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Nevada Copper beschließt endgültig Schritt zum Minenbau!

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
03.09.2018, 11:01  |  766   |   |   

Die Vorarbeiten für Nevada Coppers Untergrundmine Pumpkin Hollow sind abgeschlossen. Nun hat das Management den endgültigen Beschluss für den Bau der Mine gefasst. Es ist die einzige voll finanzierte und genehmigte Kupfermine in Nordamerika und dürfte zu einem günstigen Zeitpunkt in Betrieb gehen.

Das Kupferangebot sinkt dramatisch

Der Welt geht das Kupfer aus. Das ist kein Witz und darüber sollte man sich Gedanken machen, auch wenn der Kupferpreis gerade drei äußerst schwache Monate hinter sich hat. Das bietet Chancen für Anleger. Die Gründe für das niedrigere Angebot sind vielfältig: Zum einen sinken die Kupfergrade in den Minen kontinuierlich. Somit müssen die Betreiber mehr Material bewegen, um die gleiche Menge an Kupfer zu erhalten. In der Folge steigen die Kosten. Und obwohl die Unternehmen ihre Bemühungen zur Entdeckung neuer Vorkommen intensivieren, sind die Ergebnisse mager (mehr hier).  Auf der anderen Seite steigt die Nachfrage dank Erneuerbarer Energien und dem Wachstum der Elektroauto-Industrie rasant. Allein die Photovoltaik-Industrie dürften in den kommenden Jahren knapp 600.000 Tonnen Kupfer zusätzlich nachfragen – pro Jahr natürlich! Die Analysten von BMO Capital Markets rechnen damit, dass der Markt im Jahr 2025 ein Defizit von 3 Mio. Tonnen aufweisen wird, aktuell befindet er sich etwa im Gleichgewicht. Somit dürften die Kufperpreise in den kommenden Jahren steigen und der Wert von Kupferassets ebenso.

Beschluss zum Baubeginn, Produktionsstart im Q3 2019

Nevada Copper 0,48 CAD | 0,32 Euro; CA64128F1099) befindet sich in diesem Markt in einer vorteilhaften Position. Mit Pumpkin Hollow besitzt das Unternehmen das einzige voll genehmigte und finanzierte Projekt in Nordamerika. In den vergangenen Monaten haben die Kanadier die Vorarbeiten abgeschlossen und nun den engdültigen Beschluss zum Bau der Mine gefasst. Der Produktionsstart ist für das dritte Quartal 2019 vorgesehen, der erste Kupferbarren soll Mitte November 2019 gegossen werden. Damit sollte das Unternehmen zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt kommen. Die Arbeiten sollen in den kommenden Wochen starten. Mit dem Beschluss erfüllt Nevada Copper auch die Bedingungen für den Verkauf der Edelmetalle im Vorkommen. Diese wurden vorab als Stream an Triple Flag verkauft und sichern mit 70 Mio. US-Dollar einen Teil der Finanzierung des Baus. Triple Flag hält auch einen Anteil von 8 Prozent am Unternehmen. Daneben hatte Nevada Copper vor einigen Wochen eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Ursprünglich wollte man 80 Mio. CAD einsammeln (Aktien zu 0,60 CAD). Die Nachfrage war jedoch so groß, dass man das Volumen auf 108,5 Mio. CAD aufstocken konnte. Zusätzlich dazu hat Großaktionär Pala Investments nun einen Stand-Bye-Kredit im Volumen von 25 Mio. Dollar zugesichert.

Attraktive Bewertung

Mit diesem Finanzierungspaket im Rücken können nun die Bauarbeiten für die Untergrundmine beginnen. Die Arbeiten selbst wird Sedgman USA, eine Tochter der CIMIC Group durchführen. Mit dem Dienstleister hat man sich auf einen Fixpreis von 118 Mio. US-Dollar geeinigt. Dadurch hat Nevada Coper kein finanzielles Risiko, falls die Kosten über dem Budget liegen sollten. Das gesamte CAPEX wird bei 197 Mio. US-Dollar liegen. Diese Grunddaten basieren auf der Pre-Feasibility-Studie, die das Unternehmen im November 2017 veröffentlicht hatte. Auf der Einnahmenseite geht Nevada Copper von einem Free Cashflow von 76 Mio. US-Dollar im ersten vollen Produktionsjahr aus. Zum Vergleich: Umgerechnet kommt Nevada Copper aktuell auf einen Börsenwert von 167 Mio. US-Dollar, also lediglich etwas mehr als das Doppelte des jährlichen Free Cashflows. Wenn die Produktion dann läuft, will Nevada Copper noch ein Open-Pit-Vorkommen auf dem gleichen Projekt in Produktion bringen.

Die Kupferassets werden weggekauft

Ob Nevada Copper zum Produktionsstart noch ein unabhängiges Unternehmen sein wird, muss man sehen. Großaktionär Pala Investments ist ein Schweizer Private Equity-Haus, dass finanziell aus einer Position der Stärke heraus agieren kann. Bekannt wurden die Eidgenossen unter anderem mit der Ausgründung von Cobalt 27. Andererseits ist man sicher verkaufsbereit, wenn der Preis stimmt. Derzeit sind einige Konzerne auf der Suche nach neuen Kupferassets, die kurzfristig in Produktion gehen. Insbesondere die großen Bergbaukonzerne wie Glencore, Anglo American, BHP Billiton und Rio Tinto suchen neue Vorkommen. Der Druck in der Branche wurde in der vergangenen Woche noch einmal erhöht. Denn RTB Bor, die größte Kupfermine Serbiens, geht im Rahmen eines 1,26 Mio. Dollar-Deals an Zijin Mining. Die Chinesen werden künftig 63 Prozent daran halten, wie Serbiens Bergbauminister Aleksandar Antic am Freitag bekannt gab. Im Frühjahr hatte bereits Lundin Mining mit einem feindlichen Übernahmeangebot die Fühler nach Nevsun Resources ausgestreckt, die übrigens auch ein großes Kupferprojekt in Serbien besitzen.

Nevada Copper Corporation

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