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    DAX-Chartanalyse  12685  0 Kommentare Schwieriger Jahresstart im DAX

    Am Dienstag startet das neue Börsenjahr und wird sicherlich auch wieder entsprechend spannende Bewegungen für uns parat halten. Welche Voraussetzungen es für den Start im DAX gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.

    Die Jahresendrally fiel diesmal aus. Nach dem euphorischen Start im Oktober folgten keine neuen Impulse mehr. Nicht einmal am Jahresende. So stand im Dezember ein Minus in der DAX-Bilanz und sogar ein Jahresschlusskurs unter 13.000 Punkten. Immerhin summierte sich das Jahr auf einen stattlichen Gewinn von 13 Prozent, was über dem langjährigen Durchschnitt liegt! Einen kleinen Jahresrückblick gab es schon aus der Redaktion von wallstreet-online. Doch wie starten wir mit diesen Vorgaben in das Börsenjahr 2018?

     

    Die kurze Handelwoche zum Jahresende

     

    In den verbleibenden Handelstagen nach Weihnachten war das Volumen mit unter 2,5 Milliarden Euro sehr spärlich gestreut (die handelsschwächsten Tage des Monats). Das sah man auch an den Kursbewegungen an diesen zwei vollen und einem halben Handelstag (Freitag schloss XETRA bereits 14 Uhr). Viel war im Vorfeld nicht erwartet worden, daher zeigte ich in der Vorwochenanalyse eine entsprechende Range auf, aus der unser DAX letztlich auch nicht ausbrechen konnte:

    Ein erster Impuls am Mittwoch ging zwar bis 13.128 Punkte, aber verlor sehr schnell an Dynamik und machte diese Bewegung binnen einer Stunde zunichte. Dieses "Phänomen" des Orderstaus zum Handelsstart konnte man bereits am Dienstag beobachten. Hier wurde bereits in den USA an der Wall Street gehandelt und ebenso wie beim DAX am Mittwoch, der erste Impuls schnell wieder eingefangen.

    Den direkten Vergleich stellte ich somit am Mittwoch in dieser Diskussion vor:

    Am Donnerstag lag dann das Hoch nur noch auf dem Level, welches der DAX zur Weihnachtszeit einläutete. Im Tagesverlauf fiel dann auch die runde Marke von 13.000 Punkten. Sie konnte bis zum Handelsende nicht mehr zurückerobert werden und dann am kurzen Handelstag Freitag ebenso nicht mehr erreicht werden.

    Schade für die Statistiker, welche sicherlich gerne diese Marke über den Jahreswechsel gerettet hätten. Mit 12.917 Punkten ist sie jedoch per XETRA-Kurs nicht weit entfernt. Recht übersichtlich sieht man dies an dieser Stelle:

     

    Woher kam die Schwäche zum Jahresausklang?

     

    Einmal mehr galt der EUR/USD als Störfeuer. Uns ist bekannt, dass ein hoher Euro die potenziellen Gewinne der Exporteure schmälert. Mit dem Sprung über die 1,19 wurde dies schon mit skeptischen Blicken am Markt wahrgenommen. Als wir am Freitag dann jedoch zur 1,20  blickten, war der Unsicherheitsfaktor noch größer.

    Daher stelle ich an dieser Stelle auch einen Chart zum EUR/USD mit ein, den ich bereits auf Facebook geteilt hatte:

    Hier ist womöglich noch Potenzial vorhanden, wenn die 1.20 nachhaltig überwunden wird. Dies sollte sich dann weiter belastend auf den DAX auswirken. Er fiel bereits nachbörslich direkt an die untere Range-Kante, wenn man sich den nachbörslichen DAX per Indikation ansieht:

     

    Ebenfalls belastend war für den Aktienmarkt sicherlich das Comeback von Gold an den letzten Handelstagen des Börsenjahres 2017. Die dortige Aufwärtsbewegung hatte ordentlich Momentum und führte zurück über die Marke von 1.300 Dollar:

     

    Schwerer Start in die erste Handelswoche

    Mit diesen Bewegungen bei Gold und EUR/USD sowie dem Abverkauf an der Wall Street zum Handelsende Freitag hat der DAX nicht die besten Voraussetzungen beim Start in das neue Börsenjahr.

    Tragen wir diese Bewegung auf das eingangs dargestellte Chartbild ab, dürften wir in etwa an der unteren Kante der Range eröffnen. Im größeren Zeitrahmen mahnt dies dann extrem zur Vorsicht, wie man in dieser Einstellung des 4-Stundenchart auf 4 Monate sehen kann:

     

    Denn bricht der Bereich um 12.830 bis 12.850 (per Schlusskurs), dann ist ein nächster Halt erst einmal nicht in Sichtweite.

    Positiv formuliert, bietet dieser Bereich natürlich auch eine ordentliche Chance auf Stabilisierung. Darauf können die Bullen natürlich hoffen, spielt hierbei jedoch nicht nur Hoffnung mit hinein, sondern auch die Korrelation zu Gold und dem Euro, wie weiter oben in der Analyse schon dargestellt. Dennoch ist dies ein mögliches Szenario für den Jahresstart:

     

    An Terminen steht am Mittwoch erst die Arbeitslosenquote in Deutschland und der ISM-Index in den USA an. Bis dahin sollte aber eine erste Richtung eingeschlagen worden sein, die wir dann gerne in den Tages-Trading-Chancen gemeinsam mit anderen Tradern austauschen können.

     

    Darauf freue ich mich schon und wünsche an dieser Stelle einen erfolgreichen (Handels-)Start ins Jahr 2018!

     

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    Herzlichen Dank für Ihr Interesse.

    Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)


    Andreas Bernstein
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    Unter dem Pseudonym "Bernecker1977" ist Andreas Bernstein als Trader, Referent und Coach seit mehr als 20 Jahren aktiv. Sein Trading von Indizes, Aktien und Forex an der Börse basiert auf Sentimentdaten und der klassischen Charttechnik. Auf wallstreet-online ist er in den "Tages-Trading-Chancen" mit täglichen Marktkommentaren seit dem Jahr 2001 zu lesen und hat dort bereits mehr als 100.000 Beiträge im Forum verfasst. Entsprechende Tradingideen finden Sie im Forum "Daytrader" und auf seinen Social-Media-Kanälen Facebook, Twitter, YouTube und Instagram sowie ebenfalls unter seinem wallstreet-online-Namen "Bernecker1977".
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    Verfasst von Andreas Bernstein
    DAX-Chartanalyse Schwieriger Jahresstart im DAX Nach einer ausgefallenen Jahresendrally ist ein euphorischen Start in das neue Jahr eher unwahrscheinlich. Entsprechende Impulse fehlten in 2017 dafür und zeigten eher negative Korrelationen zum DAX auf. Wie könnte das Börsenjahr dennoch starten?

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