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DAX-Werte im Chartcheck (Seite 15131)

eröffnet am 04.07.01 21:23:35 von
neuester Beitrag 18.06.21 07:40:41 von

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18.06.03 08:26:07
Beitrag Nr. 2.081 ()
Dax-Daily-Chartanalyse 18.06.2003
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Hohe Umsätze, per Saldo aber erstaunlich wenig Gewinne



Schritt für Schritt geht es aufwärts mit dem Dax. Der steile Aufwärtstrend hat weiter Bestand, der Rutsch vom Montag hat sich bislang als eine Art "Betriebsunfalls" erwiesen. Zu beobachten waren am Dienstag vor allem zwei Dinge. Zum einen ging es mit Rekordumsatz aufwärts bis knapp über den Widerstandsbereich um 3.310, um danach wieder deutlich abzugeben. Letztlich hat der Dax rund 24 Punkte gewonnen - und die Bullen mussten dafür Rekordumsätze auf das Parkett legen. Der kurze Kerzenkörper im Candlestick-Chart zeigt die Unsicherheit der Marktteilnehmer. Die Vorgaben für den Mittwoch sind uneinheitlich und bereits eingepreist. Gewinnmitnahmen am Mittwoch würden daher nicht überraschen
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18.06.03 07:55:42
Beitrag Nr. 2.080 ()
Ich habe gestern keinen Abschlußbericht "geliefert", deshalb jetzt die Auflistung:

Dienstag, 17.06.2003, 20:09
DAX-Schluss: Index hält die 3.300er Marke, Versicherer treiben an
Der heutigen Handelstag knüpfte nahtlos an die Montag-Sitzung an. Der Deutsche Aktienindex startete gleich am Morgen mit festen Vorzeichen, hielt die 3.300er Marke und konnte zudem von guten US-Vorgaben profitieren.


Zu den überzeugenden Titel des Tages gehörten die Versicherer, die mit ihren Zugewinnen ab dem Nachmittag zusammen mit den Autowerten, den DAX antrieben. Weitere Unterstützung fand sich in den neuesten ZEW-Konjunkturdaten, die am Morgen bereits veröffentlicht wurden. Im weiteren Verlauf des Nachmittags musste der DAX30 jedoch seine Gewinne größtenteils abgeben, Gewinnmitnahmen an der Wall Street belasteten den Markt.


Zur Wochenmitte werden die beiden DAX-Konzerne Deutsche Lufthansa und TUI ihre Aktionäre zur jährlichen Hauptversammlung einladen. Beim Kranich-Unternehmen wird morgen zudem eine weitere Manager-Ära zu Ende gehen. Konzernchef Weber wird das Ruder der größten deutschen Fluggesellschaft nach 12 Jahren abgeben. Von Seiten der Konjunktur werden lediglich um die Mittagszeit die neuesten Daten der EU-Verbraucherpreise veröffentlicht.


DAX 30: 3282,46 (+0,55%)


MDAX: 3569,01 (+0,22%)


Tops des Tages: ThyssenKrupp, TUI, Metro


Flops des Tages: Altana, Commerzbank, Schering


Konjunktur und Wirtschaft:


Seitens der Konjunktur wurde am Vormittag der Index der ZEW-Konjunkturerwartungen veröffentlicht. Dieser stieg leicht von 18,7 Punkte im Mai auf 21,3 Punkte im Juni. Der Index verbesserte sich damit zum sechsten Mal in Folge, liegt aber weiterhin unter seinem historischen Mittelwert von etwa 33 Punkten. Entscheidend hierfür sei die Zinssenkung der EZB um 50 Basispunkte am 05. Juni: Die Antworten vor dem Zinsentscheid ergeben einen Indexstand von 5,2 Punkten, wogegen danach ein Wert von 31,7 Punkten ermittelt wurde. Auch die gestiegenen Aktienkurse und erste Lichtblicke in der Reformdiskussion hätten zu der positiveren Stimmung beigetragen.


Unternehmensnachrichten:


Der Heidelberger Finanzdienstleister MLP lud zu seiner jährlichen Hauptversammlung ein und bekräftigte auf der Veranstaltung seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Nach Worten von Vorstandschef Bernhard Termühlen werde das Jahr 2003 wieder ein Jahr des operativen Wachstums für MLP sein. Er bekräftigte, dass MLP einen Vorsteuergewinn von 65 Mio. Euro anpeile. Als Basis hierfür stehe ein moderates operatives Wachstum mit einem zum Vorjahr vergleichbaren Neugeschäftsvolumen.



