Handel zieht an
Goldman Sachs übertrifft Erwartungen trotz schwacher M&A-Einnahmen
Der Investmentbanken-Riese Goldman Sachs hat zwar den Gewinn verdreifachen können. In einem wichtigen Bereich blieben die Goldmänner aber hinter ihrem Erzrivalen JPMorgan zurück.
- Goldman Sachs verdreifacht Gewinn auf 3,04 Mrd. USD, Einnahmen bei 12,7 Mrd. USD.
- Starke Leistung in Handel, aber schwächer bei Gebühreneinnahmen für Fusionen.
- Asset- und Wealth-Management als Wachstumsmotor, Aktien auf Allzeithoch.
- Report: Goldpreis nicht zu stoppen

Goldman Sachs, die weltweit führende Kraft im Investmentbanking und Handel, hat im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von seiner starken Handelssparte, wobei Goldman gleichzeitig allerdings bei den Gebühreneinnahmen für die Anbahnung von Fusionen und Übernahmen unerwartet hinter den Konkurrenten JPMorgan zurückgefallen ist.
Der Nettogewinn des Unternehmens belief sich auf 3,04 Milliarden US-Dollar, was fast das Dreifache des Vorjahres darstellt, die Einnahmen betrugen 12,7 Milliarden US-Dollar. Besonders hervorzuheben ist die starke Leistung der Handelsabteilungen für festverzinsliche Wertpapiere und Aktien, die jeweils Einnahmen von 3,18 Milliarden US-Dollar bzw. 3,17 Milliarden US-Dollar erzielten.
Während die Investmentbanking-Einnahmen von 1,73 Milliarden US-Dollar leicht unter den Analystenerwartungen von 1,8 Milliarden US-Dollar lagen, zeigten die Bereiche Asset- und Wealth-Management mit Einnahmen von 3,88 Milliarden US-Dollar, einem Anstieg von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr, eine starke Verbesserung. Dies steht im Einklang mit der Strategie des CEO David Solomon, diese Bereiche als Wachstumsmotor für die Bank zu nutzen.
Die Aktien von Goldman Sachs haben seit Jahresbeginn knapp 24 Prozent gewonnen und schlossen am Freitag mit 479,88 US-Dollar auf einem Allzeithoch. Die Erwartungen an Goldman waren im Vorfeld der Zahlen sehr hoch. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Goldman von den sechs größten US-Banken am stärksten auf das Investmentbanking und den Handel angewiesen ist, um Einnahmen zu erzielen.









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Trotz starker Zahlen bleibt das Umfeld für M&A-Aktivitäten herausfordernd, aufgrund der bevorstehenden US-Wahlen und einer allgemeinen Verlangsamung in diesem Sektor. Für Goldman bleibt der Sektor aber sehr wichtig, da sich das Unternehmen aufgrund des Misserfolgs im Privatkundenbankgeschäft darauf konzentriert, sein Investitionsbank- und Geldverwaltungsgeschäft auszubauen.
Am Freitag haben die Rivalen JPMorgan Chase und Citigroup dank steigender Gebühren im Investmentbanking und besser als erwartet ausgefallener Ergebnisse im Aktienhandel die Erwartungen übertroffen. Bank of America und Morgan Stanley legen am Dienstag ihre Ergebnisse vor.
Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion

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