DAX-0,11 % EUR/USD-0,75 % Gold+0,65 % Öl (Brent)-0,04 %

Heute abend erneut europaweiter Stromausfall? - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

SCHIFFSTRANSFER
E.on riskiert neue Stromumleitung
Mehr als zehn Millionen Menschen ohne Strom - und noch immer ist der Grund unklar: Der Energiekonzern E.on bezweifelt, dass eine abgeschaltete Hochspannungsleitung über der Ems allein daran schuld war. Am Abend wird die Leitung erneut lahmgelegt, um ein Kreuzfahrtschiff passieren zu lassen.


Hamburg - Die Meyer-Werft im niedersächsischen Papenburg will nach dem Stromausfall am Wochenende heute Abend einen zweiten Versuch unternehmen und das Kreuzfahrtschiff "Norwegian Pearl" durch die Ems in die Nordsee überführen. Die Abschaltung einer Hochspannungsleitung über der Ems beim ersten Versuch, das riesige Schiff unter der Trasse hindurchzumanövrieren, hatte am Samstagabend zu Stromausfällen in weiten Teilen Westeuropas geführt. Mehr als 10 Milionen Menschen waren ohne Strom.


Ein Zeitproblem entstehe für die Meyer-Werft durch die Verzögerung nicht, sagte ein Sprecher der Werft in Papenburg am Montag. "Wir haben bis zum 28. November Zeit, das Schiff an die Reederei zu übergeben. Dafür ist der Puffer groß genug." Die Frage nach einem Schadenersatzanspruch gegenüber dem Energiekonzern E.on stelle sich daher nicht.

E.on- Energie- Vorstand Klaus- Dieter Maubach räumte heute im ZDF die Verantwortung für den Stromausfall ein. "Das war im Grunde genommen der Ursprung für diese Versorgungsstörung - dass wir dort eine Leitung außer Betrieb nehmen mussten und dass dort die Belastungen sich auf andere Leitungen verteilt haben, die später zu Überlastungen geführt haben", sagte Maubach.

E.on bezweifelte allerdings, dass die Abschaltung der Hochspannungsleitung allein für den Stromausfall in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien und Österreich verantwortlich war. Im Bayerischen Rundfunk wies Eon-Netz-Sprecher Christian Schneller darauf hin, dass "die Störungen erst eine halbe Stunde nach der Abschaltung aufgetreten sind".

Der Bundesverband Windenergie wies Vorwürfe zurück, die Einspeisung von Strom alternativer Erzeuger habe zu einer Überlastung des Netzes und damit zum Stromausfall geführt. "Wir haben am Samstag 30 Prozent unserer maximalen Kapazität geliefert", sagte Ralf Bischof, Geschäftsführer des Verbandes, zu SPIEGEL ONLINE. Die gelieferte Strommenge habe dem entsprochen, was am Freitag aufgrund von Wetterprognosen vorhergesagt worden war. Insofern könne man den Windenergie-Erzeugern nicht vorwerfen, schuld am Stromausfall zu sein. Zudem habe man am Samstag, als bekannt wurde, dass es Probleme gebe, Kapazitäten in Ostdeutschland zügig abgeschaltet. "Insgesamt war das Netz aber nur schwach ausgelastet und in keinem kritischen Zustand", erklärte Bischof.

Ein Sprecher der Werft sagte, weil E.on nach dem Blackout den Strom auf der Leitung wieder angestellt habe, habe das Schiff seine Fahrt nicht fortsetzen können. Für Schiffe mit einer Höhe von rund 60 Metern sei es viel zu riskant, unter einer Hochspannungsleitung hindurchzufahren, die in Betrieb sei. "Da könnte ein Funke überspringen oder die Leitungen könnten durchhängen." Es müsse daher immer ein Sicherheitsabstand von etwa fünf Metern zwischen Schiff und Leitung eingehalten werden.

Dass es bei Überführungen zu Verzögerungen komme, sei für die Werft nichts Ungewöhnliches, fügte der Sprecher hinzu. So müsse zum Beispiel das Wetter mitspielen. Ein Zwischenfall wie am Wochenende habe sich jedoch in den bisherigen 19 Überführungen von Kreuzfahrtriesen noch nicht ereignet.

Der Luxuskreuzer "Norwegian Pearl" mit seiner üppigen Außenbemalung in Form einer Perlenschnur ist das neueste Flaggschiff der Papenburger Meyer Werft. Das 294,1 Meter lange und 32,2 Meter breite Schiff kostet rund 400 Millionen Euro und erreicht eine Geschwindigkeit von mehr als 24 Knoten (rund 44 Stundenkilometer). Bis zu 12.000 Arbeiter haben 22 Monate lang an dem Schiff gebaut. In seinen 1197 Kabinen kann der Luxuskreuzer 2400 Passagiere aufnehmen.

kaz/mik/Reuters/dpa


http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,446721,00.html


Entweder hat E.on keine Lust der Öffentlichkeit die wahren Gründe für den Stromausfall zu sagen oder sie haben selbst keine Ahnung, was genau passiert ist.
Als Trader würde ich heute abend jedenfalls keine spekulativen Positionen halten. Leider ist der Zeitpunkt der Abschaltung ja nicht genauer spezifiziert.
Der Showeffekt gehörte wohl zur "Pro Atomenergie-Werbekampagne":D
stellt euch mal vor, der Strom fällt aus und bei den Amis crashts gewaltig.
Antwort auf Beitrag Nr.: 25.173.797 von Pressekodex am 06.11.06 13:20:17Mag sein.

