Aktie in Schwierigkeiten?

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Siemens Energy: Das ist jetzt eine haarige Angelegenheit!

Die hohe Volatilität der vergangenen Tage hat Spuren in der Aktie von Siemens Energy hinterlassen. Die Lage ist schlechter als es auf den ersten Blick scheint.

Für Sie zusammengefasst
  • Hohe Volatilität bei Siemens Energy, Lage angespannt.
  • DeepSeek-Crash offenbart Schwächen, Trendwende droht.
  • Hohe Bewertung und technische Divergenzen warnen.
  • Report: Goldpreis nicht zu stoppen
Aktie in Schwierigkeiten? - Siemens Energy: Das ist jetzt eine haarige Angelegenheit!

Das neue Börsenjahr ist noch keinen Monat alt, da haben Anlegerinnen und Anleger von Siemens Energy – hinter dessen Aktie mit 2024 einer der spektakulärsten Turnarounds der jüngeren Börsengeschichte liegt – schon alles gesehen: Einen explosionsartigen Anstieg, einen katastrophalen Einbruch und mehrere Tage des fast vollständigen Stillstands.

Wesentlich zur Erholung nach dem durch DeepSeek ausgelösten Crash zum Wochenauftakt hat am Dienstag der Geschäftsbericht zum abgelaufenen Quartal beigetragen, da die Zahlen besser ausgefallen sind als erwartet, wenngleich der Auftragseingang etwas zurückgegangen ist.

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Der DeepSeek-Crash hat Schwächen offengelegt

Nichtsdestotrotz steht die Aktie nun in einer als "haarig" zu bezeichnenden Ausgangslage, denn einerseits ist die Bewertung nach 12 Monaten Dauerrallye enorm, während es um die technische Indikation weniger gut bestellt ist, als ein flüchtiger Blick auf den Kursverlauf suggeriert.

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Zuletzt wechselhafte Entwicklung

Angesichts einer Performance von 279 Prozent in 12 Monaten, ist überflüssig zu erwähnen, dass sich Siemens Energy in einem Aufwärtstrend befindet. Dieser beschleunigte sich im Spätsommer, nachdem die Aktie zuvor seitwärts konsolidiert hatte. In Ermangelung von Widerständen verteuerten sich die Anteile rasch. Zu einer Verlangsamung der Dynamik ist es erst bei 50 Euro gekommen.

Durch eine weitere Seitwärtskonsolidierung in den vergangenen Wochen wurde die steile Aufwärtstrendlinie zeitweise aufgegeben. Diese konnte jedoch mithilfe eines explosionsartigen Anstiegs zum Ende der vergangenen Woche wieder zurückerobert werden, ehe der DeepSeek-Crash zum erneuten Unterschreiten der Trendlinie führte.

Ohne Geschäftsbericht hätte es finster ausgesehen

Die Gegenbewegung der Aktie am Dienstag war Rettung in letzter Sekunde, denn die Aktie hatten infolge der schweren Verluste am Montag sowohl unterhalb der 50-Tage-Linie als auch dem Unterstützungsbereich bei 50 Euro geschlossen. Dieser Umstand stellte ein Verkaufssignal dar.

Mit einem Tagesschlusskurs von 51,96 Euro konnte Siemens Energy am Dienstag jedoch wieder oberhalb dieser Unterstützungen schließen, sodass die größte Abwärtsgefahr zunächst gebannt ist.

Ein Grund, sich zurückzulehnen ist das für die Käuferinnen und Käufer der Aktie jedoch nicht, denn es besteht bereits seit einigen Monaten ein Grundproblem. Zumindest auf Tageskursbasis werden neue Hochs in der Aktie nicht mehr durch entsprechende Hochs in der technischen Indikation bestätigt.

Blow-off-Top und bearishe Divergenzen sprechen für Trendwende

Sowohl der Relative-Stärke-Index (RSI) als auch der Trendstärkeindikator MACD fallen gegen den Trend der Aktie. In solchen Fällen spricht man von bearishen Divergenzen, die häufig die Vorboten von Trendwenden sind – insbesondere dann, wenn sie schon seit langer Zeit bestehen. Das ist bei Siemens Energy vor allem im RSI, seit Kurzem aber auch im MACD der Fall, auch wenn dieser oberhalb der Nulllinie notierend noch einen Aufwärtstrend der Aktie anzeigt.

Dazu kommt ein weiteres Problem: Das hohe Handelsvolumen in der vergangenen Woche spricht stark dafür, dass es sich bei der Kursexplosion um ein sogenanntes Blow-off-Top gehandelt hat. Darunter versteht man ein Hoch, dass sich aus dem Zusammenspiel von rapidem Kursanstieg und gleichzeitig raschem Volumenzuwachs ergeben hat.

Solche Blow-off-Tops sind insbesondere nach langen Aufwärtsbewegungen ein Zeichen dafür, dass ein Wertpapier überhitzt ist und unmittelbar vor einer Trendwende mit scharfem Einbruch steht.

Fazit: Gewinnmitnahmen erwägen

Ein solcher wäre auch aus fundamentaler Perspektive dringend nötig, denn die Bewertung der Aktie ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Für 2025 ist Siemens Energy laut der Daten von MarketScreener bereits mit dem 64,4-fachen seiner erwarteten Gewinne bewertet.

Für 2026 steht das 21,2-fache zu Buche – die starke Kontraktion bis nach dem kommenden Geschäftsjahr setzt jedoch eine Gewinnexplosion voraus, für die der Konzern seine Profitabilitätsprobleme in der Windsparte in den Griff bekommen müsste. Das ist jedoch keineswegs sicher, wie zuletzt die bei Œrsted berichteten Probleme gezeigt haben.

Angesichts der sich verdichtenden Anzeichen für eine technische Trendwende sowie der hohen Bewertung der Aktie tun Anlegerinnen und Anleger gut daran, Gewinnmitnahmen zu erwägen – an solchen ist bekanntlich noch niemand gestorben.

Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion


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Verfasst vonMax Gross

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