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Countdown zu Karfreitag Wirecard: Viel zu wilde Spekulationen über verlängertes Leerverkaufsverbot?

16.04.2019, 15:40  |  6178   |   |   

In Presse-Berichten wird vor dem Ende der Frist des Leerverkaufsverbots der Bafin, das am Donnerstag in dieser Woche um 24 Uhr endet, über eine zeitliche Verlängerung des Verbotes spekuliert. Aber noch gibt es keinerlei harte Fakten dazu, dass Wetten auf ein Fallen des Wirecard-Kurses per Leerverkäufe nicht bald schon wieder möglich sind. Unterdessen zeigt sich der Kurs der Wirecard-Aktie vor dem Hintergrund des jüngsten Trommelfeuers der Presse resistenter.

Ein Journalist der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") stellte am Sonntag die These auf, dass es "offen sei, ob die Bafin das Leerverkaufsverbot über Ostern hinaus verlängern werde". Zuvor berichtet er darüber, dass die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, Christine Lambrecht, auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Danyal Bayaz geantwortet hätte: "Aus Sicht der Bundesregierung bewegt sich die Bafin innerhalb des ihr zugewiesenen Aufgabenbereichs und ist ihren zugewiesenen Aufgaben nachgekommen", so die "FAZ". Demnach habe "die Bundesregierung der Bafin den Rücken gestärkt", meint der "FAZ"-Autor. Die Bafin habe sich aber nicht zur Verlängerung der Frist für das Leerverkaufsverbot geäußert, so die "FAZ" weiter. Unterm Strich bleibt nicht mehr als eine Spekulation über eine mögliche Verlängerung der Bafin-Maßnahme.

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Aus einem weiteren, kritischen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" ("SZ") vom gestrigen Montag geht hervor, dass die Untersuchung der Singapurer Anwaltskanzlei Rajah & Tann nicht als abschließend zu betrachten sei, sondern weitere Fragen aufwerfe. Unter anderem geht es in dem SZ-Bericht um die Verstrickungen des Wirecard-Vorstands in München mit den Unregelmäßigkeiten in Singapur. Der Konzern berufe sich laut der SZ bei seinen Bemühungen um Aufklärung auf eine "Zusammenfassung" von Rajah & Tann. Ein Abschlussbericht der Anwälte von Rajah & Tann liege laut der "SZ" aber "offenbar noch nicht vor".

Schaut man auf den Kurs der Wirecard-Aktie, scheint es so, als würde Wirecard bei den Anlegern wieder an Vertrauen gewinnen: auf Wochenbasis 6,3 Prozent im Plus, auf Monatsbasis 7,2 Prozent im Plus.  

So oder so, laut Marktbeobachtern müssen Anleger damit rechnen, dass der Kurs noch eine Zeit lang "nachrichtengetrieben" reagieren wird. Etwas Ruhe und Besinnung auf kursrelevante Unternehmensdaten könnte der 25. April 2019 mit sich bringen, an dem Wirecard seine Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen möchte. Am 8. Mai sollen die Zahlen zum ersten Quartal in diesem Jahr präsentiert werden. Am besten wäre es, wenn Wirecard zu einem dieser Termine auch einen vertrauenserweckenden Abschlussbericht vorlegt, der keine Fragen mehr offenlässt.

Quellen:

FAZ

SZ

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Wertpapier
WirecardDAX


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