Laut Aussagen von TUI-Chef Michael Frenzel wird der Trend zu Billigflügen weiter zunehmen. Dies sagte der Vorstandsvorsitzende von Europas größten Touristikkonzern in einem vorab veröffentlichten Interview der „ZEIT“. Demnach befinde sich Deutschland erst am Anfang dieser Entwicklung. TUI gehe daher davon aus, dass der Marktanteil der Billigreisen mittelfristig von 10 auf 15 Prozent wachsen werde. Daneben werde das Premiumsegment bei etwa 5 Prozent liegen und das Mittelfeld bei rund 80 Prozent, so Frenzel gegenüber der Zeitung weiter.


Infineon hat bei der Börse Taiwan den Verkauf ihrer verbliebenen Beteiligung an der taiwanischen ProMOS Technologies Inc beantragt. Demnach handelt es sich hierbei um über 603 Mio. Anteilscheine. Laut der Börse Taiwan will der deutsche Konzern 93,1 Mio Aktien während der regulären Handelszeit verkaufen und die übrigen 510,1 Mio. Papiere nachbörslich veräußern.


Aktuelle Ratings:


Infineon – Verkaufen, Independent Research


SAP – Outperform, Goldman Sachs


TUI – Halten, Independent Research


Schering – Buy, Merck Finck & Co


TUI – Marketperformer, LB Rheinland-Pfalz


SAP – Kaufen, Bankgesellschaft



info@finance-online.de
Name Aktuell Ten. Diff. (%) Kurszeit
MLP AG STAMMAKTIEN O.N. 12,78 +1,75% 17.06., 20:05
ALLIANZ AG VINK. NAMENS-AKTIEN O.N. 78,24 +2,38% 17.06., 19:59
SAP AG SYSTEME ANW.PRD.I.D.DV.STAMMAKTIEN O.N. 112,30 +0,54% 17.06., 20:05
INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N. 8,89 +0,91% 17.06., 20:05
SCHERING AG AKTIEN O.N. 44,28 -0,94% 17.06., 20:05
TUI AG AKTIEN O.N. 14,15 +3,36% 17.06., 20:05













FRESENIUS AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N. 41,89 +1,81 +4,52%

ISIN: DE0005785638 WKN: 578563 Börse: XETRA Symbol: FRE3.ETR 17.06. 20:05

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17.06.03 10:39:40
Beitrag Nr. 2.079 ()
Dienstag, 17.06.2003, 10:06
MLP bekräftigt 2003-Prognose eines Vorsteuergewinns von 65 Millionen Euro
MANNHEIM (dpa-AFX) - Nach einem wegen angeblicher Bilanztricks turbulenten Jahr 2002 blickt der Finanzdienstleister MLP weiter zuversichtlich auf das laufende Jahr. "2003 wird wieder ein Jahr des operativen Wachstums für MLP sein", sagte Vorstandschef Bernhard Termühlen am Dienstag auf der Hauptversammlung in Mannheim. Er bekräftigte, dass MLP einen Vorsteuergewinn von 65 Millionen Euro anpeile.

"Unsere Annahme basiert auf einem moderaten operativen Wachstum mit einem zum Vorjahr vergleichbaren Neugeschäftsvolumen", sagte Termühlen. "Dabei gehen wir von einer hohen Nachfrage nach klassischen Lebensversicherungen aus. Wir werden aber auch stärker auf unsere Kosten achten."

2003 DIVIDENDE

Für 2003 wolle der Finanzdienstleister wieder eine Dividende ausschütten. Wegen des enttäuschenden Geschäftsjahres 2002 hatte MLP erstmals auf eine Dividende verzichtet. Das Unternehmen strebt außerdem ein "leichtes organisches Wachstum" an. Die Kundenzahl soll auf 575.000 steigen, die Zahl der Berater auf maximal 3.200.

