DAX+2,63 % EUR/USD-0,16 % Gold-0,83 % Öl (Brent)+0,99 %
DAX-Wochenplan: Rote Kerzen zu Weihnachten im DAX: Schöne Bescherung

DAX-Wochenplan Rote Kerzen zu Weihnachten im DAX: Schöne Bescherung

Gastautor: Andreas Mueller
23.12.2018, 12:20  |  12070   |   |   

Erneut starke Kursverluste drückten den DAX auf ein neues Jahrestief. Könnte hier an den verbleibenden Handelstagen im Jahr 2018 noch eine Gegenbewegung einsetzen?

Nun haben sich die letzten Marktteilnehmer vom Gedanken an eine Jahresendrallye verabschiedet. Wie ich bereits in der Vorwoche skizzierte, lagen die Impulse erneut weiter auf der Unterseite. Der DAX-Wochenverlust von 2,1 Prozent war zwar geringer als an der Wall Street, tröstet jedoch keineswegs. Dort verlor der Dow Jones rund 7 Prozent und der Technologiesektor Nasdaq büßte sogar mehr als 8 Prozent ein.

 

DAX mit festem Hebel folgen [Anzeige]
Ich erwarte, dass der DAX steigt...
Ich erwarte, dass der DAX fällt...

Verantwortlich für diese Anzeige ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com.

Dabei startete der DAX noch recht optimistisch in die Handelswoche und baute dies dann im Wochenvergleich immer weiter ab. Dabei eröffnete jeder Handelstag tiefer als der Vortag:

 

 

Während bis Mittwochabend noch der Bereich von 10.830 Punkten immer wieder angelaufen werden konnte, brachen nach der dort stattfindenden FED-Sitzung alle Dämme im Sinne des Kaufinteresses. Die vorher sichtbare Schiebezone wurde verlassen und der DAX macht sich auf, neue Jahrestiefs zu markieren:

 

 

Natürlich gab es hierbei für Trader auch entsprechende Chancen, mit Long-Engagements an der Marktbewegung zu partizipieren. Denn gerade solche Range-Bereiche üben immer wieder starke Anziehungskräfte aus und sind damit entsprechende Trading-Ziele. So beispielsweise an dieser Stelle einmal zeitnah dokumentiert:

 

 

Der große Trend ging dann allerdings wieder nach unten. Unter Beachtung dieser Zeitebenen war vor allem die Wall Street hier der Taktgeber und sorgte immer wieder für entsprechende Einstiegssignale in Shorts. Auch dazu habe ich im Livetrading einige Signale dokumentiert und auf nextmarkets aufgezeigt:

 

 

Am Ende stand der DAX, wie eingangs schon "verraten" auf einem neuen Jahrestief und schickt sich mit einer Monatsperformance von minus 5,5 Prozent an, den schlechtesten Monat des Jahres zu markieren. Statistisch eine Seltenheit, doch so überraschend und spannend ist der Börsenhandel nun einmal. Das neue Jahrestief ist im Tageschart deutlich sichtbar:

 

 

Auslöser war hierfür die vierte Zinsanhebung in diesem Jahr, bei der sich die Währungshüter nicht von US-Präsident Donald Trump beeinflussen ließen. Dies war auch erwartet worden, doch die zwei weiteren Zinsanhebungen im kommenden Jahr könnten den Bogen dann überspannenen. Immerhin ist damit die Zeit der billigen Autokredite etc. vorbei, während zeitgleich die US-Notenbank weiterhin am umfangreichen Anleihenkaufprogramm festhalten möchte. Insgesamt kam das Event an der Börse als Enttäuschung an und zug sich bis zum Wochenausklang hin. Die US-Märkte verloren massiv und schlossen sogar auf einem Wochentief. Der Verlaufschart des Dow Jones sah am Freitag dramatisch aus:

 

 

Hinzu kam der drohende Shutdown in den USA, welcher dann am Freitagabend ausgerufen wurde. Kommt es zum "Sterben auf Raten" - wie die Redaktion von wallstreet:online schrieb?

 

Blicken wir zurück zum DAX, ist dessen Dynamik recht eindeutig. Sie zeigt sich durch immer steiler abfallende Trendlinien im Chartbild:

 

 

Diese Fortsetzung der Trendlinien ist sicherlich nicht beliebig erweiterbar, sonst würde der Index schon im kommenden Jahr auf Null fallen. Er zeugt jedoch von starker Dynamik auf der Unterseite und mahnt damit weiterhin zur Vorsicht. Hohe Schwankungen gehen mit diesen Bewegungen einher. An Ihr Risikomanagement möchte ich damit an dieser Stelle eindringlich appellieren!

 

Zoomt man dieses Chartbild noch weiter auf, ergeben sich selbstverständlich bei dieser Schwankungsbreite auch Long-Chancen. Wer bei Kursen um 13.500 im DAX mit dem Kauf gezögert hatte, kann nun rund 20 Prozent billiger in den Markt gelangen. Gerade für langfristig orientierte Anleger ist dies eine spannende Situation und eine Gelegenheit, auf die man rund zwei Jahre warten musste. Auf genau diesem Niveau sind wir nämlich aktuell wieder angelangt - den Kurslevels aus Sommer 2016.

Seite 1 von 4

DAX-Wochenplan: DAX-Ausblick neblig: Keine Weihnachtsrallye in Sicht

Crash-Signale: Wall Street-Bullenmarkt: Sterben auf Raten
Wertpapier
DAXDow Jones
Mehr zum Thema
DAXBörseHandelUSAFED


2 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer