Schon wieder fallende Kurse

27897 Aufrufe 27897 0 Kommentare 0 Kommentare

Zu früh gefreut: AMD enttäuscht Anleger erneut – Aktie bricht ein!

Im regulären Handel hatten sich Anleger mit einem Plus von 4 Prozent in der Aktie von AMD noch auf gute Zahlen eingestellt. Doch daraus wurde nichts.

Für Sie zusammengefasst
  • AMD enttäuscht Anleger trotz Umsatzsteigerung von 17,6%
  • KI-Hoffnungen nach schwachen Quartalen nicht erfüllt
  • Gewinnprognosen nur erreicht, Aktie verliert nachbörslich
  • Report: Goldpreis nicht zu stoppen
Schon wieder fallende Kurse - Zu früh gefreut: AMD enttäuscht Anleger erneut – Aktie bricht ein!

Mit einem Plus von knapp 13 Prozent seit dem Jahreswechsel hinkte die Aktie von Halbleiterhersteller AMD trotz der am Dienstag erzielten Kursgewinne sowohl dem US-Gesamtmarktindex S&P 500 als auch Branchenprimus Nvidia deutlich hinterher.

Die mit dem Unternehmen verbundenen KI-Hoffnungen haben sich nach drei enttäuschend verlaufenen Quartalen in diesem Jahr bislang nicht erfüllt. Zwar entwickelte sich das Datencenter-Geschäft dank hoher Nachfrage auch von AMDs KI-Beschleunigern gut, umso schwächer jedoch verliefen jedoch die Entwicklungen in anderen Geschäftsbereichen.

Anzeige 
Handeln Sie Ihre Einschätzung zu Nvidia Corporation!
Long
124,32€
Basispreis
1,00
Ask
× 12,83
Hebel
Zum Produkt
Short
147,41€
Basispreis
1,06
Ask
× 12,75
Hebel
Zum Produkt
Präsentiert von

Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.


Tipp aus der Redaktion: Der KI-Markt wird nach Schätzungen von Experten bis 2032 auf ein Volumen von 1,3 Billionen US-Dollar anwachsen. Davon könnten nach dem Sensationserfolg von Nvidia vor allem Titel aus der zweiten Reihe profitieren. Welche das sind, erfahren Sie in unserem kostenlosen Spezialreport!


Gut ist nicht gut genug

Diesem Trend ist das Unternehmen im abgelaufenen Quartal erneut zum Opfer gefallen. AMD konnte mit seinen Zahlen nicht überzeugen, Anleger reagierten enttäuscht und verkauften in der US-Nachbörse kräftig.

Zwar gelang dem Konzern nach einem Umsatzanstieg um 17,6 Prozent auf 6,82 Milliarden US-Dollar das Schlagen der Analystenerwartungen, die vorab auf einen um 110 Millionen US-Dollar geringeren Erlös getippt hatten.

Dafür aber patzte AMD beim Gewinn, denn hier sind die Schätzungen mit 0,92 US-Dollar pro Anteilsschein "nur" getroffen worden. Damit hat sich das von CEO Lisa Su geführte Unternehmen gegenüber dem Vorjahresquartal zwar um 22 Cent und damit um über 30 Prozent steigern können, die hohe Bewertung der Aktie erlaubte aber keine Schwäche.

Insgesamt erzielte das Unternehmen einen bereinigten Nettogewinn in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Das entspricht gegenüber dem Stand vor 12 Monaten einem Gewinnwachstum in Höhe von 33 Prozent. Im selben Quartal des Vorjahres hatte der Nettogewinn bei 1,14 Milliarden US-Dollar gelegen.

Datencenter-Geschäft sehr stark, Gaming und Embedded schwach

Mit Blick auf die einzelnen Geschäftsbereiche wurde im Datencenter-Geschäft die erhoffte Umsatzverdopplung erreicht. Hier gelang mit 3,5 Milliarden US-Dollar ein Wachstum von 122 Prozent – in diesem Segment sind auch die mit KI-Beschleunigern erzielten Erlöse enthalten.

Die anhaltende Erholung auf dem PC-Markt bescherte dem Client-Segment ebenfalls ein Plus. Hier kletterten die Erlöse um 29 Prozent auf 1,9 Milliarden US-Dollar. Erneut mit Verlusten hatte hingegen das Gaming-Geschäft zu kämpfen, wo der Umsatz um 69 Prozent auf 462 Millionen US-Dollar fiel. Auch das Embedded-Segment verzeichnte hohe Einbußen. Hier gaben die Erlöse um 25 Prozent auf 927 Millionen US-Dollar nach.

