Kobalt – kritische Metalle und China! Kobalt – das unterschätze oder überschätzte Batteriemetall?

Gastautor: Jochen Staiger
07.01.2020, 08:49  |  5623   |   |   

China hat seine Marktstellung brachial ausgebaut und es gibt nicht eine Kobaltraffinerie in Nordamerika. 2020 könnte sich das ändern. Die Industrieländer müssen umdenken und sich endlich auf eigene Füsse stellen.

Kanada und die USA schlossen eine Übereinkunft am 26. Dezember 2019 laut Globe and Mail über eine Reduktionsnutzung von Seltenerdmetallen und kritischen Metallen die in China abgebaut werden. Man will unabhängiger werden von China vor allem wegen der Anwendung der Metalle als Batteriemetalle in Autos und Smartphones und in der Rüstung. Offizielle beider Länder arbeiteten seit August 2019 an einem Aktionsplan, um die Anwendung solcher Metalle, vor allem von Kobalt zu reduzieren. Man will auch mehr strategische Investments forcieren für die Forschung, den Abbau aber auch die Verarbeitung von solchen Metallen und vor allem von Kobalt. Auch soll der Aufbau nachhaltiger Versorgungsketten voran getrieben werden laut Canada’s Natural Resources ministry und dem U.S. Department of Energy. Pierre Gratton, Präsident der Mining Association of Canada, sagte, dass China immer mehr Kontrolle über die kritischen Metalle wie Uran, Lithium, Cäsium und Kobalt erlangen würde. Diese Metalle werden in mannigfaltigen Anwendungen wie z.B. in Lasern, Computerchips, E-Fahrzeugen, Solarpaneelen, Smartphones und militärischer Ausrüstung eingebaut. Hier kommt nun Kanada ins Spiel, da das Land durch seine starke Bergbauindustrie eigentlich sehr gut gerüstet ist dafür, die Märkte mit allem Notwendigen zu versorgen. Durch die gute Integration in den US-Märkten und im Automobilsektor kann man hier eine zukünftige Versorgung leisten. Durch das aggressive Auftreten der Chinesen in Afrika, Indonesien und dem weiteren Asien erlangt China eine zu starke Kontrolle über eben diese kritischen Metalle und man ignoriert geflissentlich die Umwelt, Arbeitsgesetze und Unterbezahlung der Arbeiter. Die Universität von Sussex geht sogar soweit, dass man Bergbau auf dem Meeresboden oder auf anderen Planeten als gerechtfertigt ansieht, um dem Versorgungsproblem zu begegnen. Wir meinen, dass wir auf der Erde genug Möglichkeiten haben, die Versorgung zu gewährleisten. Auch sollte man von dem Ansatz wegkommen, alles immer sofort und gleich umsetzen zu wollen... das ist schlicht unmöglich. Wir sind auf dem richtigen Weg aber bitte mit Maß und Ziel. Durch den gezielten Aufbau einer eigenen Versorgung von kritischen Metallen können wir all dem begegnen. Es ist einfach auch ein Frage des Preises und daran werden wir uns gewöhnen müssen, dass die Preise in Zukunft steigen werden. Denn nur wer mit dem Abbau eine Marge erzielt wird auch eine Mine bauen was übrigens Metallunabhängig gilt. Auch das wurde in den letzten 10 Jahren geflissentlich von den Märkten und Medien ignoriert. Nun geht es um nicht weniger als die Umgestaltung unser zukünftigen Mobilität. Das wird locker 10-20 Jahre dauern aber die richtigen Unternehmen gibt es dazu bereits heute. First Cobalt https://www.resource-capital.ch/de/unternehmen/first-cobalt-corp/#info ist eine solche unterschätzte Perle. Das Unternehmen https://www.commodity-tv.com/play/updates-cobalt-glencore-and-first-co ... hat ein Abkommen mit dem größten Rohstoffhandelskonzern der Welt Glencore geschlossen, um die erste Kobaltraffinerie in Ontario noch in 2020 wieder in Betrieb zu nehmen. Das wäre ein Riesenschritt für einen ersten Nordamerikanischen eigenen Versorgungsaufbau. Mit rund 45 Mio. $ Investitionen ist dies darstellbar und wir sehen das Unternehmen als deutlich unterbewertet an. Benchmark Minerals sieht die globale Kobaltnachfrage bis 2029 auf 300.000 Tonnen ansteigen. In 2019 haben wir bisher rund 70.000 Tonnen verbraucht. Das wäre eine Vervierfachung. Ein weiteres Unternehmen, Millennial Lithium https://www.resource-capital.ch/de/unternehmen/millennial-lithium-corp ...  könnte auch hierzu in den nächsten Jahren einen tollen Beitrag leisten. Das Unternehmen hat bereits eine Pilotanlage in Argentinien https://www.commodity-tv.com/play/millennial-lithium-pastos-grandes-pr ... aufgebaut, arbeitet mit Solarstrom und erfüllt alle Nordamerikanischen Umweltstandards für die Lithiumproduktion.

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