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Vom Besten lernen So investiert Warren Buffett: Aktuelles Portfolio und allgemeine Anlagegrundsätze

24.03.2021, 09:25  |  23565   |   |   

Der gerne als „Orakel aus Omaha“ betitelte Unternehmer ist legendär: Warren Buffet gilt vielen Anlegern als Vorbild. Wer es ihm nachmachen möchte: So investiert der Milliardär.

Wenn Warren Buffett sein Portfolio umschichtet, ist dies immer ein wichtiges Signal für die Finanzwelt. Denn der bisherige Erfolg gibt dem mittlerweile 90-jährigen Großinvestor recht – seine Anlagestrategie und sein Gespür für den Markt haben ihn zum Milliardär gemacht. Jedes Quartal also zeigt sein Unternehmen Berkshire Hathaway im Formular „13F“ die Aktienpositionen des Vorquartals.

Telekommunikation und Öl – darauf setzt Buffett aktuell

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Wie für Buffetts Portfolio im vierten Quartal 2020 Mitte Februar dieses Jahres vermeldet wurde, setzt der Starinvestor derzeit offensichtlich auf den Mobilfunkkonzerne Verizon (WKN: 868402) und stockte auch seine Anteile an T-Mobile US (WKN: A1T7LU) auf. Damit holt sich Buffett verstärkt den Trend hin zum Übertragungsstandard 5G ins Depot. Zudem gilt die Telekommunikationsbranche aufgrund des sich verändernden Kommunikationsverhaltens als interessanter Wachstumsmarkt. Von Verizon etwa kaufte Buffett rund 147 Millionen Aktien, damit wird der Wert zur Top-6-Position in seinem Portfolio.

Ein anderes Engagement mutet zunächst überraschend an: In Zeiten, in denen alle Welt von Klimaschutz und Nachhaltigkeit redet, besinnt sich Buffett mit Chevron (WKN: 852552) auf die US-Öl-Industrie. Der Trade umfasste etwa 49 Millionen Aktien von dem Energieunternehmen. Zwar mussten große Öl-Konzerne wie Exxon, BP oder eben Chevron im Pandemie-Jahr große Verluste einstreichen – man denke an den Ölpreis-Schock Anfang 2020 –, mittlerweile zeichnet sich allerdings eine Konjunkturerholung ab, nicht zuletzt aufgrund des Öl-Hungers in China. Ob der Ölmarkt oder die Rohstoffmärkte jetzt vor dem großen Comeback stehen, wie von Analysten teilweise prognostiziert wird, muss abgewartet werden. Buffett jedenfalls hätte sich rechtzeitig für die Rallye gewappnet.

Verkäufe bei Bankaktien – und Apple

Auf der anderen Seite verkleinerte der Starinvestor seine Positionen bei Werten aus dem Bankensektor. Drastisch abgebaut wurden die Anteile an Wells Fargo (WKN: 857949), JP Morgan Chase (WKN: 850628), PNC Financial Service Group (WKN: 867679) und die M&T Bank (WKN: 863582) flogen ganz aus dem Portfolio.

Etwas Federn lassen musste auch seine größte Position: Apple. Der Tech-Gigant dominiert mit einem Wert von rund 120 Milliarden Dollar zwar weiterhin das Depot als größter Einzelwert. Dass jetzt sechs Prozent abgegeben wurden, dürfte nicht zuletzt aus Gründen der Risikostreuung erfolgt sein: Mit dem Verkauf wurde schlicht die Gewichtung im Depot etwas zurückgenommen.

Buffett ist Value-Investor und handelt langfristig und wertorientiert

Zugegeben: Aktien in diesen Größenordnungen zu kaufen – das ist tatsächlich finanzstarken Profis vorbehalten, die damit eine Marktmacht darstellen. Doch Warren Buffett hinterlässt der Anlegerschaft noch mehr als Einblicke in sein Depot. Der Unternehmer gilt nämlich als einer der berühmtesten (und erfolgreichsten) Value-Investoren. Was steckt hinter dieser Value-Strategie und wie können Privatanleger davon profitieren? Der Grundgedanke ist im Prinzip sehr simpel: Beim Value-Investing betrachtet man Aktien nicht als kurzfristige Spekulationen, sondern tatsächlich als Anteil an einem Unternehmen, an dessen langfristigem Erfolg der Anteilsinhaber beteiligt wird.

Was zeichnet ein Value-Unternehmen aus?

Damit das Investment langfristig ertragreich sein kann, müssen die in Frage kommenden Unternehmen folgende Eigenschaften aufweisen: es muss wirtschaftlich gesund sein, die jeweilige Wettbewerbsposition muss auch in der Zukunft attraktiv sein und die Unternehmensführung muss so verantwortlich handeln, wie es der Eigentümer selbst täte. Kann die Aktie eines solchermaßen charakterisierten Unternehmens dann noch günstig gekauft werden: Glückwunsch, das wäre ein Investment ganz in Buffetts Sinne.

Gehypte reddit-Aktien, Stichwort: Gamestop, oder schwer durchschaubare Betrugsfirmen wie Wirecard, um diesen epochalen Börsenskandal zu nennen, – mit dem Buffett-Ansatz schließen sich solche Investments vorn vorneherein aus. Denn: „Wenn Du Dir nicht vorstellen kannst, eine Aktie für zehn Jahre zu halten, dann kaufe sie nicht einmal für zehn Minuten“ – so ein bekanntes Zitat des Altmeisters, der für seine unzähligen Börsenweisheiten und Bonmots bekannt ist.

Autorin: KS, Redaktion Fondsdiscount.de


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