mit der Materie Luftfahrt wirklich auskennt,
der wundert sich, wie DAS abgelaufen ist.
Jeder hätte dafür beide Hände ins Feuer gelegt, dass die FAA für so etwas nicht zu haben ist.

Aber der Vatikan hat ja auch jahrelang Kinderschänder geschützt ...
In der Größenordnung musst Du den Vertrauensverlust mindestens ansiedeln.

Nichts ist so gut und verlässlich kontrolliert wie alles, was mit Flugzeugen zu tun hat.
Und in den USA ist das noch extra streng.

Das war die Lehrmeinung bis letzte Woche.


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