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Interview mit Andreas Ogger zum Thema finanzielle Bildung und warum ein weiteres Seminar Sinn machen könnte

Gastautor: Rainer Brosy
04.05.2018, 13:52  |  1017   |   |   

Interview mit Andreas Ogger

Im Internet und in der Seminarwelt gibt es werden die Angebote für finanzielle Bildung immer zahlreicher. Ist das nur eine Mode oder bildet sich ein neues Bewusstsein für Geld und Reichtum in der Bevölkerung?

Dass finanzielle Bildung immer mehr nachgefragt und angeboten wird, freut mich sehr. Da ist für jedes Niveau, jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei, und das teils in hoher Qualität. Wer sich darum bemüht Vermögensaufbau und Geldanlagen zu verstehen, jammert weniger und kann Enormes erreichen.

Hauptursache dürfte die Orientierungslosigkeit und Unsicherheit sein in Nullzinszeiten, Rentenschwund und politischen Verwerfungen aller Art. Die EZB hat vor 8 Jahren ein Experiment angeworfen, von dem niemand weiß, wie es ausgeht, weil es so etwas noch nie gab. Nun gibt es die, die hoffnungslos der „Geld-unter-Kopfkissen-Mentalität“ verfallen, was – bei allem Respekt – nicht Ausdruck größter finanzieller Bildung ist; und es gibt die, die mehr Eigenverantwortung übernehmen und neue Wege gehen wollen, weil Banken und Versicherungen jede Glaubwürdigkeit verloren haben.

Nun also ein weiteres Finanzseminarin einem schon großen Markt. Was ist Ihr Beweggrund es anzubieten, was ist das Besondere daran?

Mir macht Spaß weiterzugeben, was mir selbst derart viel Freude und Fülle verschafft hat. Es ist genug Platz für jeden Referenten, wenn er was zu sagen hat, und jeder bekommt die Seminarteilnehmer, die er verdient – ich glaube da an eine individuelle Frequenz, die jeder ausstrahlt und die mit genau den Menschen in Resonanz geht, die von meinem Wissen genauso profitieren können wie ich.

Dieses Wissen habe ich mir im Eigenstudium angeeignet – teils durch üble Verluste – und in der Zusammenarbeit mit institutionellen Anlegern – letzteres war ohne Zweifel die erlöstere Variante des Lernens. Die Strategien der Großen herunterzubrechen und umsetzbar zu machen für Privatanleger, das sehe ich bis heute als etwas Besonderes. Am Ende zählt die Rendite, wie viel Arbeit ich damit habe und wie ruhig ich schlafen kann; was diese Bilanz angeht, bin ich sehr happy, ebenso meine Mandanten der letzten fünf Jahre, seitdem ich systematisch mit den Strategien arbeite.


Sie sprechen von institutionellen Anlegern und haben von diesen gelernt, sagen Sie. Sind Sie denn selbst einer dieser Anleger und schon in der Liga der Reichen angekommen?

Keineswegs. Ich glaube auch nicht, dass es zu meinem Lebensplan gehört, 4,7 Milliarden € zu verwalten. Vom superreich Sein kursieren ziemlich schräge rosarote Vorstellungen; ein paar von denen im Seminar geradezurücken ist spannend und unterhaltsam, hoffe ich, und vielleicht auch ernüchternd. Ich für mich finde es schon toll, wirtschaftlich so abgesichert zu sein, dass ich nicht zwingend arbeiten müsste und meinen Hobbys, auch den teureren wie der Fliegerei, nachgehen kann. Das nenne ich die zweite Stufe der finanziellen Absicherung, und dies sollte meiner Meinung nach jeder anstreben und erreichen können mit den richtigen Instrumenten. Dann lebt es sich einfach entspannter und man hat mehr Möglichkeiten zu wählen, was einen glücklich macht.

© Andreas Ogger - Wohlstandsbildner
Bild: © Andreas Ogger - Wohlstandsbildner

An welche Zielgruppe wendet sich Ihr Finanzseminar? Versteht der absolute Finanzlaie die Inhalte überhaupt oder muss ich schon Kenntnisse mitbringen, am besten mit einer Stange Geld zum Anlegen?

In meinen bisherigen Seminaren saßen sowohl Studenten am Anfang ihres eigenverantwortlichen Vermögensaufbaus wie auch Unternehmer, die längst siebenstellig unterwegs und finanziell wirklich gebildet sind. Dem Feedback nach konnten bisher alle entscheidende Impulse für ihren weiteren Weg mitnehmen. Den Renditeprozenten ist es eh egal, ob sie auf 200 € Sparrate oder 2 Millionen € wirken; Hauptsache, man entscheidet sich generell gegen den Mainstream unsinniger Zinsprodukte und beginnt, plausiblere Geldanlagen zu prüfen.

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