Die MLP AG war voriges Jahr wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Rechnungslegung unter Druck geraten. Die Aktie verlor 2002 den Angaben nach 88 Prozent ihres Werts. Gegen die Gesellschaft ermittelt die Mannheimer Staatsanwaltschaft wegen Insiderhandels und Bilanzmanipulation. "Seit Ende vergangenen Jahres konnte die Aktie um rund 20 Prozent zulegen", sagte Termühlen. Im ersten Quartal 2003 war bei den Heidelbergern wie erwartet der Gewinn bei geschrumpften Erlösen eingebrochen./sbi/she



info@dpa-AFX.de
Name Aktuell Ten. Diff. (%) Kurszeit
MLP AG STAMMAKTIEN O.N. 13,14 +4,62% 17.06., 10:04

12,76, +1,59%



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17.06.03 10:15:13
Beitrag Nr. 2.078 ()
17.06.2003, 09:08 Uhr
DAX, nächste Marke fällig
HSH Nordbank
Die Handelsexperten von der HSH Nordbank sehen beim DAX die nächste Marke fallen.

Der deutsche Aktienmarkt habe am Montagabend auf einem neuen Jahreshoch bei 3.264 Punkten schließen können. Überraschend gute US Konjunkturzahlen hätten zu einem Kaufrausch bis zur Schlussauktion gesorgt. Unter anderem sollten Institutionelle dabei ihre Renten-Anlagen aufzulösen, um in Aktien zu wechseln.

Am heutigen Vormittag stehe in Deutschland die ZEW Umfrage für Juni im Fokus der Anleger.

Mit Blick auf die Markttechnik habe der deutsche Aktienindex gestern wieder eindrucksvoll die Marke von 3.200 Punkten genommen. Kurse oberhalb von 3.300 Punkten wären vor dem anstehenden Hexensabbat im Bereich des Möglichen.

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17.06.03 08:57:04
Beitrag Nr. 2.077 ()
Dax-Daily-Chartanalyse 17.06.2003
**********************************************************
Bullen weiter "on the road"



Manchmal kommt es anders als man denkt. Der Dax erreichte am Montag bereits in den frühen Handelsstunden sein Tagestief und setzte in den folgenden Stunden zu einer Intraday-Rallye an, die ihn von 3.122 bis auf 3.264 Punkte brachte - allen Warnzeichen zum Trotz. Damit hat der Dax auch gleichzeitig ein neues Hoch generiert und ein Trading-Longsignal geliefert. Die Position sollte aber mit einem engen Stoploss gesichert werden, auch wenn der Tag von guten Vorgaben geprägt ist. Weitere Kursgewinne zu Handelsbeginn sollten damit sehr wahrscheinlich sein. Weiter kann nur gewarnt werden: Der Markt braucht eine Ruhepause. Allein auf welchem Niveau diese einsetzt, darüber muss noch gerätselt werden.
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16.06.03 23:35:38
Beitrag Nr. 2.076 ()
Montag, 16.06.2003, 20:06
DAX-Schluss: US-Konjunkturdaten sorgen für festen Wochenauftakt
Bis zum Nachmittag des heutigen Montags wussten die deutschen Standardwerte nicht so recht, wohin die Reise am ersten Handelstag dieser Woche gehen soll. Positive Konjunkturdaten aus den Staaten und erfreuliche Aufschläge der deutschen Finanzwerte sorgten aber ab diesem Zeitpunkt für steigende Kurse auf dem Frankfurter Parkett.


Am morgigen Dienstag wird es von Seiten der Konzerne keine regulären Veröffentlichungen geben. An Konjunkturdaten werden in den USA am Nachmittag unter anderem die neuesten Daten bezüglich der Industrieproduktion und der Kapazitätsauslastung für den Monat Mai veröffentlicht.


DAX 30: 3258,68 (+2,84%)


MDAX: 3560,47 (+0,75%)


Tops des Tages: Commerzbank, HypoVereinsbank, MLP


Flops des Tages: Infinen, Münchener Rück, Deutsche Börse


Unternehmensnachrichten:


Aktuellen Presseberichten zufolge plant die Deutsche Post keine Entlassungen in Deutschland. Dies teilte Konzernchef Klaus Zumwinkel in einem Interview der „Bild am Sonntag“ mit. Im Ausland sei die Situation jedoch anders. Hier kündigte er Personalkürzungen an. Zugleich bestätigte er, dass der Bonner Konzern nach einigen Bürgerprotesten, wieder einige hundert Briefkästen angeschraubt habe. Zuvor hatte die Deutsche Post circa 30.000 der bundesweit 130.000 Briefkästen entfernt.


