Gold, Kupfer und Öl
Droht dem Rohstoffmarkt im Jahr 2025 ein katastrophales Chaos?
Die geopolitischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China könnten die Energie- und Rohstoffmärkte im Jahr 2025 unter Druck setzen. Dennoch sieht die niederländische Bank ING positive Aussichten für Gold.
- Geopolitische Spannungen belasten Rohstoffmärkte 2025.
- Goldpreis könnte auf 2.760 USD pro Feinunze steigen.
- Industriemetalle und Agrarprodukte bleiben volatil.
- Report: Goldpreis nicht zu stoppen

In ihrem aktuellen Ausblick warnt die Bank vor möglichen Marktverwerfungen, die durch die Handelspolitik des designierten US-Präsidenten Donald Trump ausgelöst werden könnten. Trump plant, Strafzölle auf Handelspartner zu erheben. Dies könnte Vergeltungsmaßnahmen und Unruhe auf den Märkten für Öl, Metalle und Agrarprodukte nach sich ziehen. Gleichzeitig hoffen Händler auf Konjunkturprogramme aus China, um den Konsum anzukurbeln.
"Das Potenzial für eine Eskalation der Handelsspannungen stellt ein Abwärtsrisiko dar, während die Märkte abwarten, ob und wann sich die chinesischen Stützungsmaßnahmen auf die Rohstoffmärkte auswirken", schreiben Rohstoffexperten der ING.
Laut ING wird die US-Ölproduktion unter Trump weitgehend stabil bleiben, während die weltweite Ölnachfrage durch ein starkes Angebotswachstum außerhalb der OPEC unter Druck geraten könnte. Der Brent-Rohölpreis dürfte 2025 auf durchschnittlich 71 US-Dollar pro Barrel notieren.
Neue Exportanlagen für Flüssigerdgas in den USA könnten jedoch die Inlandsnachfrage und Preise stützen. In Europa wird erwartet, dass geringere russische Gaslieferungen durch alternative Bezugsquellen ausgeglichen werden können, was bei einem normalen Winter niedrigere Erdgaspreise ermöglichen würde.
Gold hingegen könnte von geopolitischen Unsicherheiten profitieren. Die Bank prognostiziert für 2025 einen durchschnittlichen Goldpreis von 2.760 US-Dollar pro Feinunze. "Die Nachfrage nach Gold wird maßgeblich von Zentralbanken getrieben, die ihre Währungsreserven diversifizieren", erklärt ING. Zusätzlich steigern geopolitische Spannungen die Attraktivität des Edelmetalls als sicheren Hafen.
Industriemetalle und Agrarprodukte
Für Industriemetalle wie Kupfer zeigt sich ING weniger optimistisch. Der Preis für eine Tonne Kupfer könnte 2025 auf durchschnittlich 8.900 US-Dollar notieren. Handelskonflikte, Klimagesetze und eine unsichere Nachfrage aus China werden als entscheidende Faktoren genannt.
Auch bei Agrarrohstoffen zeichnen sich Herausforderungen ab. Wetterprobleme könnten die Preise für Kakao und Kaffee weiterhin volatil halten, während Getreide voraussichtlich ein zentrales Ziel möglicher Handelsstreitigkeiten bleibt.
Insgesamt zeichnet die ING ein gemischtes Bild für 2025: Während die Unsicherheiten auf den Energie- und Industriemärkten zunehmen könnten, bleibt Gold ein stabiler Anker in einem unruhigen Marktumfeld.
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Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion
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