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Seadrill Partners - offshore MLP


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ausgegründet von Seadrill;

derzeit 9,4%p.a. Ausschüttung und für MLP noch erträgliche Bilanz
Kommt für mich nicht in Frage wegen der steuerlichen Fragen. Nur deswegen eine US-Steuererklärung machen und den persönlichen Steuersatz zu zahlen, finde ich nicht interessant.
Antwort auf Beitrag Nr.: 46.545.125 von DJHLS am 28.02.14 21:15:17grundsätzlich richtig, insoweit als dass die Steuerbelastung höher ist, als bei einer normalen Aktie;

bin mir aber nicht sicher, ob Du die Handhabung genau kennst:

bei mir werden immer 35% von der Ausschüttung in den USA einbehalten, dafür aber netto hier ausgezahlt


ansonsten kein Verwaltungsaufwand


UND: in bestimmten Konstellationen waren auch Veräußerungen bei mir steuerlich unbeachtlich
Zitat von R-BgO: grundsätzlich richtig, insoweit als dass die Steuerbelastung höher ist, als bei einer normalen Aktie;

bin mir aber nicht sicher, ob Du die Handhabung genau kennst:

bei mir werden immer 35% von der Ausschüttung in den USA einbehalten, dafür aber netto hier ausgezahlt


ansonsten kein Verwaltungsaufwand


UND: in bestimmten Konstellationen waren auch Veräußerungen bei mir steuerlich unbeachtlich


Ich bin mir nicht sicher, ob Du die Handhabung genau kennst. Bei einer MLP verhält es sich m. E. wie bei einem US-REIT, d. h. keine Besteuerung auf Unternehmensebene, dafür aber auf auf Anlegerebene mit dem persönlichen Steuersatz. Eine partnership ist schließlich ein direkte Beteiligung an einem Gewerbe und somit sind Ausschüttungen in D nicht als Kapitalerträge, sondern als gewerbliche Einkünfte zu versteuern.

Ob eine dt. Depotbank das anders handhabt, spielt keine Rolle. Aber falls mich da irren sollte, um so besser. Aber belege bitte mal Deine Ansicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 46.546.685 von DJHLS am 01.03.14 10:31:50Danke für den Widerspruch, der mich dazu veranlasst hat, noch mal nachzubohren.

Leider komme ich zu keinem ganz klaren Ergebnis, sondern nur zu einer eher als einigermassen plausibel zu bezeichnenden Einschätzung:


Grundsätzlich zerfällt das Thema m.E. in die Komplexe Steuerschuld USA und Deutschland.

USA
Du hast auf jeden Fall recht mir der Aussage, dass MLP steuerlich non-Entitäten sind und deswegen die Anleger direkt besteuert werden (verrückterweise sogar in jedem Bundesstaat, in dem die entsprechende Bude aktiv ist). Schöne Erläuterung hier: http://www.naptp.org/documentlinks/Investor_Relations/MLP_10…


Fakt ist ferner, dass zumindest bei MLPs (REITs scheinen mir z.T. doch anders gehandlet zu werden) die Partnership auf Distributions(=Ausschüttungen; NICHT steuerliches Einkommen) "withholding tax" -in Höhe des höchsten möglichen Steuersatzes- an den US-Fiskus abführen muss und nur der verbleibende Betrag an "non-resident Aliens" ausgezahlt wird (siehe z.B.: http://www.crossborderalliance.com/Resources/NRA%20Tax%20gui…, Seite 15/16).

Das waren die 35%, von denen ich sprach. Leider hat sich da was geändert, seit 1.1.2013 werden 39,6% abgezogen und ich habe es erst jetzt wegen dieser Diskussion gemerkt!

Frage ist nun, ob der nonresident-alien tatsächlich eine Steuererklärung in den USA abgeben muss, in der die anteiligen Erträge als Basis für die Steuerschuld und die withholding tax quasi als Steuervorauszhalung eingehen würden. Kann das nicht ausschließen, habe aber den ein oder anderen Verweis auf das DBA gefunden (leider erinnere ich keinen Link mehr, irgendwas mit §22 oder §23), wonach die Sache mit der WT erledigt sein könnte. Wirtschaftlich ist es in den meisten Fällen wahrscheinlich sowieso so, dass man viel zuviel bezahlt hat.

Leider habe ich den Originaltext des DBA trotz längerem Suchen nicht auftreiben können.

