Gescheiterte Wirtschaftssysteme – vom Merkantilismus über Keynesianismus und Sozialismus bis hin zu unserem aktuellen desaströsen „Merkelismus“

Gastautor: Markus Ross
25.03.2020, 16:19  |  7507   |   |   

Wir steuern gerade auf eine der größten wirtschaftlichen Katastrophen unseres Landes zu – und das nicht allzu lange nachdem sich unser Land mit großen Anstrengungen wirtschaftlich vom Ersten und Zweiten Weltkrieg erholt hat. Und wieder ist die Krise ‚hausgemacht‘ – aus Ignoranz oder mit Absicht sei erst einmal dahingestellt.

Grundlage des Wohlstands eines Landes ist das Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. Bei diesen Systemen unterscheidet man primär zwischen freien und unfreien Systemen, und das sowohl auf der politischen als auch auf der wirtschaftlichen Ebene. Für den Wohlstand einer Nation ist vor allen Dingen die wirtschaftliche Freiheit entscheidend, also die Frage, ob es Privateigentum an den Produktionsmitteln und weitgehende Entscheidungsfreiheit der Unternehmer gibt (‚Freie Marktwirtschaft‘ oder ‚Kapitalismus‘ genannt) oder ob ein Zentralplanungsystem herrscht, in dem der Staat mehr oder weniger alle Entscheidungen trifft oder beeinflusst oder sogar Eigentümer der Produktionsmittel ist (Sozialismus, Kommunismus) oder ob es sich um ein in einem Zwischenstadium befindliches System handelt, wie z.B. einem überbordenden Sozial- bzw. Wohlfahrtsstaat oder einem verantwortungslosen Staat, der das Geld der Bürger mit ‚Geldsozialismus‘ zerstört.

Wenn bei der deutschen Regierung unter Angela Merkel überhaupt ein Wirtschaftskonzept vorliegen sollte, für den Fall nennen wir es mal ‚Merkelismus‘ (Merkel-Sozialismus), dann ist es eines, das auf falschen Annahmen anderer Wirtschaftstheorien beruht, von daher zum Scheitern verurteilt ist und dem Land weiter großen Schaden zufügen wird. 

Ich möchte die Schwachstellen des ‚Merkelismus‘ und seine Nähe zum Merkantilismus und Keynesianismus anhand der vier in den letzten Jahrhunderten prägenden Wirtschaftssysteme und der zugrundeliegenden Ideologien erläutern.

1.    Merkantilismus

Der Merkantilismus (16. – 18. Jahrhundert) ist das Wirtschaftssystem des Absolutismus, der im Spätmittelalter ab dem 15. Jahrhundert das zersplitterte feudale System ersetzte und darüber auch schrittweise zur Entwicklung der Nationalstaaten in Europa führte. An der Spitze stand der absolute Herrscher, der seine Macht auf das Heer und die Administration stützte, alles finanziert durch Steuern und Abgaben. Die Wirtschaft stand in Diensten des Staates und diente dessen Finanzierung und Machterhalt. Der Staat bestimmte, was Recht ist und bürgerliche Freiheiten gelten als gefährlich.

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