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Sasol - Kohle und Gasverflüssiger profitiert vom Ölpreis.


ISIN: ZAE000006896 | WKN: 865164 | Symbol: SAOA
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Hallo WO-Community!

Ich möchte hier mit euch über einen Wert diskutieren, der trotz glänzender Perspektiven scheinbar fast vergessen ist: Sasol (WKN:865164 / ZAE000006896).

Der südafrikanische Petrochemiekonzern arbeitet seit Jahrzehnten mit einer Technologie, welche aus Kohle Treibstoff erzeugen kann. Weiter generiert Sasol seine Gewinne aber auch aus der Chemiesparte.


Grundidee:
Meine Grundidee zu der Firma ist ziemlich einfach: da ich von extrem stark steigenden Ölpreisen für die nächsten 20 Jahre ausgehe, dürfte Sasol, die ihre Gewinne zu 66 % aus der Kohle- und Gasverflüssigung ziehen extrem profitieren. Mit jedem Dollar den der Ölpreis steigt, müssten die Gewinne wachsen. Gleichzeitig wird das Verfahren der Kohleverflüssigung vergleichsweise mit einem extrem hohen Ölpreis immer rentabler.

China, Indien aber auch die US-Army scheinen massiv interessiert, aber dazu später im Detail.

Teil 2 der Investitionsidee ist die Sicherheit. Sasol steht durch seine Mischstruktur: Treibstoffe und Chemie, was auch als Petrochemiekonzern bezeichnet wird, nicht bloß auf einem Fuß.
Weiter ist das KGV mit < 10, derzeit 9,44 extrem günstig.
Die Dividendenrendite beträgt über 3 %, Sasol ist also durchaus auch für Valueanleger interessant.

In gewisser Weise ist Sasol also ein Ölkonzern, der aber nicht vom Öl abhängt sondern Kohle nutzen kann, daher einen längeren Atem hat als die ölkonzerne, wenn das Öl weniger wird! Wenn die von mir erwartete Ölpreisexplosion der nächsten Jahre zutrifft dürften auch die Gewinne von Sasol explodieren.

Grüße
Assetpfleger
Fakten, Fakten, Fakten - die Fundamentaldaten:

KGV (2007/2008): 9,44

Gewinnwachstum (2007/2008): + 14,57 %

Dividende (2007/2008): 1,06
Dividendenrendite(2007/2008): 3,41 %

siehe auch hier: http://aktien.onvista.de/kennzahlen/fundamental.html?ID_OSI=…
Jetzt zum Kern der Sache. Warum der Ölpreis steigen sollte:

Ich habe mich seit ca. 2 Jahren intensiv mit der Dynamik des Ölpmarktes beschäftigt.
Anfangs dachte ich die Steigung der letzten Jahre sei einfach eine Art Spekulationsblase - beim Öl. Ich stieß auf WO auf Menschen, die behaupteten, dass die Ölförderung systematisch die nächsten Jahre abnehmen würde und wir auf das Ende des Özeitalters zugehen würden: Peak Oil!

Zunächst blieb ich skeptisch. Ich besorgte mir Unmengen der neuesten Literatur. Seitdem ich alles gelesen und durchdacht habe bin ich selber der Meinung, dass wir am Beginn einer extremen Ölpreisexplosion, verursacht durch einen beginnenden Abfall der Förderung stehen!!!

EIN Beleg neben vielen anderen dafür ist ganz schlicht die Entwicklung des Ölpreises der letzten 15 Jahre:


Diese Entwicklung sieht für mich klar nach einer beginnenden Exponetialfunktion aus. Selbst viele Peak Oil Theoretiker nehmen an, dass der Peak erst 2011 erreicht sei. Da frage ich mich aber, wieso dann sich der Markt derart anspannt? Der Markt spricht seine eigene Sprache. Ob er perfekt effizient ist, bezweifele ich. Allzuweit von der Realität entfernen sich Märkte allerdings dauerhaft (!) nicht. Daher wirft diese Preiswentwicklung schon Fragen auf.

Letztlich führt das zu folgender Konsequenz:
Diesen Faktor eines steigenden Ölpreises bei seiner Portfolioauswahl zu vernachlässigen wäre geradezu sträflich fahrlässig. Wer hingegen den richtigen Riecher für die Ölnachfolgetechnologien hat dürfte sich auf satte Kursgewinne freuen.

Grüße
A.
Vertiefung zum Ölpreis:

Wer sich tiefer mit den Dynamiken des Ölpreise beschäftigen will für den habe ich ein paar Literaturtipps und Links:

Links:
http://peak-oil-forum.de/ Sehr gutes deutsches Forum zu Peak Oil.
http://www.wallstreet-online.de/community/thread/1126603-1.h…
Mein eigener Ansatz: die kybernetische Sicht.
http://www.energiekrise.de/
Aspo Deutschland. Sehr wichtiger Link.
http://www.wallstreet-online.de/community/thread/1128185-1.h…
Interessante Diskussionen zum Ölpreis auf WO. Viele Infos.

Bücher:
die Autoren Campbell ( Campbell, Colin J.. et al. Ölwechsel! München. 2007.)
Heinberg (Heinberg, Richard. The Party`s Over. München 2004. Riemann.)
Leggett (Legggett, Jeremy. Peak Oil. Köln 2006. Kiepenheuer & Witsch).
Dörner, Dietrich. Die Logik des Misslingens.

Grüße
A.
Die Zukunft des Öls. Denkbare Szenarien.

Zur Veranschaulichung der Peak Oil Problematik nochmal zwei mögliche Zukunftsszenarien von mir. Diese werden übrigens von manchen Experten als zu optimistisch :eek::eek::eek: angesehen, da ich da von ausgehe, dass man Öl teilweise durch Ölsände, Biodiesel und andere Alternativen ersetzen kann:




Szenario 2: Mäßig harmonische Selbstregulation/ruppiges Einpendeln

Im Gegensatz zur extrem harmonischen Selbstregulation des Marktes, dem 1. Szenario, sind hier schon die Grundannahmen anders.
Die wesentliche Änderung der Grundannahmen ist, dass die Variablen Preis, Angebot und Nachfrage nicht ganz so eng vernetzt sind wie im ersten Szenario. Daher reagieren sie nicht so unmittelbar aufeinander wie im ersten Szenario und sind auch nicht perfekt korreliert!

Konkret heisst das, das wohl der Preis auf Angebot und Nachfrage immer sehr stark, also nahezu perfekt reagiert. Bei Nachfrageüberhang steigt er schnell, bei Ausgleich bleibt er konstant oder sinkt, bei Angebotsüberhang sinkt der Preis.
Im Gegensatz dazu sind aber Angebot und Nachfrage etwas enkoppelt.

Nachfrage: Die Nachfrage reagiert auf einen steigenden Preis mit Abschwächung, aber nicht perfekt sich regulierend. Soll heißen, wenn der Preis etwa um 20% steigt, wird nicht einfach die Nachfrage genau in dem gleichen Maß zurückgehen, so dass der Preis wieder abfällt. Vielmehr muss man eine gewisse Reaktion erwarten, die auch in ihrer Stärke in Abhängigkeit von der Stärke des Preisanstieges ausfällt.
Steigt der Preis milde, etwa von 15 auf 16,5 USD, also um 10 % wird NICHT die Nachfrage gleich um 10 % einbrechen, so dass der Preis wieder bei 15 USD ist. Allerdings wird ein schwacher Effekt auf die Nachfrage durchaus vorhanden sein, sagen wir etwa 0,5 % Nachfrageabschwächung auf diesem Nieveau.
Nun wird diese Tendenz der Nachfrageabschwächung umso stärker, je höher der Preis steigt.
Womöglich - nur um es in konkreten Zahlen zu veranschaulichen, diese sind nicht empirisch, nur beispielhaft - wird etwa bei einem Preisanstieg von 10 auf 20 USD die Nachfrage um 1% geringer. Bei einem Anstieg von 20 auf 30 USD wird die Nachfrage um weitere 5 % geringer. Bei einem Anstieg von 30 auf 40 USD wird die Nachfrage um weitere 8 % geringer. Bei einem Anstieg von 40 auf 50 USD wird die Nachfrage um weitere 12 % geringer. Bei einem Anstieg von 90 auf 100 USD wird die Nachfrage um weitere 40 % geringer.

Irgendwann wird also die Nachfrageabschwächung - da sie exponentiell mit dem Preisnieveau ansteigt - durchaus den Preis regulieren können.
Sie wird aber nicht harmonisch den Preis stabilisieren, sondern erst spät einsetzen. Womöglich dann noch in Sprüngen, weil ab einem bestimmten Preisnieveau bestimmte mit Öl produzierte Waren die Rentabilitätsgrenze unterschreiten, daher ihre Produktion mehr koste, als sie einbringen können!

Angebot: Auch das Angebot wird - im Gegensatz zum "Harmonieszenario" - nicht perfekt durch den Preis reguliert, um mit ihm ein völlig stabiles System zu bilden.
Der Gegensatz wäre - wie bei der Nachfrage - auch abwegig , nämlich anzunehmen, dass das Angebot gar nicht auf den Preis reagiere.

Vielmehr wird das Angebot sehr wohl von steigenden Preisen erhöht, aber nicht so stark, dass es unmittelbar den Preis regulieren könne.

Das Angebot wird - ähnlich wie die Nachfrage - zunächst nur schwach auf Preissteigerungen reagieren. Vermutlich sogar noch weit schwächer als die Nachfrage, da technische Limitierungen eine schnelle Angebotssteigerung verhindern. Ölsandanlagen wollen erst gebaut werden, Wasserstoffautos brauchen Infrastruktur usw.
Auf eine plötzliche Preissteigerung kann das Angebot vermutlich überhaupt nicht reagieren. Verdoppelt sich etwa der Preis in einem Jahr ist das Angebot "hilflos".

Konsequenzen für die zukünftige Ölpreisentwicklung:

Was für eine konkrete Preisentwicklung folgt aus obigen Annahmen über Angebot, Nachfrage und Preis?
Vermutlich wird es sich so entwickeln: Wegen zunehmender Nachfrage wird bei gleichem Angebot der Preis sich dynamisch nach oben enwickeln, etwa auf 100, 120, 150 USD. Dies wird sich bis in die 2010er, 2020er Jahre fortsetzen. Hemmend wirkt auf diese Preissteigerung die Nachfrage, die teilweise immer mal wieder abgeschwächt wird. Dies geschieht allerdings nicht harmonisch, sondern es kommen immer wieder Preissprünge bei Nachfrageüberhängen vor und Preisstürze, wenn die Nachfrage dann in großen Teilen zusammenbricht. Man kann sich das ähnlich einer Wellenbewegung der Räuber-Beutepopulationen von Fuchs und Hase vorstellen, nur mit dem Unterschied, dass die Werte nicht um ein festes Nieveau pendeln, sondern das Gesamtpreisnievau sich beständig - aber in Wellenbewegungen - erhöht.

Auch das Angebot spielt eine Rolle. Es wird sich die ganze Zeit der nächsten 20 jahre über erhöhen. Allerdings Anfangs nicht schnell genug um den decline abzufangen! Daher steigen die Preise die nächsten 20 Jahre weiter, bis das Angebot in der Lage sein wird, einen Überschuss an Öl und Ölersatzstoffen zu produzieren. Man bedenke, dass etwa auch Solar - und Windenergie Ölerstzstoffe sind, da mit ihnen über Wasserstoff Autos betrieben werden könnten. Weiter Ölsände, Biodiesel usw.

Beide Idealtypische Annahmen "Der Preis regelt das schon" oder im Gegensatz dazu "Der Preis wir bei steigender Nachfrage und sinkendem Angebot völlig entregelt explodieren" sind also vermutlich irreführend.

Letztlich wird der Preis sich also in Wellenbewegungen solange hochschrauben, bis das Angebot die Nachfrage wieder einfängt. Dieser Prozess wird aber nicht sehr harmonisch verlaufen: immer wieder wird, wenn die Nachfrage über das Angebot hinuaswächst ( sei es durch Nachfragewachstum= Wirtschaftswachstum oder Angebotsverringerung= decline)es zu Preissprüngen kommen, immer wieder werden, wenn diese Preissprünge zu stark ausfallen Bereiche der Nachfrage zerstört werden.
Im Extremfall kann diese Nachfragezerstörung die Auslöschung ganzer Volkswirtschaften bedeuten!

Freilich, dies ist nicht mit der oft prognostizierten, völlig hemmungslosen Preisexplosion anderer Peak Oil Theoretiker zu verwechseln.
Der Preis wird nicht unreguliert bis 500 USD hochlaufen. Wer dies behauptet hat die Mechanismen von Angebotserhöhung und Nachfragezerstörung/minderung nicht berücksichtigt.
Diese werden zwar nicht sofort perfekt greifen, aber eben je stärker der Preis steigt umso dynamischer werden sie. Dies ist schwer vorherzusehen, da die Wirkung dieser Mechanismen auf so hohen Preisnieveaus in der Vergangenheit nicht zu beobachten war, da etwa ein Preisnievau von 150 USD noch nicht vorkam.
Das diese Mechanismen aber, mit höherem Preis immer mehr, in die beschriebene Richtung wirken ist vorhersehbar, logisch und unausweilich. Auch, dass der Preis für Öl somit nicht "beliebig" steigen wird ist somit vorgezeichnet.

3. Labiles Szenario

Die Grundidee der verschiedenen Szenarien ist, dass die sehr wahrscheinlich vorhandenen Vernetzungen Angebot-Nachfrage-Preis verschieden eng sein können.
Im harmonischen Szenario reagieren Angebot und Nachfrage (nahezu) perfekt auf den Preis und dieser auf sie.
Im mäßig harmonischen/ruppiges Einpendeln Szenario ist die Beziehung von Angebot-Nachfrage-Preis noch sehr eng, aber schon lockerer als im Vorhergehenden Szenario. Angebot und Nachfrage reagieren teils gar nicht oder verzögert auf den Preis. Dadurch wird dieser wiederum unruhiger.

Was passiert, wenn diese Beziehung noch mehr gelockert wird? Dies bespricht das dritte Szenario.

Initial ist ein steigender Preis, der durch steigende Nachfrage und schrumpfendes Angebot (PEAK OIL) verursacht wird.
Der Preis reagiert auch in diesem Szenario noch sehr stark auf Angebot und Nachfrage.
Angebot: Das Angebot reagiert zwar auf den Preis, im Sinne von Angebotssteigerung bei steigendem Preis. Diese Dynamik ist aber so schwach, dass es bei weitem nicht und nie ausreicht um den Preis zu regulieren.
Die Angebotsseite ist in diesem Szenario wesentlich durch den Decline geprägt.
Nachfrage: Die Nachfrage reagiert zwar auf den Preis, aber nicht perfekt und mit starker Verzögerung.
Preis:
Als Weitere Komplizierung sei angenommen, dass der Preis seinerseits - etwa durch Spekulation - nicht mehr perfekt das Verhätniss von Angebot und Nachfrage wiederspiegelt. Der Preis ist nicht völlig von diesen Grundlagen entkoppelt, entkoppelt sich aber durch Hausse- Baissespekulationnen in Öl zeitweilig von ihnen.

Konsequenzen für die zukünftige Ölpreisentwicklung:
Durch die genannten Bedingungen geschieht folgendes:
Der Preis steigt im genannten Anfangsszenario. Da Angebot gar nicht und Nachfrage erst sehr spät (mit Nachlassen) reagieren, wird der Preisanstieg nicht gebremst.
Der Preis erreicht daher ein "kritisches Preisnieveau". Dieses ist nicht nur für manche Industriezweige gefährlich, sondern droht der ganzen Weltwirtschaft eine Art Energieschock zu versetzen.

Diese reagiert mit einem Schockartigen Zusammenbruch ihrer Produktion, zwar nicht auf Null, aber bedeutend.
20%, 30%, 40%, 80% Schrumpfung der Weltwirtschaft in relativ kurzen Zeiträumen (einigen Jahren).
Hierauf reagiert der Preis - zwischenzeitlich zum Schaden der Weltwirtschaft noch zu lange durch Spekulationen hochgehalten - irgendwann mit Verfall.

Anders als im 2. Szenario folgt aus dem ganzen aber keine dynamische, wenn auch unruhige Wellenbewegung. Vielmehr ist die Nachfrage so beschädigt, dass sich eine Art neues Preis-Nachfragenieveau herausbildet. Etwa bedeutend geringere Wirtschaftsaktivität als Folge des ersten Preisschocks und daher niedrigere Ölpreise.
Dieser niedrige Ölpreis vermag aber nicht innerhalb von Monaten die Wirtschaft und Nachfrage wieder zu steigern. Vielmehr dauert es Jahrzehnte bis dies Nieveau verlassen werden kann und die Wirtschaft wieder alte Größe erreicht. Dann drohen, falls das Angebot nicht durch Alternativen neu erwachsen ist, bei geringerem Angebot (wegen PEAK OIL) erneut Nachfrageschocks bzw. Preisschocks, wenn die Nachfrage das Angebot zu stark übersteigt.
Dies Treiben wiederum Nachfragenieveau nachhaltig in den Keller. Auch wiederum den Preis, freilich ohne dass dieser die Wirtschaft bzw. Nachfrage unmittelbar neu belebt.