Die Dresdner Bank, welche zur Münchner Allianz AG gehört, soll aktuellen Presseberichten zufolge gesund geschrumpft werden. Demnach will die Allianz mehrere tausend Stellen zusätzlich zu den bereits beschlossenen 11.000 Arbeitsplätzen streichen. Auch der Verkauf der Investmentsparte Dresdner Kleinwort Wasserstein, so die „Welt am Sonntag“, scheint beschlossen zu sein.


Die US-Sparte Chrysler von DaimlerChrysler will durch zusätzliche Einsparungen in Höhe von 1 Mrd. Dollar bis zum Jahresende das angepeilte Ziel eines kleinen operativen Gewinns erreichen. Dies teilte Chrysler-Chef Dieter Zetsche der „Financial Times“ mit. Man wolle dies unter anderem durch eine Reduzierung der Materialkosten erzielen. Vor allem von den Zulieferern erwartet der Konzern, so Zetsche gegenüber der Zeitung, weitere Preiszugeständnisse bei Teilen.


Für Gesprächsstoff sorgte auch das MDAX-Unternehmen ProSiebenSat.1 Media. Auf der Hauptversammlung versprach der Firmenchef Urs Rohner nach einem Verlust im ersten Quartal, das Gesamtjahr mit schwarzen Zahlen zu beenden. Darüber hinaus machten die Verantwortlichen nähere Angaben zur geplanten Kapitalerhöhung. Mit der Kapitalmaßnahme will man bis zu 300 Mio. Euro frisches Geld einnehmen. Die Maßnahme soll noch im laufenden Jahr, spätestens jedoch im ersten Quartal 2004 durchgeführt werden. Mit dem frischen Geld will man die Nettoschulden zurückführen und neues Wachstum finanzieren. Darüber hinaus gab der Vorstand zu verstehen, dass man über eine Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien nachdenke, allerdings noch keine konkreten Pläne vorhanden seien.


Einem Zeitungsbericht der Frankfurter Allgemeine Zeitung zufolge, plant die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, die Kundenzahl in den USA bis 2005 auf von heute 10,8 auf 14 bis 15 Millionen zu erhöhen. Ziel ist es außerdem, einen positiven Cashflow zu erreichen. Der CEO von T-Mobile, Robert Dotson, schloss nicht aus, das Ziel sogar vor 2005 zu erreichen.


Aktuelle Ratings:


Allianz – Halten, Independent Research


SAP – Outperform, Goldman Sachs


Siemens – Marketperformer, Merck Finck & Co


Bayer – Kaufen, WGZ-Bank


DaimlerChrysler – Neutral, Bankhaus Reuschel


Siemens – Outperform, HypoVereinsbank



info@finance-online.de
Name Aktuell Ten. Diff. (%) Kurszeit
ALLIANZ AG VINK. NAMENS-AKTIEN O.N. 76,42 +3,97% 16.06., 20:05
DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N. 12,52 +1,79% 16.06., 20:05
BAYER AG AKTIEN O.N. 19,95 +4,94% 16.06., 20:05
DAIMLERCHRYSLER AG NAMENS-AKTIEN O.N. 28,76 +3,75% 16.06., 20:05
SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N. 43,00 +2,48% 16.06., 20:05
DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N. 13,24 +2,16% 16.06., 20:05
ProSiebenSat.1 Media AG VORZUGSAKTIEN O.ST.O.N. 5,82 +4,68% 16.06., 20:05































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16.06.03 08:53:42
Beitrag Nr. 2.075 ()
16.06.2003, 08:08 Uhr
DAX, mit rückläufiger Schwungkraft
Deutsche Bank
Nach Beurteilung von Uwe Wagner, Händler bei der Deutschen Bank ist der übergeordnete Aufwärtstrend im DAX noch immer intakt; kurzfristig befindet sich Index jedoch innerhalb einer technischen Korrekturbewegung.

