27 Jahre Spekulant - Wie ich dreimal ein Vermögen machte und es zweimal verlor !!! Fortsetzung (Seite 15)



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Hallo,
bei Wirecard nutzte ich die etwas erhöhten Preise zu einem Teilausstieg und leider einer Verlustrealisierung. Über die neuen Untersuchungen der BaFin bin ich entsetzt, halte sie aber für richtig.
Mehr werde ich nicht verkaufen, denn wie bereits geschrieben, die Hauptkunden sind nicht erfunden.

Freude macht die Ölpreisentwicklung. Die US-Bohrungen sind jetzt auf 292 gefallen von mehr als 800 im Januar. https://www.investing.com/economic-calendar/baker-hughes-u.s…
Gleichzeitig steigt der Ölverbrauch. Gestern haben wir in Bremen im Stau gestanden, und ich habe mich erstmals darüber gefreut.

Ryanair will seinen Flugbetrieb ab 1. Juli auf 40 Prozent (ca. 1.000) der regulären Flüge wieder hochfahren, zur Zeit sind es nur 30 Flüge pro Tag. Auch gut für den Ölverbrauch und Jobs, die Umwelt muß jetzt wieder leiden.
Auch die letzten Aussagen von TUI übers Reisen und auch eine vernünftige Planung für Kreuzfahrten (mehr Seetage, anfangs weniger Passagiere) gefallen mir. Die Flugziele sind noch wenige, aber ab Ende Mai auf der TUI-Seite buchbar. Sollte es Last-Minute Angebote geben, werden wir auf jeden Fall buchen und helfen, die Plätze zu füllen. Aber zur Zeit sind die Preise eher über dem Vorjahresniveau (subjektiver Eindruck) und es würde mich freuen, wenn kräftig gebucht würde.

Gleichzeitig verstärkt sich der Druck der Hotels, Restaurants und Angestellten, wieder Tourismus zuzulassen.

Gute Aussichten
Jörn Düßmann
Hallo,
zumindest der Ölpreis legt heute zu, Brent, WTI und Heizöl.

Das Bild kommt von:
https://www.petrorigs.com/?gclid=EAIaIQobChMIhuD1xbqz6QIVhAaLCh0cVQQLEAEYASAAEgJ-U_D_BwE


und wird auf der Seite von: "Microsoft News" neben vielen anderen Reklamen gepostet.

Es sind Verkaufsangebote für die Ölsuche, vom Bohrturm über den LKW zur Unterkunft. Aber keine Öltransporter, die sind wohl alle voll und werden noch gebraucht. Viele Angebote in Auktionsform, aber ohne bisherige Gebote.

Die Ölgesellschaften profitieren noch immer nicht, leider
Jörn Düßmann
Hallo, zwei Beiträge so kurz nacheinander, aber:

"Deutsche buchen offenbar wieder Urlaub
Die Aussicht auf Lockerungen von Reisebeschränkungen beschert den Reiseanbietern deutlich gestiegene Buchungszahlen für den kommenden Sommer. Deutsche Kunden buchten in den vergangenen Tagen mehr als doppelt so viele Urlaubstage wie zur Vorjahreszeit, wie eine Auswertung des touristischen Vertriebsdienstleisters DS Destination Solutions für die "Wirtschaftswoche" am Donnerstag zeigte. Demnach lag die Zahl im April noch bis zu 90 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Den "größten Run" verzeichnete das Tochterunternehmen des Kölner Touristikunternehmens HRS, das auch die Angebote anderer Reiseanbieter bündelt, demnach bei Ferienwohnungen an der deutschen Küste. Urlauber wollten dort im Schnitt außerdem länger bleiben als früher. Auch Kreuzfahrtreedereien erlebten einen Aufschwung. Hotels dagegen seien derzeit insgesamt etwas weniger gefragt, mit Ausnahme von Häusern großer Hotelketten, die mit strengen Hygienekonzepten werben."

habe ich eben bei T-Online.de gelesen.

Aus meiner Zeit als Reisebüroinhaber erinnere ich mich, nichts hat Deutsche für längere Zeit vom Reisen abgehalten. Keine Bombenanschläge, Krankheiten oder andere persönliche Bedrohungen. Viel entscheidender war der Preis. Ich hoffe sehr, diesmal wird nicht anders reagiert. Aber auch dieser Artikel stimmt optimistisch, auch wenn unser Reisebüro an der Ecke noch geschlossen ist
Jörn Düßmann
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.646.600 von barbarossa2 am 12.05.20 14:19:52
Zitat von barbarossa2: Hallo,
bei Wirecard nutzte ich die etwas erhöhten Preise zu einem Teilausstieg und leider einer Verlustrealisierung. Über die neuen Untersuchungen der BaFin bin ich entsetzt, halte sie aber für richtig.
Mehr werde ich nicht verkaufen, denn wie bereits geschrieben, die Hauptkunden sind nicht erfunden.

