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OTI mit niedrigem 2002-KGV im Vergleich - 500 Beiträge pro Seite


ISIN: IL0010834682 | WKN: 924895
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Neuigkeiten zur On Track Innovations Aktie


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Ein Artikel im Handelsblatt von Fr. 29.6.01 beschäftigt sich mit Smart-Card-Aktien. "Die Mobilfunk-Flaute belastet die Werte. Wer die Krise übersteht, hat gute Aussichten."

"Die kleinen Gesellschaften am Neuen Markt wie OTI oder Amatech gelten zwar als technologisch durchaus innovativ, als Investment gleichsam als risikoreich."

Weiter heißt es: Besonders Amatech habe Vertrauen verspielt
und kämpfe uns Überleben. Winter hingegen gelte als solide, aber zu klein um international eine bedeutende Rolle zu spielen. Im Text sonst nichts weiter über OTI.

Die Gewinne für 2002 werden für OTI mit 0,24 Euro/Aktie angegeben. OTI hat auf Basis dieser Schätzung (!) damit
das niedrigste KGV aller vorgestellten Werte.
In der Übersicht war eine bunte Mischung: ACG, Amatech, Gemplus, Mühlbauer, Oberthur, OTI, SCM und Winter.

Grüße
azurro
Na und, was ist denn diese "Schätzung" wert? Scheinbar nicht einmal ein weiterer Halbsatz...

aha

WBB
Also hier ist der Beitrag, den ihr auf der Internetseite www.handelsblatt.com auch findet:


Neu verteilte Karten


Von Holger Nacken


Die Mobilfunk-Flaute belastet auch die Smart-Card-Aktien. Wer die Krise übersteht, hat gute Aussichten.


Aktie WKN Währung akt. Kurs 52W.Hoch 52W.Tief Gewinn KGV
n/a n/a n/a n/a
ACG AG CHIPK.INFO.SYS. 500770 EUR 15.60 85.50 13.60 0.61 25.35
GEMPLUS INTERNATIONAL 592311 EUR n/a n/a n/a n/a n/a
MUEHLBAUER HOLD.O.N. 662720 EUR 52.30 113.25 47.50 1.35 38.64
OBERTHUR CARD SYST. EO 1 501947 EUR 9.95 20.90 9.70 0.16 62.18
OTI ON TRACK INN. IS-,01 924895 EUR 2.50 19.40 2.35 -0.27 -9.05
SCM MICROSYSTEMS DL-,001 909247 EUR 11.99 69.50 8.79 0.81 14.64
AMATECH AG O.N. 519280 EUR 1.27 38.30 1.10 0.05 22.24
WINTER AG 555560 EUR 6.60 21.10 6.50 0.36 18.21
WKN: Wertpapierkennnummer, KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis, Gewinnschätzung und KGV beziehen sich auf das Jahr 2001.


Fast jeder Handy-Besitzer hat die Prozedur schon einmal durchgemacht: SIM-Karte aus der Halterung lösen, dabei bloß nicht die Oberfläche berühren, Handy-Klappe abnehmen, Karte vorsichtig einschieben, Klappe schließen. Das Gefummel ist umständlich, aber notwendig: Auf den klugen Karten (englisch „Smart Cards“) sind alle Informationen gespeichert, die das Handy braucht, um den Kunden bei seinem Netzbetreiber anzumelden.

Die Hersteller der Smart Cards haben in der Vergangenheit kräftig an den Telefonplättchen verdient: Schließlich wurde mit jedem neuen Mobilfunkvertrag eine neue Karte benötigt. Doch wegen der Absatzflaute im Mobilfunk segeln sie jetzt ebenso kräftig in die Krise.

Der weltgrößte Anbieter von Chip-Karten, die Luxemburger Gemplus, warnte am 6. Juni bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr vor zurückgehenden Gewinnen. Einen Tag zuvor hatte die französische Oberthur Card Systems die Prognosen für das laufende Jahr zurückgenommen. „Die Smart-Card-Hersteller können sich nicht von der zurückgehenden Handy-Nachfrage abkoppeln“, sagt Thomas Becker, der für HSBC Trinkaus & Burkhardt den Markt analysiert. „Andere Anwendungsbereiche der Karten gleichen das noch nicht aus, obwohl sie sich gut entwickeln.“

Hoffnungen setzten Beobachter etwa auf den Einsatz von Smart Cards als elektronische Fahrscheine, die den Passagieren den lästigen Ticketkauf ersparen. Der Fahrpreis wird dann automatisch beim Einstieg von der Karte abgebucht. Allein in diesem Bereich erwartet der Branchenverband Eurosmart einen Anstieg der nachgefragten Karten von derzeit 32 Millionen Stück pro Jahr auf 210 Millionen Stück im Jahr 2005 (siehe Grafik). Andere wichtige Anwendungsgebiete sind etwa Kundenkarten im Einzelhandel oder Patientenkarten im Gesundheitsbereich. Besonders stark soll dabei das Wachstum bei hochwertigen Smart Cards ausfallen. Solche Produkte sind mit einem Prozessorchip ausgestattet, der nach vorgegebenen Kriterien entscheiden kann, ob und welche Informationen er einem Lesegerät zur Verfügung stellt. Der Chip ist außerdem in der Lage, Informationen zu verschlüsseln. Schließlich sollen etwa sensible Kontodaten nicht in falsche Hände gelangen.