Noch bis in den späten Freitagnachmittag hinein hätte sich der DAX zum Wochenende hin recht stabil gehalten, bevor dann die Gewinnmitnahmen und Positionsglattstellungen eingesetzt und ihn im Tagestief punktgenau auf seine aktuell gültige Unterstützungsebene bei 3.157 / 3.145 gedrückt hätten (Tagestief bei 3.157). Im Zuge dieser Entwicklung wäre die orientative untere Begrenzungslinie des jüngsten sekundären Aufwärtstrends in seiner bisherigen Definition unterschritten und damit analytisch neutralisiert worden.

Nach Meinung des Analysten werde markttechnisch dem DAX noch immer eine ansteigende Bewegungsdynamik ausgewiesen, die Schwungkraft sei dagegen wieder rückläufig, was die Erwartungshaltung auf eine fortgesetzte Korrektur- / Konsolidierungsphase unterstütze. Über die Trendfolger, welche in Kombination als Richtungsfilter dem Kursverlauf des DAX unterlegt würden, wiesen diesem zwar noch immer ein long-set-up aus, sollten aber bereits morgen, spätestens übermorgen auf neutral drehen.

Aktuelle korrigierte Korrekturpotentiale lägen bei den Marken:

- 3.093 / 3.069 (Minimumkorrektur)
- 3.012 (Normalkorrektur)
- 2.955 / 2.932 (Maximumkorrektur)





16.06.2003, 08:20 Uhr
DAX, die Korrekturpotenziale
Deutsche Bank
Nach Angaben von Uwe Wagner, Händler bei der Deutschen Bank, gibt die Marken der Korrekturpotenziale im DAX bekannt.

Auf der Unterseite seien derzeit weniger die Unterstützungsniveaus bei 3.157 / 3.145 bzw. 3.004 / 3.000 von Interesse. Der Handelsexperte bei der Deutschen Bank orientiert sich hier, dessen Angaben zufolge, bevorzugt an den errechneten Korrekturpotentialen. Sollte sich der DAX tatsächlich oberhalb der Minimumkorrektur stabilisieren, sei es im Zusammenhang mit der Unterstützung bei 3.157 / 3.145 oder sei es knapp oberhalb der 3.093 / 3.069, dann erwartet Uwe Wagner mit einer 65 / 67 prozentigen Wahrscheinlichkeit / Trefferquote eine Fortsetzung des Aufwärtstrends und einen Anstieg über die 3.253 Indexpunkte.

Somit hält der Experte, mittelfristig gesehen, noch immer an dem nächst höheren Kursziel bei 3.450 / 3.470 fest. Sollte es zu einem Unterschreiten der 3.069 kommen, würde die mittelfristig positive Erwartungshaltung jedoch überdacht, da mit Unterschreiten der Minimumkorrektur auch die statistisch ermittelte Chance auf ein neues Bewegungs- und Jahreshoch im laufenden Fraktal auf etwa 50 Prozent sinke.

In der praktischen Konsequenz sollten Trading-Long-Positionen, sofern diese nicht bereits am Freitag ausgestoppt wurden, engmaschig durch angepasste Stop-Kurs Absicherungen versehen werden. Stabilisiere sich der Kursverlauf oberhalb der 3.093 / 3.069, könnten diskretionäre Neuaufbauten von Trading-Long-Beständen angedacht werden.

Aktuelle korrigierte Korrekturpotentiale lägen bei den Marken:

- 3.093 / 3.069 (Minimumkorrektur)
- 3.012 (Normalkorrektur)
- 2.955 / 2.932 (Maximumkorrektur)
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16.06.03 08:42:56
Beitrag Nr. 2.074 ()
Dax-Daily-Chartanalyse 16.06.2003
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Bruch des Aufwärtstrends zu erwarten



Der Freitag brachte die länger erwarteten Gewinnmitnahmen. Nach einem nochmaligen Test des Bereiches um 3.250 Punkten setzte der Dax zu einer Abwärtsbewegung an, die deutlich vor dem Unterstützungsbereich um 3.133/49 gestoppt wurde. Der Dax hat damit noch keine wesentlichen Marken unterschritten. Insbesondere der tertiäre Aufwärtstrend ist nun aber gefährdet und sollte im Tagesverlauf des Montags zumindest einem Test ausgesetzt werden. Mit den Verlusten vom Freitag hat sich die Markttechnik verschlechtert. Bei einem negativen Handelsverlauf können bearish zu interpretierende Divergenzen entstehen. Die schwächeren US-Vorgaben vom Freitag sollten kaum noch bewegen, sie sind zum größten Teil bereits eingepreist.
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15.06.03 22:52:13
Beitrag Nr. 2.073 ()
Aus der FTD vom 16.6.2003 www.ftd.de/kapital
Das Kapital: Pro Sieben Sat 1 ist vorerst teuer genug

Was momentan bei Pro Sieben Sat 1 los ist, hätte kein TV-Regisseur spannender inszenieren können. Erst springt der große, aber knauserige, Retter Haim Saban ab. Dann verabschiedet sich das geschrumpfte Imperium des Filmpaten Leo Kirch wohl endgültig in die Liquidation.







