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Tesla mischt deutsche Autoindustrie auf Tesla in Berlin: Warum Daimler, BMW und Audi jetzt schnell die Kurve kriegen müssen

15.11.2019, 12:30  |  14855   |  11   |   

Tesla plant den Bau einer E-Autofabrik im Berliner Umland. Schon 2021 könnte die Gigafactory in der Brandenburger Gemeinde Grünheide fertig sein. Inwieweit Müssen die deutschen Autohersteller die Konkurrenz aus Kalifornien fürchten? Das sagen Experten:

Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität e.V. BEM, erklärte exklusiv gegenüber wallstreet:online: „Die Haltung zur Elektromobilität spaltet die deutschen Autohersteller, weshalb die Ankündigung der Giga-Factory von Tesla unterschiedlich aufgenommen wird. Deutschlands größter Autohersteller VW hat sich im Gegensatz zu anderen großen Herstellern eine gute Position erarbeitet, mit dem VW ID3 rollen seit letzter Woche die ersten E-Autos vom Band. Weiteren Umbaumaßnahmen bei VW ist jetzt das Tempo von Tesla zu wünschen, damit die Niedersachsen mit den Kaliforniern in Brandenburg mithalten können. Für die Zulieferer gilt eine ähnliche Einschätzung: viele deutsche Zulieferer produzieren bereits für Tesla, hier gewinnt, wer in den letzten Jahren Reformbereitschaft bewiesen und Umbauprozesse angeschoben hat.“

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Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßt „eine Ansiedlung von Tesla in Deutschland“, da dies den Automobilstandort Deutschland stärken würde. Der E-Autokonkurrenz aus den USA seien die deutschen Autobauer gewachsen. Denn: „Die deutsche Automobilindustrie – Hersteller wie Zulieferer – investieren bereits massiv in die Elektromobilität und verfünffachen ihre E-Modellangebot bis zum Jahr 2023 auf über 150. Wir scheuen den Wettbewerb nicht, ganz im Gegenteil: Die deutsche Automobilindustrie ist im internationalen Wettbewerb gewachsen und hat deshalb eine Spitzenstellung eingenommen“, erklärte VDA-Präsident Bernhard Mattes in einer Pressemitteilung.

Eric Heymann, Analyst für die Branchen Automobil, Industrien, Klimapolitik und Verkehr bei der Deutschen Bank, betont ebenfalls die positive Wirkung des zunehmenden Wettbewerbs in der E-Autobranche. Exklusiv gegenüber wallstreet:online erklärte der Analyst: „Zunächst einmal belebt Konkurrenz das Geschäft. Wenn nun ein weiterer Akteur lokal in den Markt eintritt, kann das aus wettbewerbspolitischer Sicht nur positiv sein. Wettbewerb ist zwar anstrengend, aber alles andere als neu für die deutschen Hersteller. Bei den deutschen Autoherstellern füllt sich die Produktpipeline aktuell mit Elektroautos. Durch Größenvorteile dürften auch die Kosten sinken. Für den Standort Deutschland ist die Investitionsentscheidung ein positives Signal.“

Ähnlich sieht dies auch Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer, Professor am CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen: „Für den Autostandort Deutschland ist Musk Ankündigung eine gute Nachricht. Wettbewerb hat schon immer dafür gesorgt besser und schneller zu werden. Also eine gute Nachricht auch für VW, Daimler und BMW. Mit der Entscheidung von Elon Musk für Deutschland werden wir gestärkt und die Elektromobilität nimmt mehr Fahrt auf als bei 100 Kanzlergipfeln in Berlin.“

Dass die deutschen Autobauer eine Ansiedlung von Tesla in Deutschland tatsächlich begrüßen, kann bezweifelt werden. Denn Tesla ist schon jetzt Marktführer bei E-Autos: Von Jahresbeginn bis zum 31. Oktober wurden 9.301 Stromer von Tesla in Deutschland neu zugelassen, berichtet die dpa und bezieht sich auf Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Platz zwei belegt Renault mit 8.330 reinen Elektroautos vor BMW mit 7.957, VW (6.208) und Smart (5.862).

In einem Kommentar zur geplanten Tesla-Fabrik in Brandenburg bringt es Sabrina Fritz, Journalistin beim SWR, auf den Punkt: „Elon Musk schiebt den ganzen Technologiestandort Deutschland den Berg hoch. Wie ein Kumpel, der hilft, wenn die Batterie alle ist. Denn saft- und kraftlos erscheinen die deutschen Luxushersteller angesichts des Wirbelwinds aus Übersee. Daimler wird ein schmerzhaftes Sparprogramm verkünden. Audi feuert gerade seinen Vorstand, und BMW stellt sein einzig echtes Elektroauto, den I3, wieder ein.“

Autor: Ferdinand Hammer



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Kommentare

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04.01.20 16:51:12
Das, was sie schreiben, hab ich nicht so ganz verstanden.

SUV hab ich ja direkt abgelehnt und für unnütz befunden, egal ob Verbrenner oder E-SUV.

Ich gehe davon aus, dass SUV nur eine Modeerscheinung sind, bis die Autoindustrie vom Markt gezwungen wird auf reine E-Mobilität umzustellen, und dann erledigt sich das mit den SUV über die Physik.