Fantasieloser Ausblick sorgt für Enttäuschung

Für das kommende Quartal erwartet AMD einen Umsatz in Höhe von 7,5 Milliarden US-Dollar (±300 Millionen US-Dollar), was gegenüber dem Vorjahresquartal einem Anstieg von 22 Prozent entsprechen würde. Die Marktprognose lag mit 7,55 Milliarden US-Dollar allerdings leicht darüber.

Ein konkretes Gewinnziel nannte der Konzern in seiner Pressemitteilung nicht, dafür jedoch ein Margenziel: Die bereinigte Bruttomarge soll sich auf 54 Prozent belaufen – und sich damit auf dem Niveau des zurückliegenden Quartals bewegen.

Advanced Micro Devices

-8,90 %
-12,74 %
-6,70 %
-22,40 %
-47,04 %
-14,46 %
+112,51 %
+3.397,40 %
+4.125,23 %
ISIN:US0079031078WKN:863186

Aktie bricht ein, Unterstützung in Gefahr

Den Doppelschlag aus gerade so erreichten Gewinnerwartungen und einer vergleichsweise schwachen Guidance, gerade wenn man sich das Wachstum anderer Halbleiterunternehmen wie Nvidia ansieht, verzeihten Anleger der Aktie nicht.

Die verbilligte sich in der US-Nachbörse nach über 12 Millionen gehandelten Stücken (Stand: 22:10 Uhr MEZ) um knapp 7 Prozent und machte damit sämtliche in den vergangenen Handelstagen erzielten Gewinne wieder zunichte.

Haben die Abgaben am Mittwoch auch in dieser Höhe Bestand, gerät die bei etwa 155 US-Dollar verlaufende 50-Tage-Linie unter Druck. Deren Unterschreiten könnte in den kommenden Wochen angesichts der hohen Bewertung der Aktie zu noch höheren Verlusten führen.

Fazit: Für Enttäuschungen war kein Spielraum

AMD-Anleger müssen weiter auf den Zeitpunkt warten, an dem die Aktie die inzwischen gewaltige Performancelücke gegenüber Konkurrenten wie Broadcom und Nvidia schließen kann. Das starke Wachstum im Datencenter-Geschäft sind zwar gleich zwei Schritte in die richtige Richtung, die aber werden überschattet durch rückläufige Erlöse in anderen Geschäftsbereichen.

Dass allerdings auch das Wachstum im Geschäft mit KI-Beschleunigern und Serverprozessoren kein Selbstläufer wird, beweist die auch gegenüber den Analystenschätzungen zurückhaltende Umsatzprognose.

Angesichts eines für 2025 geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnisses von 30 waren die am Dienstagabend präsentierten Zahlen schlicht zu unauffällig, um einen neuen Run auf die Aktie auszulösen oder die Bewertung wenigstens verteidigen zu können.

Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

Von wegen Gebühren-Schock! Unser Halloween-Deal:Eröffnen Sie vom 28.10.2024 bis zum 10.11.2024 ein gebührenfreies Depot bei SMARTBROKER+ und handeln Sie 90 Tage ohne Ordergebühren*. So günstig war SMARTBROKER+ noch nie! Das neue Tagesgeldkonto gibt’s on top mit einem variablen Zinssatz von aktuell 3 % für Guthaben bis 100.000 Euro. Jetzt ausprobieren.
*zzgl. marktüblicher Spreads und Fremdkosten


Goldpreis nicht zu stoppen
Enormes Nachholpotenzial bei diesen 3 Aktien



wallstreetONLINE Redaktion
0 Follower
Autor folgen
Mehr anzeigen

Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema!


Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich.

Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger.


Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können.


Mehr anzeigen

Verfasst vonMax Gross

Schon wieder fallende Kurse Zu früh gefreut: AMD enttäuscht Anleger erneut – Aktie bricht ein! Im regulären Handel hatten sich Anleger mit einem Plus von 4 Prozent in der Aktie von AMD noch auf gute Zahlen eingestellt. Doch daraus wurde nichts.

Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
Werbehinweise:
Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.
Copyright © 1998-2025 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten. Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+ Daten & Kurse von TTMzero