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Wall Street "Brutaler Oktober": Sinkflug der US-Aktien – Was ist da los?

24.10.2018, 15:17  |  6350   |   |   

Die "Financial Times“ (FT) ruft den "brutalen Oktober" für den US-Aktienmarkt aus. Einer der plausibelsten Gründe für die miese Stimmung unter den US-Aktieninvestoren ist, dass US-Anleihen durch die aggressivere Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) attraktiver werden.

Der S&P 500, der richtungsweisende Leitindex an der Wall Street mit den Aktien der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen, erreichte gestern zwischenzeitlich ein Fünf-Monats-Tief. Der S&P 500 könnte bei weiterem Abwärtstrend ein Niveau ansteuern, das er zuletzt im Mai dieses Jahres erreicht hatte. Der Dow Jones Industrial Average schloss 0,5 Prozent und der Nasdaq Composite 0,7 Prozent im Minus.

Hinzu kam, dass gestern zwei US-Industrieunternehmen, 3M und Caterpillar, aus Investorensicht enttäuschende Geschäftsausblicke vorlegten. Zwei Beispiele für die steigende Furcht der Anlegerschaft, dass die Unternehmensgewinne in den USA ihre beste Zeit schon hinter sich haben.

"US-Aktien erleben einen brutalen Oktober, weil steigende Zinsen, der Handelskonflikt und das langsamere globale Wachstum die Investoren-Stimmung trüben", so die "FT".

Auf der anderen Seite stieg die Rendite des 10jährigen Treasurys (US-Staatsanleihen) zeitweise um 8,3 Basispunkte – der größte Sprung innerhalb eines Handelstages seit diesem Mai, analysiert die "FT".  "Es hängt bereits ein Damoklesschwert über dem Finanzmarkt: die Verschärfung der Geldpolitik durch die US-Notenbank", schreibt dazu "Capital".

Obwohl sich US-Präsident Donald Trump gegen weitere Zinserhöhungen stark macht, will die Fed die Leitzinsen weiter anheben, um ihre Bilanzsumme abzubauen. Steigende Zinsen ziehen mehr Geld in die Anleihen-Märkte, wie zum Beispiel den US-Staatsanleihen-Markt. Dadurch wird der US-Aktienmarkt erheblich unter Druck gesetzt. "Denn im Gegensatz zu früher sind die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen mit 3,2 Prozent deutlich höher als die Dividendenrendite des S&P 500 von 2 Prozent", rechnet "Capital" vor.

Quellen:

Financial Times

Capital

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