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Autos Künstliche Intelligenz und die Mobilitätsrevolution

15.09.2017, 16:02  |  4864   |   |   

Laut einer neuen McKinsey-Studie sind eine knappe Mehrheit der Autokäufer davon überzeugt, dass es durch künstliche Intelligenz (KI) zu grundlegenden Veränderung der Automobilbranche kommen wird. Rund 47 Prozent der Befragten hätten zudem keine Probleme ihre Familie einem selbstfahrenden Auto anzuvertrauen. Seit 2010 wurden insgesamt 51,1 Milliarden Dollar in künstliche Intelligenz und deren Anwendung im automotiven Bereich investiert.

Glaubt man den Zahlen der neuen McKinsey-Studie „SMART MOVES REQUIRED –
DER WEG ZU KÜNSTLICHER INTELLIGENZ IM MOBILITÄTSSEKTOR“, so stehen Menschen in China im Vergleich zu Europäern und US-Amerikanern künstlicher Intelligenz (KI) sehr viel aufgeschlossener gegenüber: 73 Prozent der befragten Chinesen würden ohne Zögern ein Familienmitglied in die Obhut eines autonomen Autos geben. Insgesamt stimmten dem lediglich 47 Prozent der Befragten zu. Ein überdurchschnittlich hohes Vertrauen in selbstfahrende Kraftfahrzeuge findet man auch unter jungen Menschen (64 Prozent) und Städtern (62 Prozent).

Für die Automobilbranche dürften die folgenden Zahlen der Studie interessant sein: 65 Prozent der Befragten gaben an, dass für sie KI im Auto derart wichtig sei, dass sie bereit seien hierfür die Marke zu wechseln. 46 Prozent sind zudem gewillt mehr als 4.000 US-Dollar für KI-Technologie beim Kauf ihres nächsten Autos auszugeben. 70 Prozent aller Befragten sind zudem dafür, dass vollautonomes Fahren möglichst schnell auf den Straßen erlaubt wird. Lediglich 25 Prozent glauben, die Risiken überwögen die Chancen. Die neue Technologie könnte daher in Zukunft für Automobilhersteller zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil werden.

Seit 2010 wurden fast 52 Milliarden US-Dollar im Bereich der künstlichen Intelligenz und deren Anwendung in der Automobilbranche investiert. Interessant ist dabei, dass 97 Prozent des Kapitals nicht aus dem Automobilsektor selbst kam, sondern von Private-Equity-Unternehmen und anderen Beteiligungsgesellschaften sowie großen Technikunternehmen aufgebracht wurde. Dabei hat sich das Investitionsvolumen in den letzten vier Jahren im Vergleich zu 2010 bis 2013 vervierfacht. Insgesamt arbeiten laut McKinsey über 500 Unternehmen an KI-Anwendungen für Autos.

Trotzdem sind laut der Studie klassische Automobilhersteller wie VW, Mercedes und BMW im Vergleich zu neuen Autoherstellern wie z. B. Tesla in keiner schlechten Ausgangslage. 73 Prozent der Konsumenten weltweit würden einem vollautonomen Auto eines klassischen Herstellers mehr vertrauen, als dem eines Start-Ups oder branchenfremden Unternehmens. Es bleibt also spannend, wer sich im Markt für autonome Autos behaupteten wird.

Die gesamte McKinsey-Studie können Sie hier downloaden:
https://www.mckinsey.de/files/2017_smart_moves_required_de.pdf

Zur Pressemitteilung gelangen Sie HIER

Quellen:
McKinsey: „The road to artificial intelligence in mobility—smart moves required“

 

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Kommentare

Wo ist denn das wirklich autonom fahrende Auto?

Habe noch keines gesehen.
Wenn demnächst ein Auto die tiefverschneite Landstraße
ohne Fahrer entlang fährt in die nächste Stadt, deren Straßen noch nicht geräumt sind,
dann glaube ich dran.

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