Nach DeepSeek-Crash

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ASML, Broadcom & Nvidia: Da braut sich was zusammen!

Hinter Halbleiter-Aktien liegt in den vergangenen Tagen eine Berg- und Talfahrt. So steht es jetzt aus technischer Perspektive um die Branchengrößen.

Für Sie zusammengefasst
  • Halbleiter-Aktien stark betroffen vom DeepSeek-Crash.
  • ASML und Nvidia zeigen deutliche technische Schwächen.
  • Broadcom könnte ebenfalls Verluste erleiden, Vorsicht!
  • Report: Goldpreis nicht zu stoppen
Nach DeepSeek-Crash - ASML, Broadcom & Nvidia: Da braut sich was zusammen!

Der DeepSeek-Crash hat Anlegerinnen und Anleger tief verunsichert. Die Leistungsfähigkeit des zu geringen Kosten trainierten KI-Modells stellt die Dutzende Milliarden US-Dollar schweren Investitionskosten von Unternehmen wie Meta Platforms und Microsoft, die sich am Mittwochabend mit ihren Quartalszahlen zu Wort gemeldet haben, infrage.

Das könnte insbesondere zulasten der Geschäftsentwicklung von Halbleiterunternehmen gehen, die bislang von den hohen KI-Ausgaben großer Software- und Cloudkonzerne profitiert haben. Nicht überraschend stand im Zentrum des Schocks Nvidia, das am Montag den schlimmsten Wertverlust eines börsennotierten Unternehmens in der Finanzgeschichte verzeichnete.

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Halbleiter-Aktien: Die Risse werden immer deutlicher

Zwar konnten sich die Titel in den vergangenen Tagen wieder etwas erholen – angetrieben auch von einem zufriedenstellenden Quartalsergebnis des Anlagenbauers ASML – der Crash hat jedoch nicht nur im Anlegersentiment, sondern auch in den Charts der Branchenwerte tiefe Spuren hinterlassen.

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Um ASML stand es schon vor dem DeepSeek-Crash nicht zum Besten. Die Aktie handelte seit dem vergangenen Sommer in einem Abwärtstrend. Diesem hatten die Käuferinnen und Käufer erst im Spätherbst etwas entgegenzusetzen, wodurch es zu einem Erholungstrend mit einer Breite von etwa 50 Euro gekommen ist. Begrenzt wurden Gewinne am Horizontalwiderstand bei 750 Euro.

Bei ihrer Aufholjagd wurde die Aktie durch steigende technische Indikatoren unterstützt, sowohl der Relative-Stärke-Index (RSI) als auch der Trendstärkeindikator MACD kletterten und das noch vor der Gegenbewegung der Aktie, was zu bullishen Divergenzen geführt hatte. Diese Aufwärtstrends sind durch den Einbruch zum Wochenauftakt infrage gestellt.

Der MACD droht unter die Nulllinie zu fallen und damit einen Abwärtstrend der Aktie anzuzeigen. Für einen solchen spricht, dass ASML den Unterstützungsbereich bei 700 Euro aufgegeben hat, zu dem auch die 50-Tage-Linie gehörte. Werden nun auch 650 Euro unterschritten, droht ein erneutes Anlaufen der bisherigen 52-Wochen-Tiefs bei rund 610 Euro. Die Schwäche der Aktie dürfte mittelfristig anhalten.

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Deutlich besser als beim niederländischen Anlagenbauer sieht es (noch) bei Broadcom aus. Trotz der empfindlichen Kursverluste zum Wochenauftakt notiert das Papier noch über den gleitenden Durchschnitten sowie der Aufwärtstrendlinie. Auch der MACD zeigt oberhalb der Nulllinie liegend einen Aufwärtstrend der Aktie an.

Diese könnte jedoch wackeln, denn die 50-Tage-Linie ist am Mittwoch bereits den dritten Tag in Folge getestet worden. Gleichzeitig hat die Aktie erheblich an Stärke eingebüßt, wie vor allem der RSI zeigt. Sollte das zum Unterschreiten der Unterstützung führen, wäre ein Gap-Close und ein Aufsetzen auf der Horizontalen bei 185/86 US-Dollar das wahrscheinlichste Szenario. Darunter ist Broadcom durch die Aufwärtstrendlinie sowie den GD200 gut abgesichert.

Tatsächlich könnten diese Unterstützungen in den kommenden Wochen in Anspruch genommen werden, denn die Aktie verliert rapide an Aufwärtsmomentum, wie die rasch sinkenden technischen Indikatoren zeigen. Es droht eine monatelange Hängepartie wie schon im letzten Jahr – auch weil Broadcom bereits mit dem 32,5-fachen seiner in diesem Jahr erwarteten Gewinne bewertet ist.

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Auch der Chart von Nvidia zeigt immer deutlichere Risse. Der langfristige Aufwärtstrend ist zwar noch intakt, die bei 120 US-Dollar verlaufende 200-Tage-Linie haben die Bären als äußerst wichtige Unterstützung mit ihren Verkäufen jedoch infrage gestellt. Die mittelfristige Aufwärtstrendlinie wurde bereits unterschritten, was auch für die 50-Tage-Linie gilt. Das bedeutet erste Verkaufssignale.

Ein solches liefert auch der Trendstärkeindikator MACD, der unter die Nulllinie gefallen ist und damit einen kurzfristigen Abwärtstrend der Aktie anzeigt. Auch der RSI hat deutlich nachgegeben und zeigt damit Schwäche an – umso mehr, als dass sich dieser bereits seit Monaten gegen den Trend der Aktie in einem Abwärtstrend befindet und damit für bearishe Divergenzen sorgt.

Das Kursgeschehen im Bereich von 135 bis 150 US-Dollar weist deutliche Topbildungstendenzen auf. Damit könnte der Aktie eine nachhaltige Trendwende bevorstehen. Sollte die 200-Tage-Linie daher unterschritten werden, ist mit einem Rücklauf bis mindestens 100 US-Dollar zu rechnen, aber auch danach könnten die Schwierigkeiten aufgrund der wachsenden technischen Schwäche anhalten.

Fazit: Verluste könnten anhalten, noch keine Einstiegsgelegenheit

Der DeepSeek-Crash vom Montag hat nicht nur die Börsen, sondern auch die Kurse von Halbleiterunternehmen erschüttert. Die Folgen sind deutlich, insbesondere in den Charts von ASML und Nvidia, wo es zu einer weiteren Verschlechterung des zuvor schon angeschlagenen Kursverlaufs gekommen ist. Einen noch ordentlichen Eindruck macht die Broadcom-Aktie, aber auch diese könnte vor weiteren Verlusten stehen, da sich das Aufwärtsmomentum rapide abgeschwächt hat.

Für einen Einstieg oder gar das Aufstocken von Positionen ist es in allen drei Papieren noch zu früh, insbesondere bei Nvidia könnte es mit dem Unterschreiten der 200-Tage-Linie sogar zu einem starken Verkaufssignal kommen. Wer sich in der Halbleiterbranche engagieren möchte, sollte daher anderen Werten den Vorzug geben. Vergleichsweise gut überstanden hat die Verkaufspanik zum Beispiel Qualcomm, das auch mit einer fairen Bewertung überzeugt.

Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion


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Verfasst vonMax Gross

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