Allerdings hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass die AKWs mit ihrer fehlenden Regelbarkeit ein Teil des Problems ist - und nicht die Lösung. Ein weiterer Ausbau des Kernenergieanteils in Europa wäre ein großes Risiko für die Netzsicherheit. (Siehe Thread: Steht das deutsche und somit europäische Stromnetz vor dem Kollaps?, #31)
wenn alle WO-User dann pünktlich auf die Sekunde genau den Haarfön anstellen, dann gibt es garantiert einen Stromausfall :D
Ein Vorgeschmack auf das was kommt, wenn bald in ganz Deutschland die Lichter ausgehen!
:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 25.177.821 von NeueDMark am 06.11.06 16:50:38ja,
laßt die Merkel weiterwursteln dann gehen endgültig die Lichter aus......
:(:eek::cool:
Stromausfall heute Abend? Wäre mir recht, habe 20Uhr noch eine öde Sitzung vor mir - bitte dann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 25.179.117 von LastHope am 06.11.06 17:52:54Vielleicht war der Stromausfall auch nur ne Werbekampagne für das neue Kreuzfahrtschiff. :look:
STROMAUSFALL
E.on sucht die Schuldigen

Von Michael Kröger

Nach dem europaweiten Stromausfall ist der Energiekonzern E.on um Schadenbegrenzung bemüht. Kardinalfrage ist, wer die Verantwortung für den Blackout trägt. Als sicher gilt inzwischen, dass die Hochspannungsleitung im Emsland der Auslöser für das Desaster war. Was aber ist die Ursache?


Berlin - Eine Hochspannungsleitung wird planmäßig unterbrochen und plötzlich geht in halb Europa nichts mehr. Auch fast zwei Tage nach dem Blackout gibt es immer noch keine schlüssige Erklärung für die beispiellose Panne. "Die Emsleitung stand am Anfang einer ganzen Kette von Störungen, die schließlich zu den Versorgungsengpässen in ganz Europa geführt haben", sagte Guido Knott, Geschäftsführer der E.on-Netztochter E.on Energie, zu SPIEGEL ONLINE. So viel sei inzwischen sicher.


E.on-Hochspannungsanlage: Größere Anzahl von Störfällen
Ebenso sicher sei aber auch, dass die Versorgungsleitung nicht die einzige Ursache für die Versorgungsengpässe gewesen sei, sagte Knott weiter. "Das lässt sich aus der Tatsache ableiten, dass es erst 30 Minuten, nachdem die Leitung abgeschaltet worden war, zu den Ausfällen gekommen ist." Was aber hat noch zu dem Stromausfall beigetragen?

Normalerweise verursacht die Abschaltung einer einzelnen Leitung keine Probleme, weil das Netz doppelt abgesichert ist. Überdies werden Situationen, wie am vergangenen Samstag im Emsland, zuvor in Simulationen durchgespielt, so dass etwaige Probleme von vorneherein ausgeschlossen werden können.

Dass es trotzdem zum Blackout kommen konnte, kann Knott sich nur mit einer größeren Anzahl von Störfällen erklären, die im Anschluss an die Abschaltung aufgetreten sind. Was sich aber im Detail abgespielt habe, darüber könne man zum jetzigen Zeitpunkt nur spekulieren, sagt er.

Auf irgendeine Weise hätten auch die Betreiber von Windkraftanlagen zu dem Problemen beigetragen, fügte er hinzu. Am Samstagabend habe es während eines durchaus nennenswerten Zeitraums eine ausgeprägte Flaute gegeben. Normalerweise könne das System solche Unregelmäßigkeiten aber problemlos verkraften.


Am Vormittag bereits hatten sich die Windenergie-Erzeuger energisch gegen Schuldzuweisungen in dieser Richtung zur Wehr gesetzt. Im Verlauf des Samstags seien rund 30 Prozent der maximalen Kapazität ins System geflossen, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie, Ralf Bischof, SPIEGEL ONLINE. Die gelieferte Strommenge habe dem entsprochen, was am Freitag aufgrund von Wetterprognosen vorhergesagt worden war. Zudem habe man am Samstag, als bekannt wurde, dass es Probleme gebe, Kapazitäten in Ostdeutschland zügig abgeschaltet. "Insgesamt war das Netz aber nur schwach ausgelastet und in keinem kritischen Zustand", erklärte Bischof.

