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SIEMENS IM FOKUS Der jüngste Coup des Herrn K.

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
22.05.2019, 08:35  |  873   |   |   

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Industriekonzern Siemens häutet sich weiter. So haben die Münchener mit ihrem Chef Joe Kaeser die größte Transformation seit Jahren angestoßen. An deren Ende soll ein Digitalkonzern stehen. Mit dem aktuellen Sorgenkind, der Energiesparte, verfahren die Münchner nach altbewährtem Rezept: Es soll an die Börse. Was bei Siemens los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

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Siemens hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Wandlungen hinter sich und es dabei zur Meisterschaft darin gebracht, sich von wackelnden oder nicht mehr ins Konzept passenden Geschäften zu trennen. Die Börsengänge des Chipkonzerns Infineon , die Ausgliederung und Börsennotierung des Lichtkonzerns Osram , die Trennung vom Telekommunikationsgeschäft und der Ausstieg aus dem Haushaltswarengeschäft gehörten dazu. In den letzten Jahren erfolgten zudem der Zusammenschluss des Windgeschäfts mit Gamesa sowie der Börsengang der Medizintechniksparte Siemens Healthineers.

Jüngster Coup: die Energiesparte mit ihrem seit längerem schwächelnden Geschäft mit großen Gasturbinen. Mit der Entscheidung, sich von seinem Energiegeschäft zu trennen, kappt Siemens einen Teil seiner Wurzeln. Die DNA der Münchener wird mit der Konzentration auf die wachstumsträchtigen digitalen Geschäfte grundlegend verändert.

Seine neu zum 1. April formierte Energiesparte Gas and Power will das Unternehmen ausgliedern und bis September 2020 an die Börse bringen. Siemens-Aktionäre sollen dabei entsprechend Anteile an der neuen Gesellschaft erhalten. Siemens geht dabei jedoch noch einen Schritt weiter: Der Konzern will seinen Anteil von 59 Prozent an dem Windradhersteller Siemens Gamesa in die neue Gesellschaft einbringen. Dabei will Siemens die Mehrheit an dem neuen Unternehmen abgeben, aber Ankeraktionär bleiben und auf Sicht die Sperrminorität von 25 Prozent nicht unterschreiten.

Damit trennt sich Siemens auch von seinem derzeit größten Sorgenkind: dem Kraftwerksgeschäft. Vor allem bei großen Gasturbinen war in den letzten Jahren der Markt weggebrochen. Siemens läutete ein Sparprogramm ein, das den Abbau von Kapazitäten und die Streichung tausender Stellen umfasst. Siemens Gamesa entstand 2017 aus der Fusion der Siemens-Windkraftsparte mit dem spanischen Konkurrenten Gamesa. Hier verlief der Start eher holprig, der Windmarkt leidet weiterhin unter Preisdruck. Auch bei Siemens Gamesa wurden tausende von Stellen gestrichen.

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