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Bayer: Europäische Kommission genehmigt Übernahme von Schering - 500 Beiträge pro Seite | Diskussion im Forum



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Die Europäische Kommission hat keine Einwände gegen die geplante Übernahme der Schering AG (ISIN DE0007172009/ WKN 717200) durch den Pharmakonzern Bayer AG (ISIN DE0005752000/ WKN 575200).

Wie Bayer am Mittwoch bekannt gab, wurde die Transaktion seitens der Europäischen Wettbewerbsbehörde ohne Auflagen genehmigt. Damit ist aus kartellrechtlicher Sicht der Weg für den Leverkusener Konzern frei, in den USA liegt die Freigabe bereits seit dem 21. April 2006 vor. Bayer hatte die Genehmigung durch die EU- und die US-Behörden zur notwendigen Bedingung für das Bar-Angebot an die Schering-Aktionäre gemacht.

Eine weitere Bedingung, unter der das Übernahmeangebot jetzt noch steht, ist das Erreichen der Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent bis zum 31. Mai 2006. Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning wies noch einmal darauf hin, dass das Angebot von 86 Euro je Schering-Aktie um 61 Prozent über dem ungewichteten 12-Monats-Durchschnittskurs und rund 39 Prozent über dem Schlusskurs der Schering-Aktie vor dem Auftreten erster Übernahmespekulationen liege. \"Für die Aktionäre lohnt es sich also, unser Angebot anzunehmen\", betonte Wenning.

Die Aktie von Bayer notiert aktuell mit einem Minus von 1,56 Prozent bei 33,97 Euro, während die Anteilsscheine von Schering aktuell 0,13 Prozent auf 85,69 Euro zulegen.

Wertpapiere des Artikels:
Bayer AG
Schering AG


Autor: SmartHouseMedia (© wallstreet:online AG / SmartHouse Media GmbH),18:08 24.05.2006

Man kann davon ausgehen, daß es noch sehr spannend wird.
Denn die Übernahme verläuft sehr langsam. Per 24.05.2006 hat Bayer gerade mal 3,58% der Schering Aktien bekommen. (Das 86 EUR Angebot endet bereits am kommenden Mittwoch, den 31.05.2006.)
Warum verkaufen die Aktienbesitzer nicht, obwohl EUR 86 pro Aktie eigentlich ein guter Preis ist?
Warum bieten zwei Konzerne (Merck bzw. Bayer) überhaupt Preise an, die deutlich über dem damals aktuellen Kurs von ca. EUR 60-65 liegen? (Beide Konzerne erzielen meiner Meinung nach mit der Übernahme von Schering kaum Synergieeffekte. Kostensenkungen könnten daher kurzfristig nur im Verwaltungs-und IT-Bereich erzielt werden. Die damit eingesparten Gelder werden dann aber in mehrfacher Höhe wieder für externe Unternehmensberater ausgegeben. Ob das sinnvoll ist?)

Wie kann es weiter gehen?

Variante 1 (eher unwahrscheinlich): Bayer bekommt bis 31.05.2006 keine 75% + 1 Aktie. Dann ist alles wieder offen und der Kurs wird fallen.

Variante 2 (sehr wahrscheinlich): Bayer bekommt bis 31.05.2006 75% + 1 Aktie. Dann hat Bayer zwar "das Sagen", benötigt aber 95% aller Aktien um die restlichen 5% direkt vom Markt nehmen zu können. Fazit: Wer nach der 75%-Übernahme noch Aktien im Depot hat, kann mehr verlangen. Ich stelle mir da z.B. 108 EUR vor.

Unklar für mich ist, ob die Allianz AG ihre 10%-Beteiligung wirklich nur für 86 EUR verkaufen will.
Merck ist mit knapp 5% ebenfalls an Schering beteiligt. Was passiert, wenn Merck und einige zusätzliche Investoren einen Riegel vor die 95%-Marke schieben?
Welche Hedge-Fonds sind noch mit im Spiel?

Da ich (und Freunde) bei Schering long investiert bin (sind), werde ich 50% zu 86 EUR verkaufen. (Aber nur, wenn am 31.05.2006 Bayer deutlich mehr als 75% besitzt!) Die anderen 50% darf man mir dann für 100 + X abkaufen. :p


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