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DAX-Wochenplan: Runde Marken faszinieren DAX und Dow Jones: Ausblick Charttechnik

DAX-Wochenplan Runde Marken faszinieren DAX und Dow Jones: Ausblick Charttechnik

Gastautor: Andreas Mueller
10.02.2019, 12:15  |  11617   |   |   

Nach dem Bruch der 11.000 steht im DAX die Frage im Raum, wo die Charttechnik weitere Unterstützungen sieht und welches Potenzial eine Gegenbewegung haben könnte.

In sinngemäß letzter Minute konnte der Dow Jones noch ein Wochenplus halten und damit auch die runde Marke von 25.000 Punkten verteidigen. Dem DAX gelang dieser Ausklang nicht mehr, weder mit seiner runden Marke von 11.000 Punkten, noch mit einem Wochenplus. Dabei begann die Börsenwoche recht stark. Nach einem richtungslosen Montag konnte der DAX am Dienstag noch einmal kraftvoll durchstarten. Bis zum Mittag steuerte er konsequent die Hochs aus dem Vormonat an und erreichte sie schliesslich. Im Stundenchart war dies als ein Widerstand sichtbar:

 

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Binnen weniger Stunden war der aufgezeigte Widerstand jedoch gebrochen und sorgte nicht nur im Forum für starke Emotionen. Lag es an der technischen Situation oder rein an den Vorgaben aus den USA? Hier glänzten vor allem die Technologiewerte in der ersten Wochenhälfte nach starken Quartalszahlen der Google-Mutter Alphabet und verhalfen dem Nasdaq zu zwei sehr starken Tagen mit Kursen über 7.000 Punkten. Dort fuhr sich der Index jedoch "fest" und konnte sich trotz mehrmaligem Anlauf in der zweiten Wochenhälfte nicht mehr darüber etablieren. Den "Kampf" um diese runde Marke stellte ich wie folgt in meinen Kanälen dar:

 

 

Bereits der Mittwoch zeigte dann auch im DAX an, dass die Bullen keine Kraft mehr hatten - die Kurse fielen wieder und hatten am Donnerstag nach Unterschreitung des ehemaligen Widerstandes nur eine Richtung vor Augen: südwärts. Aus Trading-Sicht bot sich hier nach dem kurzen Rücklauf zum Eröffnungsniveau eine Short-Order an, welche ich als Trading-Setup entsprechend umsetzte:

 

Die Meldung über eine sich abschwächende Exportwirtschaft in Deutschland sorgte dafür, dass der Markt nicht nur die Gewinne der ersten Wochenhälfte abgab, sondern weitere Verkaufsorders den Markt bis nahe an die 11.000er-Marke drückten. Sie hielt noch am Donnerstag einer kurzen psychologischen Berührung stand:

 

 

Ebenso wie der Dow Jones, welcher von der 25.000 am Donnerstag recht dynamisch abprallen konnte:

 

 

Doch der Freitag verschärfte das Problem für die Bullen im DAX noch einmal. Neben der Charttechnik gab es natürlich auch Unternehmensnachrichten, welche den Weg unter die 11.00er-Marke schliesslich bestimmten.

 

Hierbei ist der Daimler-Konzern zu nennen, dessen Quartalszahlen mit einem Umsatz von 46,6 Milliarden Euro über den Erwartungen lagen, doch dessen EBIT von 3,42 Milliarden Euro auf 2,67 Milliarden Euro zurückfiel. Damit blieb zwar die Dividende mit 3,25 Euro pro Aktie trotz einer Kürzung noch ansehnlich, doch zukünftig wird ein wenig der "Fuss vom Gaspedal" genommen und Umstrukturierungen anstehen. Für das Gesamtjahr 2018 meldete der Konzern einen Umsatz von 167,4 Milliarden Euro, doch nur einen Gewinn von 11,1 Milliarden Euro. Das sind etwa 22 Prozent weniger als im Vorjahr und schürt damit Sorgen, dass die Branche weiter konsolidiert. Hohe Entwicklungskosten und eine breite Produktpalette sind womöglich nicht mehr tragbar, zeigte die offene Diskussion des Unternehmens.

Kann das Unternehmen hier wieder Dynamik in seine Produktionssparten bringen? Der Focus hat dazu einige Meinungen eingefangen und das Chartbild des vergangenen Jahres zeigt ein Minus von 30 Prozent auf:

 

 

Damit ist zwar die Dividendenrendite von über 6 Prozent ein starkes Kaufargument, der Chart allerdings würde ein Investment aus meiner Sicht noch nicht aufdrängen.

 

Zweiter Belastungsfaktor war erneut die Aktie der Wirecard AG. Schrieb ich noch in der Vorwochenanalyse "Wirecard bremst den DAX aus", so könnte man dies hier noch einmal wiederholen Nach einer kurzen technischen Gegenreaktion geriet das Papier abermals unter Druck und unterschritt am Freitag sogar die runde Marke von 100 Euro. Damit hat sich der Kurs seit dem Hoch im September mehr als halbiert und die Aktie allein in den vergangenen 6 Monaten 43,5 Prozent an Wert verloren. Das Chartbild von einem Jahr zeigt den Abschwung aus Februar deutlich:

 

 

Für neuerliche Verunsicherung sorgte die Meldung einer Polizei-Razzia in den Büroräumen von Singapur. Laut dem Spiegel kooperiert das Unternehmen mit der Polizei und beabsichtigt die Financial Times für die erste Berichterstattung zu verklagen, doch dem Kurs half dies wenig. Dennoch möchte ich das Statement des Konzerns noch einmal hervorheben:

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DAX-Wochenplan: Wirecard bremst den DAX aus - Aufwärtstrend in Gefahr?

Diskussion: Wirecard - Top oder Flop


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