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Aktien Frankfurt: Hohe Gewinne bei Versorger-Aktien schieben Dax weiter an
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Hohe Gewinne bei Versorger-Aktien schieben Dax weiter an

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.03.2018, 11:47  |  1022   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Hohe Kurszuwächse bei den Aktien von Energieversorgern haben den deutschen Aktienmarkt am Montag weiter vorangetrieben. Die zuletzt wieder stark gelaufene Wall Street und Kursgewinne an den asiatischen Handelsplätzen sorgten zusätzlich für gute Stimmung. Der deutsche Leitindex Dax gewann gegen Mittag 0,63 Prozent auf 12 424,97 Punkte. Damit knüpfte das Barometer an seine Erholung der Vorwoche an, in der es um rund dreieinhalb Prozent zugelegt hatte. Die Marke von 12 400 Punkten hat der Dax nun wieder geknackt.

Am Montag lagen RWE und Eon an der Dax-Spitze mit einem Kurszuwachs von fast 9 beziehungsweise etwas mehr als 5 Prozent - die beiden Konzerne teilen sich den Ökostromanbieter Innogy unter sich auf. Innogy gewann als Top-Wert im MDax sogar fast 14 Prozent.

"Die Anleger werden wieder mutiger", konstatierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners das Geschehen. Der jüngste Optimismus an den US-Börsen stecke auch die europäischen Investoren an. Doch es gibt auch mahnende Stimmen. So sollten sich die Anleger nicht vorzeitig von der Bärenmarktrally im Dax - also einer deutlichen Kurserholung inmitten eines Abwärtstrends - blenden lassen, auch wenn die jüngste Kaufwelle überdurchschnittlich deutlich ausgefallen sei und Hoffnungen auf eine nachhaltige Bodenbildung des Marktes nähre, hieß es von den Experten des Börsenstatistik-Magazins Index Radar.

In den Reihen hinter dem Dax ging es am Montag für den MDax der mittelgroßen Werte um 0,82 Prozent auf 26 339,19 Punkte hoch. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,00 Prozent auf 2719,24 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,48 Prozent zu.

Zuletzt belastende Themen wie der Handelskonflikt durch die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium rückten an den Börsen wieder etwas in den Hintergrund. Sie stecken aber nach wie vor in den Köpfen der Anleger - umso mehr, da US-Präsident Donald Trump nun auch mit Strafzöllen auf deutsche Autos droht. Die Aktien von Daimler , BMW und Volkswagen beeindruckte dies zuletzt jedoch wenig - Daimler und BMW rückten moderat vor, Volkswagen legten sogar um mehr als 1 Prozent zu.

Die Schlagzeilen am Aktienmarkt zu Beginn der Woche lieferten die deutschen Energiekonzerne: RWE und Eon hatten bereits am Sonntag überraschend mitgeteilt, dass sie die Geschäftsfelder von Innogy unter sich aufteilen wollen. Eon will dazu in einem ersten Schritt Innogy komplett übernehmen und im Gegenzug den Konkurrenten RWE am eigenen Unternehmen beteiligen. Anleger begrüßen diese Schritte, wie die sehr hohen Kursgewinne zeigen.

Vom Anlagenbauer Gea Group gab es endgültige Jahreszahlen. Zudem steht am Nachmittag im Rahmen eines dann beginnenden Kapitalmarkttages die Veröffentlichung der neuen Mittelfristziele an. Analyst Jack O'Brien von Goldman Sachs ging zuletzt davon aus, dass der MDax-Konzern seinen Ausblick für 2020 senken wird. Die Gea-Aktien verloren als MDax-Schlusslicht nahezu 2 Prozent.

Die Papiere von ProSiebenSat.1 litten unter einer Verkaufsempfehlung der UBS und verloren weit abgeschlagen am Dax-Ende fast eineinhalb Prozent. Die strukturellen Probleme des Medienkonzerns nähmen zu, hieß es von der Schweizer Bank. ProSiebenSat.1 steigt in Kürze in den MDax ab. Auch dies setzt die Anteile tendenziell unter Druck.

Lob von Analysten der Commerzbank und der Deutschen Bank bescherte den Aktien des Biotech-Unternehmens Morphosys im TecDax einen Aufschlag von knapp 4 Prozent. Beide Häuser sehen für den Wert deutliches Kurspotenzial. An der Index-Spitze setzten die Aktien des Spezialanlagenbauer Aixtron ihren seit Mitte Februar starken Lauf mit einem Plus von mehr als 6 Prozent eindrücklich fort.

Im SDax sprangen die Anteile von Hypoport als bester Wert nach endgültigen Jahreszahlen um gut 6 Prozent hoch. Der Finanzdienstleister erzielte 2017 einen Rekordumsatz und rechnet mit dynamischem Wachstum für 2018./ajx/das

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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