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Rohstoffe Saudi-Arabien will weiteren Abbau der Ölvorräte erzwingen und erneuten Lageraufbau verhindern – das wären die Folgen!

Gastautor: Commerzbank
25.10.2017, 11:53  |  2012   |   |   

Die Ölpreise stiegen gestern im späten Handel deutlich. Brent erreichte in der Nacht 58,5 USD je Barrel, WTI 52,5 USD je Barrel. Beides entspricht dem höchsten Niveau seit vier Wochen. Den Grundstein für den Preisanstieg legten Kommentare des saudiarabischen Energieministers al-Falih, der die unbedingte Bereitschaft betonte, die Ölvorräte in den OECD-Ländern zurück auf den 5-Jahresdurchschnitt zu drücken. Der Lagerüberhang wurde bereits um 180 Mio. Barrel reduziert. Zuletzt lag die Abweichung noch bei 160 Mio. Barrel. Implizit hat er damit mindestens eine Verlängerung der Produktionskürzungen in Aussicht gestellt, denn den Prognosen zufolge dürfte der Abbau der OECD-Vorräte in den Wintermonaten kaum vorankommen. Zudem hat al-Falih eine Ausstiegsstrategie aus den Produktionskürzungen eingefordert, um Ängste vor einem schnellen Wiederhochfahren der
Produktion (und einem erneuten Überangebot) zu dämpfen. Mit dieser langfristigen Verbindlichkeit wurde gestern ein Marktumfeld geschaffen, in dem auch vermeintlich
Preisbelastendes weggewischt wurde. So wurde der vom API gemeldete unerwartete Aufbau der US-Rohölvorräte ignoriert. Stattdessen schob ein deutlicher Lagerabbau bei Ölprodukten deren Preise nach oben. Auch die Bereitschaft der kurdischen Regionalregierung, das Ergebnis des Unabhängigkeitsreferendums einzufrieren bzw. ihr Angebot zu einer Waffenruhe führte bislang nicht zu Preisabschlägen, obwohl die Chancen auf eine Normalisierung der Ölexporte aus dem Norden Iraks steigen. Sollte sich die Lage hier aber tatsächlich weiter entspannen, dürfte der Markt dies auf Dauer nicht ignorieren können.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Gold fällt am Morgen auf gut 1.270 USD je Feinunze und damit unter die 100-Tage-Linie. Preisbelastend sind Spekulationen auf höhere Zinsen in den USA. Gestern soll US-Präsident Trump bei einem Treffen mit republikanischen Senatoren diese nach ihrem bevorzugten Kandidaten für den Posten des Fed-Vorsitzenden gefragt haben. Die Mehrheit soll sich einem anwesenden Senator zufolge für den als falkenhaft geltenden John Taylor ausgesprochen haben. Die Aussicht auf einen Falken an der Spitze der Fed ließ die Rendite für 10-jährige US-Staatsanleihen auf ein 7-Monatshoch von mehr als 2,4% steigen. Die Entscheidung, wer (neuer) Fed-Vorsitzender wird, dürfte Trump in den kommenden Tagen bekanntgeben. Sollte er sich tatsächlich für Taylor entscheiden, dürfte Gold deutlich nachgeben. Denn die Fed Fund Futures preisen neben der für Dezember erwarteten Zinserhöhung für nächstes Jahr nur einen weiteren Zinsschritt ein, die aktuellen Fed-Projektionen sehen dagegen drei Zinserhöhungen. Laut der von Taylor entwickelten und nach ihm benannten Regel müsste der US-Leitzins sogar bei gut 3% liegen. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass die Fed dieses Zinsniveau anstreben würde. Dennoch dürften die Zinsen unter Taylor eher stärker angehoben werden als bislang. Die Frage ist aber auch, wie die Aktienmärkte auf eine derartige Geldpolitik reagieren würden. Wir haben gestern auf die übertrieben große Sorglosigkeit der Marktteilnehmer hingewiesen. Geraten die Aktienmärkte deswegen unter Druck, würde Gold davon profitieren.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

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