checkAd

Das neue Gold? Omikron zerstört die Illusion vom sicheren Hafen Bitcoin

Als in der vergangenen Woche ein neues Corona-Gespenst an den Börsen umging und die Kurse purzelten, erging es den Kryptowährungen nicht viel besser. Ist der Bitcoin als sicherer Hafen nur ein Mythos?

Der "Black Friday" hat nicht nur viele Aktieninvestoren kalt erwischt. Auch Kryptowährungen gerieten unter die Räder. Bitcoin minus zehn Prozent, Ether minus zwölf Prozent, Binance Coin (BNB) in der Spitze sogar minus 14 Prozent.

"Bei vielen Investoren wurden ganz offensichtlich Erinnerungen ausgelöst, an den Corona-Allescrash aus dem Frühjahr 2020. In derartigen Phasen wird die Rationalität über Bord geworfen und erst einmal alles verkauft", erklärt Krypto-Analyst Markus Miller, Gründer und Geschäftsführer von geopolitical.biz.

Craig Erlam, leitender Marktanalyst beim Finanzdienstleister Oanda, schreibt dazu in seiner Einschätzung: "In Zeiten wie diesen bekommen wir ein echtes Gefühl dafür, was Anleger als echte, zuverlässige sichere Häfen betrachten." Der Ruf des Bitcoin als sicherer Hafen habe dadurch einen "tödlichen Schlag" erlitten. Es sei das Ende eines Mythos "das im Laufe der Jahre aufgetaucht ist, obwohl es keinerlei Beweise dafür gibt."

Auch Krypto-Experte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research hält den häufig beschworenen Vergleich des Bitcoins mit Gold für überholt. "Meiner Meinung nach halte ich es ohnehin für sehr gewagt den Bitcoin als sicheren Hafen in turbulenten Marktphasen anzusehen und damit den Vergleich zum Edelmetall Gold zu ziehen", so Emden gegenüber wallstreet:online. "Vielmehr wird der Bitcoin als sogenannter 'store of value' respektive Wertspeicher als ein langfristiges Investmentvehikel angesehen."

Dass viele Kryptowährungen bei Korrekturen an der Börse ebenfalls abstürzen, ist für Emden kein Zufall. "Da Kryptowährungen im Allgemeinen als hochriskante Anlageklasse fungieren, nehmen Anleger in unsicheren Zeiten Reißaus, ähnlich wie an den Aktienmärkten. Das Narrativ des 'sicheren Hafens' ist vielmehr ein Mythos."

Analyst Markus Miller betont, dass die jüngsten Krypto-Rücksetzer auch einen entscheidenden Vorteil haben könnten. "Die spekulativen und zittrigen Hände wurden wieder einmal aus den Märkten gespült, was positiv wirken wird", glaubt Miller. Viele der Panikverkäufe während des Corona-Crashs im März 2020 hätten sich später als "schwere Fehler" herausgestellt. An den positiven Aussichten für Bitcoin, Ethereum & Co. habe sich nichts verändert.

Autor: Julian Schick, wallstreet:online Zentralredaktion

Abonnieren Sie hier das wallstreet:online Krypto-Journal! Wir liefern News und Analysen aus der Welt der Kryptowährungen und Digitalen Assets. Ob Bitcoin, Dogecoin, digitale Aktien und Anleihen oder NFTs: Wir informieren Sie tagesaktuell zu allen Trends in den Krypto-Märkten.

 



Wertpapier



2 Kommentare
01.12.2021, 15:09  |  11102   |   |   

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

Avatar
05.12.21 21:42:06
Zitat von ibexCH: Das sollte doch spätestens seit dem Coronacrash 2020 klar sein. Wenn es einen Börsencrash gibt, gibt es mit grösster Wahrscheinlichkeit auch einen Kryptocrash. Zudem war damals auch Gold nicht unbedingt ein sicherer Hafen, da es auch von ca. $1650 auf ca. $1450 runterging.


Wenn du Sicherheit sucht schau mal nach dem Sicherheitsdienst München 😁
Avatar
04.12.21 00:29:16
Das sollte doch spätestens seit dem Coronacrash 2020 klar sein. Wenn es einen Börsencrash gibt, gibt es mit grösster Wahrscheinlichkeit auch einen Kryptocrash. Zudem war damals auch Gold nicht unbedingt ein sicherer Hafen, da es auch von ca. $1650 auf ca. $1450 runterging.

Disclaimer

Das neue Gold? Omikron zerstört die Illusion vom sicheren Hafen Bitcoin Als in der vergangenen Woche ein neues Corona-Gespenst an den Börsen umging und die Kurse purzelten, erging es den Kryptowährungen nicht viel besser. Ist der Bitcoin als sicherer Hafen nur ein Mythos?

Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel