Timburgs Langfristdepot 2012-2022 (Seite 4410)



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Ich bin ja immer auf der Suche nach eher konsverativen Titeln in Bereichen die bei mir unterpräsentiert sind.

Was haltet ihr von den beiden:

Bank of America (ja ich weiß Finanztitel. Gefährlich wegen der Krise usw. Aber mir gefallen auf den ersten Blick deren Geschäftsberichte. Habe mich aber noch nicht näher damit befasst)
Mir fielen da einige Sachen auf. Geringer Verschuldungsgrad für eine Bank. Seit Jahren ARP und somit Kursstabilisierung und "künstliches" Wachstum per Share. Ertragslage stabil nach Anstiegen. Stark steigende Dividendenrendite und sehr bequem aus dem CF finanzierbar.

Stören würde mich eigentlich nur, das es eben eine Bank ist, das Risiko der Krise stärker rein spielt zudem das organische Wachstum scheinbar langsam am Ende ist.


Dazu Kroger Company

Gleich mal zum Negativpunkt. Organisches Wachstum nicht mehr vorhanden. Allerdings schafft es das Unternehmen seit Jahren die Verschuldung zurück zu fahren und ein umfassendes ARP zu starten. So, also auch hier ein "künstliches" Wachstum per Share vorhanden. Auch hier wieder steigende Dividendenrenditen die problemlos aus dem CF finanzierbar sind. KUV, KBV und KGV seit Jahren sinkend. Günstige Bewertung im Branchenvergleich. Tesco, Walmart und Konsorten sind mir einfach zu teuer für das Gebotene.

Beide Unternehmen verdien(t)en (vor der Krise) richtig gut, scheinen aber etwas einfallslos zu sein, was man mit den ganzen Überschüssen machen soll. Ich habe mich noch nicht mit den beiden Unternehmen spezifisch beschäftigt, kann also nicht sagen wie Produktportfolio, Expansion o.ä. aussehen soll.


Was mich natürlich interessiert: Habt ihre bessere Alternativen im Bereich Konsum und Banken für steigende Renditen und als Langfristanlage?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.779.662 von -Realist- am 23.05.20 15:03:18Vor allem Niedrig- und Negativzinsen sind das ultimative Gift für Banken, siehe die Kursentwicklung der Masse der europäischen Institute. Die Niedrigzinsen sind nun aber auch in den USA angekommen. Ok, zumindest Negativzinsen schließt Herr Powell aus, "for now".

Nun, ich finde diese Branche muss man sich bis auf Weiteres nicht unbedingt geben. Für langfrsitig attraktiv halte ich aber u.a. die Banque Cantonale Vaudoise. Kaufen würde ich sie aber derzeit trotzdem nicht.

https://www.bcv.ch/de/Die-BCV/Investor-Relations


Wenn's unbedingt etwas im Bereich Retail sein muss, könntest du dir mal das quasi Familienunternehmen Colruyt anschauen ...

https://de.marketscreener.com/COLRUYT-NV-5976/unternehmen/

https://www.colruytgroup.com/wps/portal/cg/en/home/about-us/…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.780.070 von vidar am 23.05.20 16:09:53Ja, eine Leitzinsanpassung nach unten ist natürlich erstmal schlecht. Allerdings ist das Niveau von dem man kommt nicht besonders hoch und ohnehin fallend gewesen. Spielt keine große Rolle mehr in den Bilanzen, da dennoch steigender CF und Gewinne erzielt werden konnten in der Vergangenheit.

Danke schon mal für deine beiden Beispiele, aber kommen für mich nicht in Frage. Die Belgier haben bis auf den besseren Verschuldungsgrad eigentlich keine Vorteile und sind zu teuer. (vor allem wenn man bedenkt das sie das deutlich kleinere Unternehmen sind).

Das gilt prinzipiell für die Schweizer Bank genauso. Einfach weniger Substanz, weniger Zukunftsphantasie und zu teuer.

Zudem haben beide weniger Puffer für Dividendensteigerungen und weniger Dividendenwachstum. Ist für mich wichtig.

Man könnte natürlich damit argumentieren das hier ein Länderplus in den Kurs drin ist, allerdings sehe ich hier für ein passives Einkommen einfach keine gute Grundlage. Zudem denke ich auch das Kurstechnisch einfach weniger drin ist.
Die US-Amerikaner haben in der Regel durch ihre ARP einfach einen zusätzlichen Hebel, den sie auch gezielt nutzen. Das vermisse ich (unabhängig von der Branche) bei europäischen Werten schon enorm. Zudem wenn ich die größten europäischen Werte durchgehe lande ich immer wieder bei negativen CF in einigen Jahren der Vergangenheit oder Kursverwässerungen. Teilweise sogar mit Mischung aus allem und richtig schlecht wie die Deutsche Bank.

Irgendwas machen die Amerikaner definitiv anders (besser).
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.780.817 von -Realist- am 23.05.20 19:05:06Ich denke, du unterschätzt die Niedrig.-, Null- oder Negativzinsproblematik hinsichtlich des Bankengeschäfts und wie gesagt, viele Probleme der Masse der europäischen Banken sind u.a. darauf zurückzuführen und genau das steht nun m.E. auch den US-Banken bevor. Neben einigen weiteren Problemen, die nun zwischenzeitlich noch hinzugekommen sind, wie bspw. Millionen Arbeitslose inkl. gehörigen Kreditkartenschuldenausfällen, Millionen Bürger, die nun nicht mehr als potenzielle Kreditnehmer in Frage kommen, in einem sich ohnehin verschlechternden Kreditumfeld (so aus Sicht der Banken), wackelnden Firmenkunden usw. usf. und das alles in einer Wirtschaft, die m.W. zu etwa 70% (?) vom Binnenkonsum abhängig ist und das Kreditrad in den letzten Jahren immer schneller und schneller gedreht hat.

Und was die BCV und Colruyt angeht: Qualität gibt's nun mal selten zum Ramschpreis und mir sind kleine aber feine und gut und solide geführte Firmen, gern mit einem starken, stabilen und verantwortungsvoll handelndem Anker- und/oder Familienaktionariat, allemal lieber als große, aufgeblasene und Financial Engineering betreibende Moloche, die ihre Finanzkennzahlen mit Aktienrückkäufen auf Pump aufpimpen; großzügig Dividenden ausschütten anstatt das Geld ins Geschäft zu stecken oder die Bilanz zu verbessern (speziell für schlechte Zeiten, die manchmal viel schneller kommen als gedacht), wie man das so häufig bei US-Firmen sieht. Ich für meinen Teil meide solche Firmen eher. Mir sind solide Bilanzen einfach lieber und dafür verzichte ich sogar gern auf dicke Dividenden oder Dividenden überhaupt. Ja, so verschieden sind die Geschmäcker.



PS: Bei der Deutschen Bank ist übrigens auch der Größenwahn mitverantwortlich für einen großen Teil der heutigen erbärmlichen Verfassung dieses Ladens. Stichpunkt: der geplante Aufstieg zum Gigaplayer im Investmentbanking unter Breuer & Konsorten. Es ist wirklich traurig, was aus diesem einst alterwürdigen Institut geworden ist.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.782.065 von vidar am 24.05.20 00:00:39
Zitat von vidar: I...
Und was die BCV und Colruyt angeht: Qualität gibt's nun mal selten zum Ramschpreis und mir sind kleine aber feine und gut und solide geführte Firmen, gern mit einem starken, stabilen und verantwortungsvoll handelndem Anker- und/oder Familienaktionariat, allemal lieber als große, aufgeblasene und Financial Engineering betreibende Moloche, die ihre Finanzkennzahlen mit Aktienrückkäufen auf Pump aufpimpen; großzügig Dividenden ausschütten anstatt das Geld ins Geschäft zu stecken oder die Bilanz zu verbessern (speziell für schlechte Zeiten, die manchmal viel schneller kommen als gedacht), wie man das so häufig bei US-Firmen sieht. Ich für meinen Teil meide solche Firmen eher. Mir sind solide Bilanzen einfach lieber und dafür verzichte ich sogar gern auf dicke Dividenden oder Dividenden überhaupt. Ja, so verschieden sind die Geschmäcker.


Bei Familien-Unternehmen wird ja manchmal die Dividende ausgeschüttet, obwohl eine Schieflage gegeben ist. Der Egoismus der Eigner ist dann auch eine Art von Sicherheit für den Aktionär.


PS: Bei der Deutschen Bank ist übrigens auch der Größenwahn mitverantwortlich für einen großen Teil der heutigen erbärmlichen Verfassung dieses Ladens. Stichpunkt: der geplante Aufstieg zum Gigaplayer im Investmentbanking unter Breuer & Konsorten. Es ist wirklich traurig, was aus diesem einst alterwürdigen Institut geworden ist.


Wahrscheinlich werden sich viele Börsianer erinnern, dass sogar im TV berichtet wurde, wie die Deutsche Bank in den USA zahlreiche Familien aus ihren Häusern geschmissen hat, weil diese die leichtfertig vergebenen Kredite nicht mehr bedienen konnten. Was wurde aus den Häusern ? Nichts. Sie waren dem Verfall preisgegeben und die Menschen standen auf der Straße. Nachdem dies massen passierte gab es extra ein Interview mit Josef Ackermann im deutschen TV, wo er persönlich einen soliden vertrauenswürdigen Eindruck hinterließ, wohlwissend was seine Bank da macht. Ich habe mich damals gefragt, wie ein Mensch das aushalten kann - diesen Zwiespalt.
Seit er abgetreten ist geht es mit dem Kurs der DB bergab. Nicht zuletzt weil die Zinsen stetig gefallen sind und weil es Unternehmen wie Hypoport gibt (denke ich).
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.771.433 von -Realist- am 22.05.20 14:22:36Meine Meinung ist an der Börse nicht relevant. Die Kurse an den Börsen = Summe einer immensen Zahl an Meinungen und ungesetzten Handlungen.

Was ich damit sagen wollte, mit dem Zitat (nicht von mir), möglich ist alles, nur die Frage, wie wahrscheinlich ist es. Dies sollten wir Investierten immer würdigen.

Die Masse meiner Anlagen = Ultralangfrist, haben schon viele Kurstäler durchschritten, viele davon nach den Krisen neue Rekordstände, einige floppen. Ist so.

Aktuell ist Corona wegen den immensen Geldfluten für den "Markt" beinahe ein Non-Event geworden.

Ist der Markt damit richtig oder falsch vorausblickend?

Corona 2.0, 3.0, 4.0 könnten echte Killer werden.....oder ein Dax steht bei 20.000, weil zuviel Geld und
Corona nur noch "Randthema".
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M




N.

Lg. Mm
Di null Plus Chjj
Lhknmdffdy ok

M mm hhhuuz
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Wieso gibt es so schlechte oder keine Informationen zu den Kurszielen im Dow?
zB würden mich die Kursziele von Analysten zu Visa interessieren. Man findet dazu nichts. Bei jeder Dax Aktie findet man haufenweise Schätzungen. Woran liegt das?
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Auswertung des Achensee Portfolios 2019
Hallo zusammen,

leider konnte unser Achensee 2020 Event an diesem verlängerten Wochenende nicht stattfinden. :cry:

Dennoch wird es Zeit, mal einen Rückblick auf das 2019er Achensee Portfolio zu wagen.

Es haben letztes Jahr 13 Teilnehmer jeweils 2 Werte genannt, welche mit jeweils 10.000 EUR ins Portfolio aufgenommen wurden.

Hier der Link zum Portfolio:
https://www.comdirect.de/inf/musterdepot/pmd/freunde.html?po…

Zur Auswertung habe ich die Novartis-Position wieder mit eingerechnet (mit Schlusskurs 77,46 EUR vom Freitag).

Gesamtinvestment 31.05.2019: 260.000 EUR
Endstand 22.05.2020: 317.980,82 EUR (ohne Berücksichtigung von Dividenden etc.)
GuV: +57.980,82 EUR
Prozent: +22,30%

Zum Vergleich (DAX, S&P500, Nasdaq100 und MSCI World seit dem 31.05.2019) – auch wenn es keine passende Benchmark gibt… just for fun:

DAX (inkl. Dividenden): -5,56%
S&P500: +7,58%
Nasdaq100: +32,07%
MSCI World: +5,37%

Fazit: Die Performance des Achensee Portfolios kann sich mal wieder sehen lassen! 😊

Und nun noch zu den Gewinnern und Verlierern bei den Einzelwerten:

And the winner is…. Tesla… mit +352%... herzliche Glückwünsche an Phil, auch wenn Du Tesla nur in Musterdepots gekauft hast! :D

Die rote Laterne geht an CMD… mit -48%!!! Auch hier herzliche Glückwünsche an @Bouncer80 da Du m.W. CMD auch nicht im echten Depot hast! :D

Freu mich auf jeden Fall schon auf das nächste gemeinsame Event… hoffen wir, dass es bald wieder möglich sein wird! :) Es ist einfach soooo schön am Achensee...



Beste Grüße in die Runde
Felix80
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