Und schließlich der Showdown auf der Hauptversammlung am Montag, wo die Gläubigerbanken des Mehrheitsaktionärs Kirch Media ihre Karten auf den Tisch legen - Entertainment XXL.

Dem leidgeprüften Publikum scheint es zu gefallen. Seit dem Tief Ende Mai hat die Vorzugsaktie stolze 35 Prozent zugelegt. Schließlich wollen die Banken dem Vernehmen nach nun tatsächlich die schnöden, notierten Vorzüge in edle Stammaktien umwandeln - und dazu am Montag vielleicht endlich genauere Details vorlegen. Mit zuletzt 52,5 Prozent am Kapital von Pro Sieben würden die Kirch-Media-Gläubiger zwar sicherlich das Sagen behalten. Aber so es irgendwann doch zu einer Übernahme kommt, könnten auch die derzeit noch wenig bevorzugten Minderheitsaktionäre mit einem gleichwertigen Angebot rechnen - statt wie etwa bei Wella über den Tisch gezogen zu werden.


Fürs Erste ist das trotz der jüngsten Gerüchte über ein Interesse von Berlusconis Mediaset und der französischen TF1 an Kirchs Konkursmasse kaum zu erwarten. Die am Montag vorgeschlagene Kapitalerhöhung über etwa 300 Mio. Euro kann daher wohl als beschlossene Sache gelten. Angesichts der ausgewiesenen Nettoschulden von noch immer 907,5 Mio. Euro braucht die Senderfamilie frisches Geld. Die Unterföhringer haben ihre Programmausgaben kräftig gekürzt - und seit 2001 besonders in ihrer wichtigsten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen deutlich Marktanteile an RTL verloren. Um die zurückzugewinnen, muss Pro Sieben auch jenseits der Champions League mehr Geld ausgeben.


Bloß haben die vielen Schnitzer in der Programmgestaltung inzwischen selbst die anspruchslosesten Werbekunden enttäuscht, von den Zuschauern ganz zu schweigen. Pro-Sieben-Chef Urs Rohner muss erst erklären, wie er sich die Zukunft der einzelnen Familienmitglieder vorstellt - insbesondere die des Sorgenkinds Sat 1. Leicht wird das nicht. Auch 2003 dürfte der Markt für Fernsehwerbung um fünf bis zehn Prozent schrumpfen.


Trotzdem kostet das Unternehmen mit dem 12fachen laufenden Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Goodwill (Ebitda) fast so viel wie der robustere Konkurrent TF1. Natürlich dürfte die krisengebeutelte Pro-Sieben-Familie beim Ebitda mehr Aufholpotenzial aufweisen. Und der Aktie werden die auch nach der Kapitalerhöhung recht beachtlichen Nettoschulden einen mächtigen Hebel geben. Nur ist sie mit dem 22fachen der hoffnungsfrohen 2004er Konsensschätzung schon recht teuer. Da sollten es sich die Minderheitsaktionäre zweimal überlegen, den Gläubigerbanken bei der Kapitalerhöhung aus der Patsche zu helfen.



Thomson




Thomson - Hingucker?


"Wir versprechen, was wir uns erhoffen, und leisten, was wir befürchten." Bei der französischen Thomson scheint man sich weiter streng an die Maxime von François Duc de La Rochefoucauld zu halten. Wieder einmal wird die Elektronikfirma hinter den selbstgesteckten Erwartungen zurückbleiben. Schuld ist, wie bereits vielerorts befürchtet, das Geschäft mit Bauteilen, insbesondere Fernsehröhren und Bildschirmen für den US-Markt. Vor Restrukturierungskosten soll die Sparte 2003 weltweit einen operativen Verlust von 70 bis 80 Mio. Euro machen, nach einem Gewinn von 84 Mio. Euro im Vorjahr.