=> meine persönliche Faustregel wäre also: ich muss nix machen und wenn ich was machen würde, bekäme ich wahrscheinlich sogar was zurück


Deutschland
In Deutschland ist das ganze Thema unbeachtlich, lediglich Progressionvorbehalt ist zu beachten:

Zitat aus http://uscet.com/invest-usa/hinweis-zur-besteuerung/index.ph…

"2. ERTRAGSBESTEUERUNG VON PERSONENGESELLSCHAFTEN
Personengesellschaften gelten grundsätzlich nicht als Steuersubjekt. Jeder Gesellschafter der Personengesellschaft unterliegt daher der individuellen Besteuerung. Ein Gesellschafter in einer amerikanischen Personengesellschaft (General oder Limited Partnership ) ist daher gemäß der vorgenannten Grundsätze für natürliche Personen zu behandeln.

Erträge der U.S. Betriebsstätte einer Kommanditgesellschaft (Limited Partnership ) sind daher allein in den USA zu versteuern und verbleiben in der Bundesrepublik gemäß dem deutsch-amerikanischen Doppelbesteuerungsabkommen steuerfrei. Die einzige bundesdeutsche Steuerrelevanz besteht darin, dass U.S. Erträge im deutschen Progressionsvorbehalt berücksichtigt werden, die deutsche Steuerprogressionskurve also unter Einschluss der U.S. Erträge errechnet wird.

Die Ertragsbesteuerung der Betriebsstätte einer LLC hängt letztlich von der Klassifizierung der Gewinne des jeweiligen deutschen Finanzamts ab; d.h. wenn die Finanzbehörde die LLC als Personengesellschaft ansieht, entspricht die Besteuerung die der Limited Partnership; anderenfalls kommt es in Deutschland in der Regel zur Nachbesteuerung."
Antwort auf Beitrag Nr.: 46.550.427 von R-BgO am 02.03.14 16:56:47Habe jetzt doch das DBA gefunden: http://www.pinkernell.de/dbausa2.htm


und meine Vermutung hinsichtlich USA geringfügig verfestigt,

-von der USA-Anwaltskammer: http://meetings.abanet.org/webupload/commupload/TX334800/new…

Seite 7 - "Partner must file US return to claim refund" und
Seite 20 - "cash distributions.. refunds still cause struggles"
aber auch
Seite 19 - "Filing obligations"


-vom IRS selbst: http://www.irs.gov/pub/irs-pdf/p515.pdf

Seite 34 - Publicly traded Partnerships
bzw. die Logik des ganzen Dokumets läuft darauf raus, dass sie über die withholding taxes sicherstellen wollen, dass jeder genug zahlt und Überzahlungen zurückfordern muss


-und zuletzt: http://www.irs.gov/publications/p501/ar02.html#en_US_2013_pu…

falls man doch filen müsste, dann sollten wenigstens die dort genannten Betragsgrenzen gelten, z.B. für Verheiratete $20.000 p.a.



Gebe aber gerne zu, dass das alles ein bisschen wachsweich ist und ich wahrscheinlich versuche, meine bisherige Verfahrensweise zu rechtfertigen.

Und selbst wenn alles so ist ,wie ich vermute, bleibt der Fakt:
100% minus 39,6% = 60,4%
100% minus AbgSt minus Soli = 73,625%
=> 60,4%/73,625% = 82,46%, d.h. von gleicher Bruttoausschüttung kommt nach diesem Schema 17,54% weniger netto an...
Zitat von DJHLS:
Zitat von R-BgO: grundsätzlich richtig, insoweit als dass die Steuerbelastung höher ist, als bei einer normalen Aktie;

bin mir aber nicht sicher, ob Du die Handhabung genau kennst:

bei mir werden immer 35% von der Ausschüttung in den USA einbehalten, dafür aber netto hier ausgezahlt


ansonsten kein Verwaltungsaufwand


UND: in bestimmten Konstellationen waren auch Veräußerungen bei mir steuerlich unbeachtlich


Ich bin mir nicht sicher, ob Du die Handhabung genau kennst. Bei einer MLP verhält es sich m. E. wie bei einem US-REIT, d. h. keine Besteuerung auf Unternehmensebene, dafür aber auf auf Anlegerebene mit dem persönlichen Steuersatz. Eine partnership ist schließlich ein direkte Beteiligung an einem Gewerbe und somit sind Ausschüttungen in D nicht als Kapitalerträge, sondern als gewerbliche Einkünfte zu versteuern.

Ob eine dt. Depotbank das anders handhabt, spielt keine Rolle. Aber falls mich da irren sollte, um so besser. Aber belege bitte mal Deine Ansicht.



Hinsichtlich der Besteuerung in D bin ich mir jetzt doch recht sicher, siehe §23 (3)a des DBA. Dadrin steht allerdings, dass es bei REITs nicht so ist; vielleicht kommt unsere Divergenz daher.


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