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Aktien Frankfurt: Dax schwächelt leicht nach Rekordhoch am Vortag
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Dax schwächelt leicht nach Rekordhoch am Vortag

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
07.04.2021, 14:42  |  304   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt halten sich die Anleger nach dem Rekordlauf am Vortag zurück. Frische Impulse lassen aktuell auf sich warten. An diesem Mittwochabend, nach dem europäischen Börsenschluss, steht das Protokoll der US-Notenbank-Sitzung von Mitte März im Blick.

Am Nachmittag, vor einem verhalten erwarteten US-Börsenstart, gab der Leitindex Dax 0,23 Prozent auf 15 177,58 Punkte ab. Der MDax der mittelgroßen Werte hielt sich mit 0,10 Prozent im Plus auf 32 496,41 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank zugleich um 0,39 Prozent.

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Das Protokoll des Offenmarktausschusses der Fed könnte nach den Worten des Marktexperten Andreas Lipkow von Comdirect "weitere Prognosen für den Renditeverlauf" der US-Staatsanleihen ermöglichen. Börsianer hoffen außerdem auf mehr Erkenntnisse zur Geldpolitik, da die recht lockeren Signale der Notenbanker im Kontrast zur guten Konjunkturaussicht stehen.

Die Grundstimmung unter den Anlegern dürfte in jedem Fall aber insgesamt weiter positiv bleiben, erwartet Axi-Analyst Milan Cutkovic und rechnet bald mit einer Fortsetzung der Rekordläufe dies- und jenseits des Atlantiks. "Die Anleger sind angesichts der rosigen Prognosen für die wirtschaftliche Zukunft auch bereit, die schleppende Impfkampagne in den Ländern der Europäischen Union, inklusive Deutschland, vorübergehend zu ignorieren", schrieb er. Am Vortag war der Dax dank starker US-Wirtschaftsdaten erstmals über die Marke von 15 300 Punkten geklettert und auch der Nebenwerte-Index SDax hatte ein Rekordhoch erklommen.

Unter den Einzelwerten im Dax waren am Mittwoch defensive Werte - also solche, die weniger unter konjunkturellen Schwankungen leiden - stärker gefragt als zyklische, die stark wirtschaftsabhängig sind. So legten Deutsche Wohnen als Favorit um 1,4 Prozent zu und die Papiere der Konkurrentin Vonovia stiegen um 0,8 Prozent. Zu den Schlusslichtern zählten die Anteilsscheine des Chipherstellers Infineon mit minus 1,5 Prozent. Die Vorzugsaktien von Volkswagen gaben um 2,0 Prozent nach.

Sonst standen vor allem Werte aus der zweiten Reihe im Blick. Shop Apotheke und Grenke veröffentlichten erste Zahlen. Der Online-Arzneimittelhändler startete mit deutlichen Zuwächsen ins neue Jahr und auch die Zahl der aktiven Kunden erhöhte sich in den ersten drei Monaten. Die Jahresziele wurden bestätigt. Die Anleger begeisterten sich indes nicht mehr, denn die Erwartungen sind bereits recht hoch. Die Aktie, die noch Mitte Februar in Rekordhöhen vorgedrungen und dann wieder etwas abgesackt war, legte im MDax um moderate 0,2 Prozent zu.

Um 3,7 Prozent abwärts ging es dagegen im Nebenwerte-Index SDax für das Papier von Grenke. Der wegen seiner Bilanzierung in der Kritik stehende IT-Leasingspezialist verbuchte im ersten Quartal deutlich weniger Neugeschäft als im Vorjahr. Die Marge, gemessen am Deckungsbeitrag, stieg indes wegen der Fokussierung auf das profitable Small-Ticket-Geschäft im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Schlusslicht waren Verbio, die zuletzt - ohne offenkundige Nachrichten - um 10,5 Prozent absackten.

Qiagen zogen ebenfalls Aufmerksamkeit auf sich und legten um 1,0 Prozent zu. Das Diagnostik-Unternehmen ergänzt sein Covid-19-Portfolio. Ein neues ultraschnelles Kit ermögliche die gleichzeitige Analyse von mehr als 6000 Proben in Sequenziergeräten mit sehr hohem Durchsatz, hieß es vom Unternehmen.

Thema am Markt waren zudem Pläne des Labordienstleisters Synlab über einen Gang an die Frankfurter Börse. Die Notierung im Prime Standard dürfte im zweiten Quartal erfolgen. Der genaue Termin sei vom Marktumfeld abhängig, hieß es. Mit dem Börsengang strebt Synlab einen Bruttoerlös von 400 Millionen Euro an und will damit unter anderem Schulden abbauen.

Starke Konjunkturdaten aus der Eurozone gaben dem Euro zeitweise Auftrieb. Am Nachmittag kam die Gemeinschaftswährung etwas zurück und kostete 1,1882 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1812 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,35 Prozent am Vortag auf minus 0,38 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 145,08 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,08 Prozent auf 171,82 Punkte zu./ck/fba

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---


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