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Aktien Frankfurt Anleger warten nach starker Vorwoche erst einmal ab

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
05.11.2018, 12:16  |  850   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wegen der Hängepartie im internationalen Handelsstreit haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Montag vorerst mit weiteren Aktienkäufen zurückgehalten. Der Dax behauptete sich auf dem Niveau der Vorwoche, die er mit einem Zugewinn von fast 3 Prozent abgeschlossen hatte. Gegen Mittag lag er prozentual unverändert bei 11 519,30 Punkten.

In der zweiten deutschen Börsenreihe war das Vorzeichen jedoch negativ: der MDax der mittelgroßen Werte gab gegen Mittag um 0,36 Prozent auf 24 386,35 Zähler nach. Auf europäischer Bühne wiederum stand der Leitindex EuroStoxx 50 moderat mit 0,12 Prozent und 3218,01 Punkten in der Gewinnzone.

Laut Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners glauben die Investoren noch nicht vollständig an eine baldige Lösung im Handelskonflikt zwischen China und den USA, die den Markt in der Vorwoche nach oben trieb. "Die Anleger wollen keine Ankündigungen von Donald Trump hören, sie wollen Fakten und Lösungen sehen", sagte der Experte. Laut Investmentanalyst Frank Klumpp von der LBBW braucht eine US-chinesische Annäherung aber Zeit.

Zudem wurde am Markt auf schwache Konjunkturdaten aus China verwiesen, die der Kauflaune der Anleger vorerst im Wege standen. Die Stimmung in den Dienstleistungsunternehmen des Landes war im Oktober auf den niedrigsten Wert seit 13 Monaten gefallen und hatte die Erwartungen von Analysten deutlich verfehlt.

Auf Unternehmensseite schwankten die Aktien von Wirecard weiter. Am Freitag noch von einem skeptischen Analystenkommentar der US-Bank Merrill Lynch zur Wachstumsdynamik des Zahlungsdienstleisters belastet, kletterten sie nun um etwa 2 Prozent. Händler führten dies auf eine Gegenstimme der Experten der französischen Bank Exane BNP Paribas zurück.

Am anderen Dax-Ende dagegen zollten Infineon ihrer jüngsten Rally Tribut: zuletzt büßten die Papiere als größter Dax-Verlierer rund 2,5 Prozent ein. In der Vorwoche hatten sie sich auch um etwa 15 Prozent erholt - unter anderem getragen von optimistischen Analystenkommentaren und guten Branchenvorgaben.

Im MDax lagen Wacker Chemie mit plus 3,7 Prozent an der Spitze: Marktteilnehmer verwiesen zur Begründung auf Medienberichte, wonach China die Obergrenze für installierte Solaranlagen anheben könnte. Der Spezialchemiekonzern wäre mit seinen Vorprodukten ein möglicher Profiteur davon.

Außerdem kletterten Siemens Healthineers im Index mittelgroßer Werte um 2,2 Prozent, nachdem der Hersteller von Medizintechnik im vierten Geschäftsquartal positiv überraschte. Dies und auch der Ausblick dürften von den Anlegern positiv aufgenommen werden, kommentierte Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank. Mit fast 6 Prozent Plus schwappte dies auch auf die Papiere des Branchenkollegen Drägerwerk über.

Morphosys mauserten sich nach einer positiven Analystenstudie der Investmentbank Piper Jaffray mit 3,1 Prozent zum zweitbesten Indexwert im MDax.

Im Nebenwertebereich profitieren die Aktien von Borussia Dortmund am Montag mit plus 1,65 Prozent auf 9,84 Euro weiter vom sportlichen Erfolg des Bundesligisten. Den Vorsprung auf seine Verfolger konnte der Revierclub am Wochenende in der Tabelle weiter ausbauen. Im frühen Handel stiegen die Papiere erstmals seit 2001 vorübergehend wieder über der Marke von 10 Euro./tih/mis

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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