Für Phantasie sorgt bei Experten auch das erwartete Wachstum außerhalb Europas. „Hier haben sich Smart Cards schon durchgesetzt, aber in den USA und Asien besteht Nachholbedarf. Ich erwarte eine sehr dynamische Entwicklung“, sagt Ingo Wermann, Analyst bei der GZ-Bank. Neue Impulse in Europa könnten hingegen die von der Wirtschaft heiß ersehnte Einführung des neuen Mobilfunkstandards UMTS geben: Diese Technik benötigt neue, leistungsfähige SIM-Karten.

Gute Zukunftschancen, schwierige Gegenwart: Wie sollten sich Anleger verhalten, die vom Smart-Card-Trend profitieren wollen? Zunächst noch abwarten und dann auf die Großen der Branche setzen – so lautet zusammengefasst die Empfehlung vieler Analysten. So gilt etwa Mühlbauer als hervorragend geführtes Unternehmen, das aber noch hoch bewertet ist (siehe Kasten). Mühlbauer baut Maschinen, mit denen Smart Cards für alle Anwendungen produziert werden können.

Langfristig räumen Analysten auch dem Kartenhersteller Gemplus große Chancen ein. „Allein schon wegen seiner Größe hat das Unternehmen beste Möglichkeiten, am Wachstum des Marktes teilzuhaben“, sagt GZ-Bank- Analyst Wermann. Voraussetzung ist allerdings, dass sich der Telekommunikationssektor erholt. Noch macht Gemplus rund 75 Prozent seines Umsatzes in diesem Bereich.

Doch auch Konkurrent Oberthur Card Systems findet Fürsprecher. „Im Vergleich der beiden Hersteller ist die aufstrebende Oberthur besser diversifiziert“, schreibt das Analysehaus Performaxx in einer aktuellen Branchenstudie. Die Abhängigkeit vom Mobilfunk sei nicht so groß. Außerdem verfüge das Unternehmen über besondere Stärken im Bereich der wachstumsstarken Prozessorkarten. Gemessen am Umsatz ist Gemplus aber dreimal so groß wie Oberthur und außerdem international stärker vertreten.

Nummer zwei am Markt ist derzeit Schlumberger. Bei dem Großkonzern spielt das Smart-Card-Geschäft allerdings nur eine kleine Rolle. Viel wichtiger ist hier die Öl- und Gasförderung.

Auch bei der am Neuen Markt notierten ACG machen Smart Cards bisher nur einen kleineren Teil des Umsatzes aus. Da über 75 Prozent der Erlöse aus dem Handel mit Halbleitern resultieren, leidet das Unternehmen besonders unter der Gewinnwarnungswelle in der Chip-Branche. Die massiven Kurseinbrüche deuten darauf hin, dass es am Markt Zweifel gibt, ob das Unternehmen die aggressive Wachstumsstrategie unter diesen Vorzeichen beibehalten kann.

Die kleinen Gesellschaften am Neuen Markt wie OTI und Amatech gelten zwar als technologisch durchaus innovativ, als Investment gleichsam als extrem risikoreich. Besonders Amatech hat durch Managementfehler und Querelen im Vorstand das Vertrauen der meisten Investoren verspielt und kämpft um das Überleben. Das Familienunternehmen Winter gilt hingegen als solide, jedoch als zu klein, um international eine bedeutende Rolle zu spielen.
oTi is nach meinem wissenssstand nicht mobilfunkabhängig. die meisten erlöse werden mit anderen kartenanwendungen erlöst.

Ich bin gespannt udn weiter zuversichtlich!
@WBB
Wenn man keine gesicherte Aussage treffen kann, läßt man es besser gleich ganz. So interpretiere ich die sparsame Erwähnung von OTI in dem Artikel. Die Bewertung "sehr hohes Risioko" am Schluß spiegelt das wider.

@Longus
Ein Produkt eigens auf Handys zugeschnitten scheint es in der Tat nicht zu geben. Umgeachtet dessen, bietet sich der Einsatz der SmartCard-Technologie für Bezahlsysteme in Handys durchaus an und ist m.E. insofern auch ein relevanter Bereich für die OTI-Technologie: http://www.oti.co.il/OTIGer/tech_fr_left.htm


Hier nochmal der Link zum Artikel für alle Suchenden:
http://www2.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/bui…

Die Tabelle auf der Handelsblatt-WebSite ist leider ein wenig abgespeckt im Vergleich zur Print-Version.
Es fehlen z.B. die Gewinnschätzungen für 2002 und die Risiko-Einschätzungen (für OTI: sehr hoch).

Insgesamt bin ich verhalten optimistisch. Sollten die nächsten Zahlen und Ausblicke auch nur annähernd im Rahmen der Erwartungen liegen, schätze ich das Aufholpotential wegen des momentanen hohen Bewertungsabschlags (Vergleich der 2002-Schätzungen) als überdurchschnittlich ein.

azurro


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