Allerdings war, anders als bislang in der Öffentlichkeit diskutiert, nicht zu viel Strom in den Leitungen, so dass - zumindest im übertragenen Sinne - irgendwo eine Sicherung durchgebrannt wäre, sondern zu wenig, was tatsächlich auf die Windenergie-Erzeuger hindeuten könnte. Ein erstes Indiz dafür ist ein Frequenz-Diagramm des betreffenden Zeitraums, das einen drastischen Abfall der Kurve nach 22.30 Uhr auf 49 Hertz ausweist, also einen Mangel an zur Verfügung stehender Energie.

Gemessen wird die Belastung des Netzes an der Frequenz des Wechselstroms. 50 Hertz gelten als das Maß der Dinge. Steigt der Wert über die 50-Hertz-Marke, deutet dies auf zu viel Strom im Netz hin. Für die Techniker ist dies genauso alarmierend wie zu wenig Strom. Die Reaktion ist im Prinzip dieselbe, wenn auch mit umgekehrten Vorzeichen. Im ersten Fall werden die Lieferanten abgeregelt, im zweiten Fall wird zusätzliche Leistung angefordert. Wenn sich die Frequenz auf diese Weise nicht mehr einpegeln lässt, müssen Kraftwerke vom Netz genommen werden - oder eben Verbraucher.


Der Tübinger Energieberater Martin Schmieg warnt allerdings vor voreiligen Schlüssen. Die Kurve zeige einen Leistungsausfall von 7,5 bis 10,5 Gigawatt innerhalb von wenigen Sekunden an. "Die angesprochene Flaute muss also schlagartig und flächendeckend über ganz Norddeutschland hereingebrochen sein. Aber selbst wenn dieser unwahrscheinliche Fall eingetroffen wäre, könnte den Windkraft-Betreibern nicht die alleinige Schuld zugewiesen werden, sagte Schmieg weiter. "Das ist schon rein rechnerisch nicht möglich, denn 30 Prozent der Maximalkapazität entsprechen rund fünf Gigawatt. Sein Resümee: "Es müssen noch andere Energiequellen ausgefallen sein."

Welche das sind, versuchen die E.on-Leute derzeit herauszufinden. Wann sie mit der Ursachenforschung fertig sind, vermag E.on-Energie-Geschäftsführer Knott allerdings noch nicht zu sagen. "Wir bemühen uns um schnellstmögliche Aufklärung."


http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,446819,00.html



Um 22.10 Uhr fällt der Strom aus und die Ursache soll ein Leistungsabfall um 22.30 Uhr sein. :eek::eek::eek: Danke Spiegel-Online für so einen Schwachsin... :laugh::laugh::laugh:
Jetzt wird klar, wie Eon zu seinem Namen kam:

Ehhhh mach mal das Licht ON.....
Blackout
Stromausfall durch defekten Satelliten?

Experten suchen die genauen Gründe für den europaweiten Stromausfall vom Wochenende. Es gibt inzwischen eine Reihe von Verdachtsmomenten – wobei auch ein ausgefallener Satellit eine Rolle spielen soll.


Foto: dpaBerlin - Probleme beim weltumspannenden Ortungssystem GPS könnten etwas mit dem Stromausfall zu tun haben, der am Samstagabend Millionen Haushalte in Europa im Dunkeln ließ. Das berichtete die „Thüringer Allgemeine“. GPS werde auch bei länderübergreifenden Strom-Überlandleitungen als Zeit-Referenzsignal eingesetzt, sagte der wissenschaftliche Direktor des Bundesamtes für Kartografie und Geodäsie, Georg Weber, der Zeitung. Nach Daten der US-Küstenwache sei am Samstag einer der GPS- Satelliten ausgefallen – von 16.17 bis 22.07 Uhr deutscher Zeit - also genau bis zum Zeitpunkt des Stromausfalls, hieß es.

...

http://www.welt.de/data/2006/11/07/1102713.html
#1

Da stecken bestimmt die Merkel und der Müntefering dahinter. Denn die wissen:

Weniger Strom = mehr schnackseln = mehr Kinder = mehr Steuern = weniger Geld für Konsum = mehr Geld für den Staat

;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 25.192.054 von Blue Max am 07.11.06 14:06:21wenn ich den geistigen Dünnsch.... dieser sogenannten Analysten zu den heutigen Zahlen lese, weiß ich, warum ich seit Jahren nach eigenen Erfahrungen und Analysen investiere.
strong buy
Antwort auf Beitrag Nr.: 25.214.542 von Einstieg am 08.11.06 13:10:39Einstieg

Grüsse aus Schweden.

Es ist sehr interessant dass das Eigenkapital zwischen 30.6.2006 und 30.9.2006 mit EUR 482 Millionen gestiegen ist! Wir sind wirklich reicher geworden.

Die Analysten können nicht das KGV von E.ON standardmässig berechnen sondern sollten die Gazprom-Aktien separat behandeln. Das habe ich mehrmals geschrieben. E.ON ist wirklich ein Kauf und mit Endesa ein starkes Kauf.
Antwort auf Beitrag Nr.: 25.216.115 von JohnnyA am 08.11.06 14:33:22so sehe ich das auch und habe nochmal kräftig nachgelegt.


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um einen ältere Diskussionen, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier ein neue Diskussion.