Wenn ich mein E-Mobil an der Steckdose mit meinem Strom vom Dach/Balkon/Hauswandverkleidung auflade, dann kann ich auch meine Enkel in die Schule fahren (mach ich aber nicht. Die laufen oder fahren mit dem Bus).
Mein E-Auto hält mal gut 10 bis 15 Jahre, da ist ein Verbrenner schon lange Schrott. Dann hängt mein E-Mobil (der Akku) noch mindestens 10 Jahre an der Garagenwand und dient als Zwischenspeicher. Ich lebe auf dem Land, deshalb ist bei der gefahrenen Kilometerleistung die Rikscha schon längst zusammengeknickt.
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03.01.20 12:20:26
Genau! Deswegen fährt man hier mit SUV zum Biobauern aufs Land und mit dem E-Mobil dann die Tochter zur Schule in die Stadt. In Bangalore mit der Rikscha zu allen Zielen.🤣
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02.01.20 01:09:16
Tesla gut oder schlecht?

Tesla hat immerhin das erste rein elektrische Auto gebaut, das nahe dem Optimum für den rein elektrischen Antrieb ausgelegt ist. Alles was ich bis jetzt gesehen habe geht von Verbrenner-Plattformen aus.
Alle SUV sind eh Unsinn. Jeder, der etwas Physik in der Schule hatte weiß, dass es auf den Luftwiderstand, und dann auf das Gewicht ankommt, und da fallen SUV glatt durch.
Weiterhin weiss schon jeder aus dem Physikunterricht, dass der Luftwiderstand mit der Geschwindigkeit im Quadrat zunimmt. Also macht ein Porsche auch keinen Sinn. Ab 130 ist eh alles gegessen was E-Reichweite anbelangt. Proller und Poser müssen beim röhrenden Verbrenner bleiben.
E-Autos wie Tesla sie herstellt sehe ich als generelle technische Weiterentwicklung der Automobilität, so wie das Automatikgetriebe das Schaltgetriebe abgelöst hat. Eine Weiterentwicklung auch in der Nachhaltigkeit, da mit dem Elektromotor die Anzahl der Verschleißteile drastisch reduziert wird. Ölwechsel, Zündkerzen, Kupplung, Getriebe und der ganze Schrott (ohne ihn einzeln zu nennen), der irgendwann im Motor rum fliegt, wird nicht mehr benötigt. Und die Wartungsintervalle beschränken sich zu 95% auf das Fahrwerk, solange die Dinger nicht fliegen.

Ich bin nicht für die Abschaffung des Verbrenners, nicht für ein Tempolimit (und nicht gegen Böller).
Ich bin dafür, dass sich der Markt selbst regelt und das beste Konzept am Ende gewinnt und immer weiter entwickelt wird. Auch die Batterieentwicklung ist noch lange nicht am Ende!

Als ich mit E-Technik anfing, da waren es die Quecksilberrelais und dann die Dioden (eine so groß wie ne Faust) Dann kam der Transistor und später der 1K Rechner. Da haben wir Bauklötze gestaunt und waren was, weil wir programmierten. Im Studium hab ich mit dem Rechenschieber gearbeitet, dann gabs die ersten Rechner (5kg schwer, der konnte sogar multiplizieren und dividieren). Wahnsinn!
Es wird die Zeit kommen, da kann man sich den Verbrenner im Museum anschauen und bestaunen. Wer sich so ein Museumsstück noch sichern will, der soll nun zuschlagen und sich noch einen kaufen. Oltimer sind Sammlerstücke und nehmen ja, bei guter Pflege, an Wert zu.

Ich geh mit der Entwicklung mit und fahre E-Mobil.
Die Leute, heute verbal auf Tesla oder E-Mobilität drauf hauen, die müssten mir mal was auf dem Rechenschieber ausrechnen, um fest zu stellen, dass es besser ist die Aufgabe mit einem PC zu lösen. Außerdem: Dampflocks haben wir ja auch nur noch im Museumsbetrieb, da stört sich keiner wenn er Elektrisch fährt.

Der Markt regelt letztendlich auch irgendwann, ob und wann es sinnvoll ist vier Sitze durch die Land zu fahren, wo nur einer besetzt ist, oder andere Fortbewegungsmittel zu nutzen.
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11.12.19 11:43:21
Zitat von sagtim: Die Lüge von den umweltfreundlichen E-Autos!

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/501045/Ein-Tesla…


D W Fakenews: Die Autobatterien werden nur noch nicht im grösseren Stil recykelt, weil es noch kaum welche gibt, die dem Lebensende nah sind. Aber Betriebe, wo das bis zu 97% möglich ist, sind im Aufbau. Siehe Duesenfeld z.Bsp. https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/e-mobilitaet/b…
So lange müssen Batterien aus Unfallwagen gelagert werden.
Im vorliegenden Fall hatte die Batterie übrigens gar nicht gebrannt. https://t3n.de/news/oesterreichischer-unfall-tesla-1225910/
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06.12.19 10:10:27
Nach der Welt Zeitung von heute gründet Tesla eine Aktiengesellschaft nach europäischem Recht für die gigafactory in Brandenburg.
Nicht dumm.es finden sich sicher viele Zeichner.

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