Freude macht die Ölpreisentwicklung. Die US-Bohrungen sind jetzt auf 292 gefallen von mehr als 800 im Januar. https://www.investing.com/economic-calendar/baker-hughes-u.s…
Gleichzeitig steigt der Ölverbrauch. Gestern haben wir in Bremen im Stau gestanden, und ich habe mich erstmals darüber gefreut.

Ryanair will seinen Flugbetrieb ab 1. Juli auf 40 Prozent (ca. 1.000) der regulären Flüge wieder hochfahren, zur Zeit sind es nur 30 Flüge pro Tag. Auch gut für den Ölverbrauch und Jobs, die Umwelt muß jetzt wieder leiden.
Auch die letzten Aussagen von TUI übers Reisen und auch eine vernünftige Planung für Kreuzfahrten (mehr Seetage, anfangs weniger Passagiere) gefallen mir. Die Flugziele sind noch wenige, aber ab Ende Mai auf der TUI-Seite buchbar. Sollte es Last-Minute Angebote geben, werden wir auf jeden Fall buchen und helfen, die Plätze zu füllen. Aber zur Zeit sind die Preise eher über dem Vorjahresniveau (subjektiver Eindruck) und es würde mich freuen, wenn kräftig gebucht würde.

Gleichzeitig verstärkt sich der Druck der Hotels, Restaurants und Angestellten, wieder Tourismus zuzulassen.

Gute Aussichten
Jörn Düßmann


Du bist ein Mann mitgroßer Erfahrung. Ich selbst bin hier auch seit 1999 aktiv.

Eines geht mir nicht in den Kopf.

Wie kannst Du in ein Unternehmen wie Wirecard investieren, die nur durch tricksen, täuschen, tarnen auffallen. Würdest Du von deren CEO einen Gebrauchtwagen kaufen? Dieses Unternehmen erinnert an den Neuen Markt. Ich halte mich von so etwas fern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.706.792 von professordeluxe am 16.05.20 14:35:44komm die Wirecard Aktie ist die akt. meistdiskutierte dt. Aktie und die Positionen driften sehr weit auseinander. Von Shortern die Null als Ziel sehen und auf der anderen Seite stehen die Fundamentals mit Kurszielen im vierstelligen Bereich.

Sowas nennt man Börse. Damals hat auch jeder Ackermann vertraut, wenn man ehrlich ist. So und jetzt wo dieser nicht mehr an Board ist, was machen die CEO´s????

Ein CEO mit Vision und Ehrgeiz ist doch besser als CEO´s und Member of Board die eine AG nur verwalten und weiter nichts.
Hallo,
heute finden weitere Gespräche über Reisefreiheiten und den Sommerurlaub statt. Ich hatte mit der zügigen Öffnung gerechnet, da der Druck der Hotels/Restaurants/Fluglinien/Veranstalter/Arbeitnehmer etc. zu hoch wird und zugleich immer mehr Menschen vom Lockdown genervt sind und das Vertrauen in die Entscheidungen der Regierungen sinkt.
Und in Bremen wird der erste Linienflug seit langer Zeit erwartet, Lufthansa von/nach München.

Das entspricht endlich wieder meinem Szenario, denn mit einem so langen Herunterfahren der Länder hatte ich nicht gerechnet. Insbesondere in der Zeit unseres Überwinterns in Thailand (Okt.-28.3.) hatte ich die Situation auch wegen der Pressemitteilungen völlig falsch eingeschätzt.

Jetzt wird wieder Sommerurlaub für möglich gehalten, TUI freut es und auch der Ölverbrauch steigt wieder.

Zu Wirecard sehe ich im Vordergrund das Wachstum, die hohe Beteiligung von US-Banken (wo ich entsprechenden Sachverstand vermute) und sehe den Chef sehr kritisch, aber er liefert seit Jahren die Umsatzzuwächse. Ich bleibe jetzt dabei.

