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DAX-Chartanalyse: Noch 3 Tage im aktuellen Jahr

DAX-Chartanalyse Noch 3 Tage im aktuellen Jahr

Gastautor: Andreas Mueller
26.12.2017, 08:45  |  10028   |   |   

Ein minimales Kursplus zeigt sich im Dezember beim DAX. Damit war die Jahresendrally bisher nicht von Erfolg gekrönt. Ob sich daran an den letzten drei Handelstagen in 2017 viel ändern wird, darf bezweifelt werden. Dennoch gilt mein Blick der Charttechnik.

Es verbleiben für den Handel im DAX nur noch drei Handelstage. Während in den USA bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder gehandelt wird, ist der DAX noch im Weihnachtsurlaub. Ist überhaupt noch etwas für die letzten Handelstage des Jahres zu erwarten? Dies beantworte ich nach einem kurzen Rückblick auf die Trading-Ideen der Vorwoche.

 

Die Weihnachtswoche im Rückblick

 

Als "Weihnachtswoche" bezeichnet, hatten hier wohl die meisten Marktteilnehmer ihre letzten Orders in den Markt gegeben. Denn traditionell steht mit Weihnachten und den Feiertagen vor dem Jahreswechsel hier eine längere Auszeit an, die mit Freunden und Familie geteilt wird. Es wurde somit eng für die Bullen im DAX, denn die Zeit für eine Jahresendrally verrann. So titele ich auch vor einer Woche die Analyse (hier nachzulesen) mit diesem dafür notwendigen Szenario:

 

Gleich zum Wochenstart konnte sich der DAX über diese zwei Barrieren bewegen und damit ein positives Signal setzen. Denn damit wurde die seit Wochen andauernde Range verlassen:

 

Entsprechende Stopp-Orders setzten Momentum frei und trieben den DAX an jenem sehr starken Montag um 1,6 Prozent auf das Niveau von 13.331 Punkten. Es sah in der Tat nach einem Ausbruchsmodus (wie hier zum Chartbild formuliert) aus.

Doch dort kam nicht mehr viel nach. Der Dienstag konnte leicht anknüpfen, aber das Hoch nur um 7 Punkte überbieten. Mit einer leicht schwächeren Wall Street im Nacken gaben dann auch die Kurse schnell wieder nach und näherten sich dem Ausbruchsniveau am Dienstag. Kein Problem erst einmal, wenn man es als Pullback versteht - doch es wurde später mehr als dies.

(zum Beitrag von Dienstag)

Bereits der Mittwoch lies dann wieder die Bären ans Steuer, oder anders formuliert: Der Weihnachtsmann packte seinen Schlitten aus und rutschte auf der DAX-Kurve nach unten. Damit wurde das GAP vom Montag nicht nur angerissen, sondern akribisch genau auch gleich am Mittwoch geschlossen. Folgendes Schaubild soll dies illustrieren:

(zum Beitrag vom Mittwoch

Im selben Chartbild ist auch die Unterstützung zu sehen, die bereits am Donnerstag/Freitag vor dem Verfallstag am 15.12. von den Marktteilnehmern eingezogen wurde. Sie liegt bei 13.010 Punkten etwa und war dann am Donnerstag auch das Ziel auf der Unterseite. Erneut bot der Bereich Halt und war hier für eine Trading-Idee entgegen dem Trend, also in Richtung der Trendlinie long gut. Dies stellte ich auf Facebook als antizyklisches Trading wie folgt dar:

 

 

Die Handelswoche endete mit einem kleinen Minus bei 13.072 Punkten und hielt den Monat Dezember somit noch minimal im Plus. Die jeweiligen Monatsentwicklungen finden Sie übrigens auf dieser Seite auf wallstreet-online:

 

Das Handelsvolumen schwächte sich dabei stark ab und betrug am Freitag nur noch die Hälfte vom "Ausbruchstag" des Montags. Was kann man somit für die letzten Handelstage des Jahres erwarten?

 

Was steht an den letzten Handelstagen an?

 

Wie in der Monatsübersicht zu sehen, ist von Jahresendrally im DAX keine Spur mehr zu sehen. Der Gewinn aus Oktober wurde im November gänzlich aufgezehrt und der Dezember kommt nicht nachhaltig in Schwung. Ein neidischer Blick zur Wall Street sei uns gegönnt. Dort vollzog der Dow Jones ja jüngst trotz Zinsanhebung neue Rekorde, welche fast schon zur Normalität wurden. Eine Änderung dieses Verhaltens gab es zum Wochenausklang und damit womöglich auch ein Umdenken?

Man sieht hier deutlich das Verlassen der Aufwärtsbewegung und den Übergang in eine Seitwärtsrange. Hier stellt sich die Frage, ob dies nur ein "Luftholen" ist oder der Trend auch auf größeren Ebenen bricht. Ein Verlassen der blauen Zone wäre hierfür ein entsprechendes Signal. Und das würde letztlich auch dem DAX noch einmal einen Impuls verschaffen.

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