Pressemeldung: DJE: Marktkommentar März 2020
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Pressemeldung DJE: Marktkommentar März 2020

Gastautor: Asset Standard
09.04.2020, 10:05  |  356   |   |   

Umfangreiche Rettungspakete und geldpolitische Maßnahmen in den USA und Europa halfen, die Märkte auf niedrigem Niveau zu stabilisieren.

o3.04.2020 - Die bereits im Februar begonnene Marktkorrektur setzte sich im März als heftiger Kurseinbruch an den Aktienmärkten fort. Auslöser war die Furcht vor einer globalen Rezession aufgrund der immer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus. Umfangreiche Rettungspakete und geldpolitische Maßnahmen in den USA und Europa halfen, die Märkte auf niedrigem Niveau zu stabilisieren.

Im März brachen die internationalen Aktienmärkte massiv ein. Der deutsche Aktienindex DAX verlor -16,44%, der breite europäische Index Stoxx Europe 600 brach um -14,80% ein. In den USA büßte der S&P-500-Index um -12,27% ein, und in Asien verlor der Hang-Seng-Index -8,92%. Der weltweite Aktienindex MSCI World notierte um -13.37% leichter – alle Angaben auf Euro-Basis.

Auslöser war die Furcht vor einer weltweiten Rezession aufgrund der sich zuerst in Asien, dann in Europa und schließlich auch in Nord- und Südamerika ausbreitenden Corona-Pandemie. Die Geschwindigkeit und Wucht des Ausverkaufs waren außerordentlich: So erlebte der S&P 500 den schwächsten Monat seit 2008, und der Volatilitätsindex VIX, der die Schwankungen des US-amerikanischen Aktienmarkt misst, erreichte den höchsten Wert seit seiner ersten Berechnung 1993.

Im März verordneten viele Länder in Europa sowie die USA teils landesweite, teils regionale Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Um die konjunkturellen Auswirkungen dieser Maßnahmen zu mildern und die Aktienmärkte zu stabilisieren, verabschiedeten die Regierungen in Europa und den USA schnell umfangreiche Hilfsmaßnahmen.

Die deutsche Regierung stellte ein Rettungspaket in Höhe von 750 Mrd. Euro zusammen, u.a. um Unternehmen und Selbstständige zu unterstützen. Zudem setzte sie die Schuldenbremse außer Kraft und kündigte für das laufende Jahr zusätzliche 120 Mrd. Euro an neuen Staatsausgaben an. Die Europäische Zentralbank beschloss ein Kaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen ebenfalls in Höhe von 750 Mrd. Euro und kündigte an, von nun an notfalls auch mehr als ein Drittel der ausstehenden Staatsanleihen eines Eurolandes aufzukaufen. Die zwischenzeitlich diskutierten Pläne von Eurobonds zur Bekämpfung der Coronakrise scheiterten vorerst am Widerstand Deutschlands und der Niederlande.

Die USA schnürten mit 2.000 Mrd. US-Dollar das bislang größte Hilfspaket in der Geschichte des Landes. Die US-Notenbank senkte die Leitzinsen im März in zwei schnellen Schritten um 150 Basispunkte auf die aktuelle Spanne von 0,0% bis 0,25% und kündigte ebenfalls an, US-amerikanische Staats- und Unternehmensanleihen aufzukaufen. Dafür plante sie zunächst 700 Mrd. US-Dollar ein, kündigte jedoch an, die Käufe so lange fortzusetzen, bis sich die Kapitalmärkte wieder stabilisieren würden. Die Bank von Japan verlautbarte, ihre ETF-Käufe auf ein Volumen von jährlich 112 Mrd. US-Dollar zu verdoppeln.

Diese umfangreichen Rettungspakete konnten den freien Fall der Aktienmärkte in der zweiten Monatshälfte stoppen und auf niedrigem Niveau und bei weiterhin starken Schwankungen stabilisieren. Zugleich verursachten diese sehr expansiven Maßnahmen eine hohe Volatilität an den großen Rentenmärkten und setzen sie vor allem in Europa unter Druck. Die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen stieg von -0,61% auf -0,46%, erreichte zwischenzeitlich aber ein Rekordtief von -0,75%. Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries ging von 1,15% auf 0,70% zurück, schwankte jedoch im Monatsverlauf zwischen einem Rekordtief von 0,30% und einem unvermittelten Sprung auf 1,10%.

Der Ölpreis halbierte sich von 51 auf 25 US-Dollar pro Barrel, einerseits aufgrund der nachlassenden Nachfrage, anderseits aber auch, weil sich Russland und die OPEC nicht auf Förderkürzungen einigen konnten. Gold dagegen profitierte. Der Preis für die Feinunze stieg von 1.587 auf 1.612 US-Dollar.

Die konjunkturellen Frühindikatoren brachen ein bzw. entwickelten sich sehr schwach: Der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex fiel von 96,0 auf 86,1 Punkte und erreicht damit das Niveau der Finanzkrise von 2008. Ebenso brach das Vertrauen der US-Verbraucher von 101,0 auf 89,1 Punkte ein. Die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie gaben in Deutschland, im Euroraum und in den USA weiter nach. Noch deutlicher gingen die Zahlen für den Dienstleistungssektor zurück.

In China dagegen verbesserte sich die Lage im März. Zum einen sank die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf ein niedriges Niveau, zum anderen erholten sich die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und für Dienstleistungen und sprangen mit 52,0 bzw. 52,3 wieder auf über die wichtige Marke von 50 Punkten und deuten damit zumindest auf eine Verbesserung im Vergleich zum Vormonat.


Hinweis: Alle veröffentlichten Angaben dienen ausschließlich Ihrer Information und stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Langfristige Erfahrungen und Auszeichnungen garantieren keinen Anlageerfolg. Wertpapiere unterliegen marktbedingten Kursschwankungen, die möglicherweise nicht durch das aktive Management des Vermögensverwalters oder des Anlageberaters ausgeglichen werden können. Diese Information kann ein Beratungsgespräch nicht ersetzen. Alle Angaben sind mit Sorgfalt und nach bestem Wissen entsprechend dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung gemacht worden. Trotz aller Sorgfalt können sich die Daten inzwischen verändert haben. Weitere Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie auf der Webseite www.dje.de. Der Verkaufsprospekt und weitere Informationen sind in deutscher Sprache kostenlos bei der DJE Investment S.A. oder unter www.dje.de erhältlich. Verwaltungsgesellschaft der Fonds ist die DJE Investment S.A. Vertriebsstelle ist die DJE Kapital AG.




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