Nächster Corona-Impfstoff: Jetzt mischt auch Bayer kräftig mit!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
10.01.2021, 11:04  |  2099   |   |   

Ich glaube, es gibt wohl kaum ein Thema, welches die Bürger im Moment mehr beschäftigt. Die Rede ist natürlich von den neuen Corona-Impfstoffen. Hier wird die aktuelle Entwicklung nämlich mit großem Interesse verfolgt. Denn um genügend Menschen gegen das Coronavirus zu immunisieren, sind große Mengen an Impfdosen nötig. Doch bislang sind in der EU nur zwei Corona-Impfstoffe zugelassen. Und zwar das Mittel vom Mainzer Unternehmen Biontech (WKN: A2PSR2) und seines US-Partners Pfizer (WKN: 852009) sowie der Impfstoff der US-Firma Moderna (WKN: A2N9D9).

Doch viele weitere Unternehmen befinden sich mit ihren Impfstoffkandidaten bereits in der abschließenden Phase-III-Studie. Unter anderem auch die Tübinger Firma Curevac (WKN: A2P71U), welche mit ihrem mRNA-basierten Impfstoff am 14.12.2020 mit dieser letzten Phase in Europa und Lateinamerika begonnen hat. Mit ersten Ergebnissen ist hier allerdings erst in den kommenden Monaten zu rechnen.

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Aber es gibt trotzdem interessante Neuigkeiten zu berichten. Denn bei der weiteren Impfstoffentwicklung will Curevac mit dem DAX-Schwergewicht Bayer (WKN: BAY001) kooperieren. Damit kann also auch Bayer in den hart umkämpften Markt der Corona-Impfstoffe mit einsteigen. Grund genug, uns hier einmal etwas näher zu informieren.

Was steckt hinter der Kooperation?

Curevac hat sich durchaus ehrgeizige Ziele gesetzt. Obwohl man noch nicht einmal eine Zulassung hat, will man allein dieses Jahr noch 300 Mio. Impfdosen produzieren. Und im nächsten Jahr sollen es schon bis zu 600 Mio. sein. Um dies alles auch in die Tat umsetzen zu können, hat man sich mit Bayer einen starken Partner mit ins Boot geholt. Gemeinsam will man jetzt den neuen Corona-Impfstoff zur Zulassung bringen und dann weltweit vertreiben. Doch vorerst will man sich auf Europa fokussieren und zunächst keinen Zulassungsantrag in den USA stellen.

Für Bayer als Pharmakonzern ist dies auf jeden Fall eine Premiere, denn ein Impfstoff gehörte bis jetzt noch nicht zum Produktportfolio des Unternehmens. Was sieht der Kooperations- und Servicevertrag nun im Einzelnen vor? Bayer wird Curevac bei klinischen Studien und regulatorischen Fragen unterstützen. Weiterhin soll Bayer beim späteren Vertrieb helfen und die Lieferketten im Blick haben.

Die Kooperation von Curevac und Bayer könnte auch der Bundesregierung äußerst gelegen kommen. Denn sie könnte möglicherweise als zweites Standbein fungieren, um bis zum Sommer allen Bundesbürgern, die dazu bereit sind, eine Impfung zu ermöglichen. Durch die Allianz der beiden Unternehmen sollte es nämlich in einigen Monaten möglich werden, die derzeit noch knappen Impfkapazitäten deutlich zu erhöhen.

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