Weiter so
Jörn Düßmann
Hallo,
bei TUI scheiden sich die Geister. Ich halte Sommerurlaub für möglich, wenn auch stark begrenzt.
Ganz anders beurteilt Moodys die Lage, selbst nach geöffneten Grenzen, weiterhin kritisch: "Der Tourismus werde auch nach der Lockerung der Reisebeschränkungen darniederliegen, weil Kunden aus Gesundheitsgründen für mehrere Quartale zögerten zu reisen." so DER Aktionär.
Ich glaube, Moodys unterschätzt die Reiselust der deutschen Reisenden. Ausserdem haben auch viel weniger Deutsche so viel Kaufkraft eingebüßt wie z.B. US-Angestellte. Wesentlicher Kunde von TUI ist der abgesicherte Rentner, der keinerlei Einbußen hatte, aber viel Geld in diesen Monaten sparte, kein Restaurantbesuch, monatelang keine Reise etc. Da wird bei vielen das Geld locker sitzen, wenn der Urlaub sicher erscheint, Abstände eingehalten werden, kein Buffett etc.
Auch wenn damit bis zu einer Impfmöglichkeit nicht viel Geld verdient oder Verluste gemacht werden, sehe ich keine existenzbedrohende Krise kommen.
Weiter so
Jörn Düßmann
Hallo oder Auweia,
der Ölpreis steigt und auf Lynx sprach der Charttechniker von einer möglicherweise kommenden umgekehrten Kopf-Schulter-Formation. Als Folge deutlich steigende Kurse.
Und da kommt mein "Auweia": Ein jetzt schnell höherer Ölpreis würde manchen Fracking-Produzenten retten, was mir nicht gefiele. Mir würden im nächsten Jahr steigende Ölpreise wegen einer Unterversorgung eines normalen Marktes viel besser gefallen. Dann hätte es auch die Frackingindustrie viel schwerer, nach längerer Zeit wieder neu zu beginnen.
Ich habe dabei auch noch einen Hintergedanken. Wenn das Gas-Fracking gleichzeitig fällt, könnte der US-Druck auf Gazprom bzw. Nord Stream 2 mangels überquellenden Gases nachlassen.

Auf jeden Fall gefällt mir der moderat steigende Ölpreis. wenn ich aus dem Fenster sehe, sind tagsüber die Hälfte der Parkplätze frei - die Leute sind wieder unterwegs. Wir sind Ende März nach Deutschland/Bremen zurückgekommen, der Anblick ist neu für uns. ich hätte nie gedacht, mich über steigenden Flugverkehr zu freuen, aber jetzt ist alles anders.

Bei TUI ist der Kurs endlich auf dem richtigen Weg, ich werde dabeibleiben bis zum ersten Teilverkauf bei 7€, der Rest soll eine Bestandsposition bleiben. Ich habe viel billig zugekauft, die Dividendenrendite wird erfreulich sein,
vG Jörn Düßmann
Hallo, ich habe eben bei ideas-news.de einen schönen Beitrag gefunden:
"Energie: Probleme des US-Schieferölsektors unterstützen den Ölpreis
Die Ölpreise setzen ihren Höhenflug nach dem kurzen Rücksetzer am Freitag wieder fort. Der WTI-Ölpreis handelt dabei heute Morgen mit 34,5 USD je Barrel nahe eines Zehnwochenhochs. Wir haben zuletzt mehrmals darauf hingewiesen, dass sich bei den aktuellen Preisen einige neue Schieferölprojekte schon wieder rentieren dürfte. Doch ob der jüngste Preisanstieg dem US-Schieferölsektor schon kurzfristig entscheidend helfen wird, ist fraglich. Zu groß scheinen dessen Finanzierungsschwierigkeiten, wobei nach Einschätzung des Researchunternehmens Rystad Energy der Abschreibungsbedarf bei führenden Unternehmen aktuell knapp 40 Mrd. USD betragen dürfte. Bis zu 250 Unternehmen aus dem Sektor könnten daher laut Rystad bis Ende 2021 in Insolvenz getrieben werden, wenn sich die Ölpreise nicht weiter erholen. Nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch ist das Volumen von Bonds der US-Energiefirmen mit Ramsch-Status zuletzt auf 108 Mrd. USD gestiegen (von 68 Mrd. USD im Vorjahr). Daher dürfte die Reaktion der Schieferölunternehmen auf den jüngsten Preisanstieg kurzfristig nur verhalten ausfallen denn die Exploration, die Erschließung und die Inbetriebnahme von Ölvorkommen erfordern Anlauffinanzierung. Und ohne neue Exploration, keine Schieferölproduktion! Denn die hohen Erschöpfungsraten der Schieferölvorkommen führen dazu, dass laut IHS Markit lediglich 20% des für dieses Jahr erwarteten Produktionsrückgangs in den USA wegen der freiwilligen Schließung bestehender Projekte kommt, während der Rest aus den Stornierungen geplanter Erschließungen stammt. Der spezialisierte Analysedienst ShareProfile Analytics erwartet, dass die US-Schieferölproduktion um mehr als ein Drittel auf unter 5 Mio. Barrel täglich fallen könnte, wenn sich die Exploration nicht in Kürze erholt. Die Kollateralschäden des Preiskriegs der OPEC und Russlands sowie des massiven coronabedingten Preisrutsches im April in der US-Schieferölindustrie scheinen also groß und nachhaltig. Das dürfte insbesondere den WTI-Ölpreis weiter unterstützen."


Und zu TUI fällt mir nur ein: Endlich!

Reisefertig
Jörn Düßmann
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