DAX+0,13 % EUR/USD+0,35 % Gold+0,19 % Öl (Brent)+2,54 %
Marktüberblick: Gold bleibt gesucht
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Marktüberblick Gold bleibt gesucht

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
07.06.2017, 08:26  |  559   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt erlitt nach dem Pfingstwochenende einen Schwächeanfall. Über alle Assetklassen hinweg war eine steigende Risikoaversion auszumachen. Ursache hierfür war vor allem die zunehmende Nervosität der Marktteilnehmer im Vorfeld der am Donnerstag anstehenden Ereignisrisiken. Neben der britischen Parlamentswahl könnte dann auch die Aussage des früheren FBI-Chefs James Comey vor dem Senatsausschuss für politischen Wirbel sorgen. Ferner könnte die EZB auf ihrer Sitzung einen etwas falkenhafteren Ton anschlagen. Der DAX büßte vor diesem Hintergrund 1,03 Prozent auf 12.690 Punkte ein. MDAX und TecDAX verloren 0,96 beziehungsweise 0,52 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 20 Gewinner (18%) und 90 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 53 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 102,0 Millionen Aktien im Wert von 3,51 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,92). Die einzigen Sektoren mit Aufschlägen waren Versorger, Rohstoffwerte und Immobilienaktien. Die deutlichsten Verluste wiesen Chemiewerte, Bauwerte und Versicherungswerte auf. E.ON und RWE belegten mit Zugewinnen von 2,75 respektive 2,00 Prozent die vordersten Plätze im DAX. Lufthansa notierte dahinter 1,20 Prozent fester. Bayer verlor am Indexende 2,22 Prozent. Belastet von der Nahostkrise um Katar gaben Volkswagen und Deutsche Bank 1,89 und 1,66 Prozent nach. Das Emirat hält große Aktienpakete an beiden Unternehmen.

An der Wall Street schloss der Dow 0,22 Prozent tiefer bei 21.136 Punkten. Der Nasdaq 100 verlor 0,36 Prozent auf 5.857 Zähler. 53 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Abgaben. Aufwärtsvolumen und Abwärtsvolumen hielten sich dabei die Waage. 112 neuen 52-Wochen-Hochs standen 48 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren bis auf Energie und Rohstoffe endeten im Minus. Die deutlichsten Verluste waren bei Herstellern zyklischer Konsumwerte sowie bei Industrietiteln zu beobachten.

Am Devisenmarkt stand der US-Dollar unter Druck. Die Weltleitwährung gab gegenüber allen anderen Hauptwährungen nach. Der Dollar-Index fiel zum Ende des New Yorker Handels um 0,25 Prozent auf ein 7-Monats-Tief bei 96,55 Punkten. EUR/USD notierte 0,19 Prozent höher bei 1,1275 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fiel der als sicherer Hafen geltende Yen mit deutlicher Stärke auf, während das Pfund Sterling vor der morgen anstehenden britischen Parlamentswahl Schwäche zeigte.

Der S&P GSCI Rohstoffindex legte um 0,76 Prozent auf 374,54 Punkte zu. Brent-Öl verteuerte sich um 1,62 Prozent auf 50,27 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg um 2,1 Prozent auf 3,05 USD. Comex-Kupfer notierte 0,31 Prozent tiefer bei 2,55 USD. Gold stieg um 1,02 Prozent auf 1.296 USD (1.147 EUR) und erreichte damit den Widerstand des April-Hochs. Das Edelmetall profitierte von seiner Eigenschaft als sicherer Hafen, vom schwächeren US-Dollar sowie den gesunkenen Anleiherenditen. Silber, Platin und Palladium verzeichneten Zugewinne zwischen 0,56 und 0,77 Prozent.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,09 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen schloss ebenfalls einen Basispunkt tiefer auf einem 2-Monats-Tief bei 0,26 Prozent. Der Euro-Bund-Future kletterte im Gegenzug um 0,22 Prozent auf ein 2-Monats-Hoch bei 162,82 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sackte um vier Basispunkte auf 2,14 Prozent ab und markierte damit ein 7-Monats-Tief.

Die asiatischen Aktienmärkte boten heute früh ein gemischtes Bild. Die meisten Indizes pendelten um die Nulllinie. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,16 Prozent auf 155,08 Punkte nach. Auffällige Stärke zeigte der Shanghai Composite mit rund plus 1,1 Prozent.

Heute richtet sich der makroökonomische Blick auf die Daten zum Auftragseingang im April. Unternehmensseitig präsentiert Steinhoff International Holdings die Zahlen zum ersten Halbjahr. Adler Real Estate, Rhön-Klinikum und Jenoptik veranstalten ihre Hauptversammlungen. Das anstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Brennelementesteuer könnte bei den Versorger-Aktien für Ausschläge sorgen.

Produktidee: Standard-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE5KHS Bull Gold Basispreis: 1.250,00 USD
CE7ZS5 Bear Gold Basispreis: 1.300,00 USD

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