So entstünden relativ langsam schwankenden Zyklen statt schneller Preis- und Nachfragewellen.
Man könnte diese auch als Preisplateaus bezeichnen. In einem solchen Szenario würde der Ölpreis nach einer initialen Preisexplosion mit der Nachfrage sehr verfallen und dies erste Extremnieveau nicht mehr erreichen. Zwar gibt es später wieder höhere Nievaus, diese dürften aber kaum je an das erste Schocknievau heranreichen.

Es sei ergänzt: falls diese Prognose zutrifft befinden wir uns gerade im Entstehen des Schocknievaus zu hoher Ölpreise.

Grüße
A.
Als Abschluss des Anfanges der Diskussion zu Sasol eine integrierende Betrachtung von Chancen und Risiken. Hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, spiegelt nur meinen derzeitigen Erkenntnisstand.

PRO Investment in Sasol:
- steigende Ölpreise als Rahmenvariable sehr gut für eine Firma, die Treibstoffe produziert
- Kohle hält länger als Öl, könnte also Öl teilweise substituieren, wenn dieses weniger wird
- Ausgereifte Technologie, seit Jahrzehnten im Einsatz
- Projekte in China, Indien, Katar
- Niedriges KGV <10
- Beachtliche Dividendenrendite von > 3%



CONTRA Investment in Sasol:
- Politische Reibereien mit der Regierung von Südafrika
- Kohleverflüssigung hat keine sehr hohe Energierate
- Kohle ist selber limitiert (wenn auch längerlaufend als Öl)


Mehr fällt mir derzeit nicht ein. Habe noch tausend Infos, will den Thread aber nicht gleich am ersten Tag so überladen.

Was sind eure Ergänzungen, Meinungen, Kritiken?
Übersehe ich irgendwas grundlegendes?
Gibt es bad news?

Oder spiegelt das das Unternehmen etwa wieder was ich hier schreibe?

Kurios finde ich nur, dass es auf WO aktuell keine Diskussion zu Sasol gibt!
Bzw, es gab 2005 mal eine:
http://www.wallstreet-online.de/community/thread/1003964-1.h…
auf die hat niemand geantwortet, warum auch immer.

Grüße
A.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.293.713 von Assetpfleger am 07.02.08 11:44:12Als Ergänzung zu den Szenarien:

1. "Angebot" habe ich definiert als Angebot von Öl + Ölersatzstoffe, also Biodiesel, Öl aus Ölsand und Ölteer.

Es gibt Leute, die meinen dies wäre unangemessen als Sichtweise. Ich sehe es als logischer an, diese "unkonventionellen Öle" Einzubeziehen, da man sie ja auch in der Realität nutzt. Eine Diskussion nur des konventionellen Öls, also z.B. ausschluss kanadischer Ölsände, scheint mir künstlich verengt.

2. Mehr zu den Szenarien im 2. Link von posting #4. Nochmals hier:
http://www.wallstreet-online.de/community/thread/1126603-35.…Da werden die Zusammenhänge deutlicher.

3. Das witzige an der 2. Graphik "Labiles Szenario" in posting # 5 ist, dass die ersten 7 Punkte (daher die Jahre 2000-2007), die ja den Beginn des Anstieges beschreiben nicht spekulativ sind, sondern die faktischen Werte der Vergangenheit! Für 2008 gehe ich dann von Ölpreisen über 100 $ für 2009 für über 150 $ aus. Das mag extrem klingen, aber nur eine logische Ableitung aus den Modellprämissen, das der Ölmarkt ein System aus vernetzten Variablen ist und das Ölangebot weniger wird...
Nochmal als Anregung. Die Grundidee war ja, dass Sasol stark vom Ölpreis profitieren wird. Dies lässt sich unter anderem dadurch belegen, dass die Aktie stark mit dem Ölpreis korreliert:



Die letzten 4 Jahre performt Sasol den Ölpreis sogar eher aus.
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