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Nach der Goldrallye Gold läuft US-Dollar weiter den Rang ab – Zentralbanken schichten um

07.09.2020, 15:25  |  22987   |   |   

Der Goldpreis ist in diesem Jahr spektakulär gestiegen und erreichte im August 2020 den Rekordstand von 2.089 US-Dollar je Feinunze. Seit Dezember 2015 hat sich der Preis fast verdoppelt – wer hätte das gedacht? Rainer Kromarek hat Stimmen zu dieser Goldrallye im Smart Investor eingefangen.

Der Volkswirt Folker Hellmeyer von SOLVECON INVEST und Herausgeber des Forex-Reports auf wallstreet:online erklärt, warum Gold im Coronavirus-Jahr 2020 diesen Höhenflug erlebt.

Wir haben heute das niedrigste Zinsniveau aller Zeiten. Der Zins ist niedriger als in der Krise 2008/09, die viel gefährlicher war als COVID-19. Dieses Zinsniveau wird dauerhaft so bleiben.

Hellmeyer arbeitet zwei Unterschiede zu den Jahren 2010 und 2011 heraus, als Gold auf ein Rekordhoch von über 1.900 US-Dollar gestiegen war, dieses dann aber nicht halten konnte. Damals bestanden Hoffnungen auf eine Zinsnormalisierung – und Konkurrenz des US-Dollar als sicheren Hafen.

Hellmeyer: „Die USA haben durch ihren Wirtschaftskrieg gegen den Rest der Welt den Status des US-Dollar untergraben, der Hegemon unserer Welt hat seine Glaubwürdigkeit verspielt.“ Er sieht denn auch die USA als „das größte Risiko für die Weltwirtschaft“. Die Folge: ein schwacher Dollar und Stärke beim Gold, einer „Währung ohne Fehl und Tadel“.

Es sind nicht nur der Nullzins-Anlagenotstand und die Erosion des Greenback, die zu einer verstärkten Nachfrage nach Edelmetallen führen. „Smarte Zentralbanken“ – genannt werden Russland und China – reduzieren seit Jahren ihre Dollarbestände und schichten in Gold um. Das ganze Klima hat gedreht. Waren es noch bis vor Kurzem die sattsam bekannten Trader an der Futuresbörse COMEX, die den Preis bestimmten, ist es heute mehr die Nachfrage nach dem physischen Metall, die „eine größere Preisdeterminierungsmacht“ hat.



Selbst amerikanische Großbanken – nicht gerade als Freunde des Edelmetalls bekannt – erwarten deshalb, dass die Goldrallye weitergeht. Goldman Sachs sieht den Preis auf Sicht der kommenden sechs bis zwölf Monate bei 2.300 US-Dollar je Feinunze, die Bank of America gar bei 3.000 US-Dollar. Sogar diese Banken haben erkannt, dass diese Goldhausse keine Eintagsfliege ist.

„Kaufpanik“ bei Minenaktien

Die Aktien von auf Gold und Silber spezialisierten Minenunternehmen nahmen diese positive Entwicklung bei den Edelmetallpreisen vorweg und verbuchten bereits im Juli zum Teil exorbitante Kursgewinne. Seit August sind sie eher im Korrekturmodus. Der Aktienkurs einiger Explorationsunternehmen schoss fast senkrecht nach oben, denn deren Gold im Boden gewinnt mit einem steigenden Goldpreis enorm an Wert – und auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand findet, der eine Mine baut, nimmt zu. Konservative Werte aus diesem Sektor hatten es schwer, hier mitzuhalten.

VanEck Junior Gold Miners ETF A $ a

Der VanEck Junior Gold Miners ETF (GDXJ) ist hier so etwas wie eine Benchmark. Es ist verdammt schwer, ihn mit einem eigenen Portfolio von Edelmetallaktien zu schlagen. Mit defensiven Werten (Royalty & Streaming) hat man in einer starken Hausse kaum eine Chance. Nimmt man spekulative Explorer, braucht man ein Dutzend davon, um die Einzeltitelrisiken auszugleichen.

Autor: Rainer Kromarek


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