Die Kürzungen der US-Kapazitäten sollen zusätzlich etwa 90 Mio. Euro kosten, wovon zwei Drittel Cash-wirksam werden dürften. Bloß werden zwei der vier unseligen Röhren-Fließbänder in Ohio ja fürs Erste weiter geführt, womit demnächst weitere Restrukturierungskosten drohen könnten. Denn bei den Fernsehröhren verlieren die Franzosen kräftig Marktanteile an billigere Anbieter aus Brasilien und vor allem China. Dort will Thomson nun verstärkt selbst produzieren.


Nur wird auch das nicht umsonst zu haben sein. Der für 2003 weiter verheißene freie Cashflow von mindestens 500 Mio. Euro scheint daher hoffnungsfroher denn je. Die auf 6,5 Prozent gestutzte Prognose zur operativen Marge wirkt ebenfalls optimistisch. Schon wegen der Euro-Stärke dürften Margen für Bauteile und Endgeräte auch im vorerst noch lukrativen Heimatmarkt unter Druck geraten. Das einträgliche Geschäft mit digitalen Serviceangeboten für Film- und Fernsehproduzenten kann kaum schnell genug wachsen, um das auszugleichen. Und ein Käufer oder Partner für die Bauteile ist nicht in Sicht.


Wenn keine weiteren Hiobsbotschaften kommen, wäre Thomson mit dem 9,2fachen 2004er Gewinn günstig bewertet. Bloß sind viele Analysten langsam ziemlich sauer auf ihre einstige Angebetete. Die Firma wird jetzt wohl erst liefern müssen, damit man ihr wieder glaubt. Je mehr man seine Mätresse liebt, desto näher ist man eben daran, sie zu hassen - wie schon Rochefoucauld wusste.



© 2003 Financial Times Deutschland , © Illustration: FTD

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15.06.03 22:22:08
Beitrag Nr. 2.072 ()
W O C H E N A U S B L I C K

"Es kommt zum Schwur"
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Selbst wenn neue US-Konjunkturdaten schwach ausfallen sollten, könnten die Märkte steigen, sagen Optimisten. Rechnen sie dann doch um so fester mit einer Zinssenkung der US-Notenbank. Hoffnung und niedrige Zinsen - das allein reicht nicht, sagen Pessimisten.

Frankfurt - Ein schwaches US-Verbrauchervertrauen hat die Aktienmärkte am Freitag in New York und Frankfurt nach wochenlanger Aufwärtstendenz unter Druck gesetzt. Dax, Dow Jones und Nasdaq Composite schlossen im Minus. Auf Wochensicht verzeichnete der Dow Jones immerhin noch ein Plus von 0,6 Prozent, beim Dax waren es 1,3 Prozent. Weitere schwache Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten könnten die Märkte in der kommenden Woche unter Druck setzen - könnten, wohlgemerkt.

Denn sollte sich auch die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung in den USA im Mai gegenüber dem schwachen Vormonat kaum verbessert haben, wie es Marktbeobachter erwarten, dürfte dies die Spekulationen auf eine weitere Zinssenkung der US-Notenbank erneut anheizen.

Der Deutsche Aktienindex Dax hat in den vergangenen drei Monaten mehr als 1000 Punkte oder gut 50 Prozent zugelegt. Am Freitag war er im Handelsverlauf wegen des überraschenden Rückgangs des viel beachteten Index des US-Verbrauchervertrauens jedoch wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 3200 Punkten gerutscht und hatte den Handel bei 3168 Punkten beendet.

Sal. Oppenheim rechnet mit steigenden Kursen




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Vorlaufende Indikatoren zeigen nach Ansicht der Volkswirtin Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim allerdings ein Ende der konjunkturellen Talfahrt an. "Stimmungsindikatoren wie der Ifo-oder der ZEW-Index haben bereits den Boden gefunden und deuten auf eine moderate Aufhellung." Die Expertin rechnet weiterhin mit steigenden Kursen. Neue Aufschlüsse dürfte am Dienstag der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelte Konjunkturindikator für Juni bringen.

Positive Signale kommen auch von der HypoVereinsbank. "Wir sehen von fundamentaler Seite zunächst weiterhin keine Faktoren, die die Impulse für eine Fortsetzung der zyklischen Aufwärtsbewegung gefährden", schreiben sie in einem Marktkommentar.

"Es kommt zum Schwur an der Börse"

Doch der Clinch zwischen Bullen und Bären an der Börse ist noch nicht entschieden. Der weitere Dax-Anstieg in der kommenden Woche gilt nicht bei allen Analysten als ausgemacht.

Stratege Frank Schallenberger von der LBBW: "Nächste Woche kommt es zum Schwur." Entscheidend seien die für Dienstag erwarteten Daten zur US-Industrieproduktion. Sollten diese schlechter ausfallen als erwartet, sei ein Rückfall des Dax auf 3000 Punkte nicht auszuschließen. Bislang hätten sich nur Stimmungsindikatoren aufgehellt, für weitere Kursgewinne brauche es irgendwann aber harte Fakten. Sollten die US-Daten jedoch die Erwartungen treffen oder sogar überraschend gut ausfallen, erwartet Schallenberger einen Dax-Anstieg auf bis zu 3400 Punkte.

Spekulationen um Zinssenkungen halten an

Doch gerade schwache Konjunkturdaten könnten Spekulationen auf Leitzinssenkungen und damit den Aktien zusätzlich Auftrieb verleihen. "Der Dax profitiert auch von der Fantasie auf Zinssenkungen - sowohl in den USA als auch in der Euro-Zone", sagt Volkswirtin Kastens.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Leitzins vor einer Woche um 50 Basispunkte auf 2,00 Prozent reduziert. Viele Finanzexperten halten weitere Zinssenkungen wegen der schwachen Konjunktur und geringer Inflationsgefahren für unausweichlich. Eine Zinssenkung gilt als Mittel, Wachstum und Beschäftigung zu fördern, da damit in der Regel die Kreditkosten sinken.

Für die Aktienstrategen der Bankgesellschaft Berlin ist es indes keineswegs sicher, dass die derzeitige Kombination aus günstigen Zinsen mit der Hoffnung auf ein noch niedrigeres Niveau einerseits und positive Konjunkturerwartungen andererseits eine feste Grundlage für weiter steigende Aktienkurse bilden wird. "Vor allem die Konjunkturerwartungen beruhen überwiegend noch auf dem Prinzip Hoffnung und müssen erst durch harte Fakten untermauert werden", urteilt die Bankgesellschaft.

Lufthansa, Tui und MLP im Blickpunkt - Verfallstermin am Freitag

Auf der Unternehmensseite stehen in dieser Woche erneut zahlreiche Hauptversammlungen auf dem Programm. Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 will nach einem Pressebericht ihre Vorzugsaktien abschaffen. Die Vorzugsaktien sollten in Stammaktien umgewandelt werden, die Minderheitsaktionäre erhielten damit zum ersten Mal das Stimmrecht. Der insolvente Medienkonzern KirchMedia, der ProSiebenSat1 kontrolliert, und seine vier wichtigsten Gläubigerbanken hätten sich auf diesen Plan geeinigt, der an diesem Montag (16. Juni) auf der Hauptversammlung vorgestellt werden soll.

Der Finanzdienstleister MLP wird am Dienstag (17. Juni) seine Aktionäre über den Geschäftsverlauf informieren. Ungeachtet der anhaltenden Konjunkturflaute strebt der Finanzdienstleister in den nächsten drei bis sechs Jahren weiter ein Wachstum von jährlich 20 Prozent an. "Da bleiben wir dabei", hatte Vorstandschef Bernhard Termühlen bekräftigt.

Überdies laden Lufthansa und TUI am Mittwoch zur Hauptversammlung. Erwartet wird eine Bestätigung der verhalten optimistischen Ausblicke. Lufthansa sieht die Talsohle nach Ende des Irak-Krieges und der sich offenbar dem Ende nähernden Ausbreitung der Lungenkrankheit Sars erreicht. Die vor allem in Asien grassierende lebensbedrohende Krankheit hatte in der Luftfahrt- und Touristik-Industrie in den vergangenen Monaten für Umsatzeinbußen gesorgt.

Zum Ende der kommenden Woche könnte es am Aktienmarkt auf Grund des Verfalls von Optionen auf Aktien und Indizes sowie von Futures auf Indizes zu größeren Kursschwankungen kommen.






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