Investment-Megatrend Overperformance: Nachhaltige Aktien als Renditebringer im Corona-Crash – Fidelity, BlackRock und „Börsen-Oma“ sind überzeugt

18.05.2020, 14:03  |  15750   |   |   

Aktien von nachhaltigen Unternehmen haben während des Corona-Crashs laut einer internen Untersuchung des Vermögensverwalters Fidelity besser performt als die von konventionellen Konzernen. Auch BlackRock ist von Nachhaltigen Geldanlagen überzeugt, berichtet das Handelsblatt. Beate Sander (82), Börsenbuch-Autorin* und Millionärin durch Aktien, besser bekannt als „Börsen-Oma“, setzt ebenfalls auf den Megatrend Nachhaltige Geldanlagen.      

Aktienunternehmen mit dem höchsten Nachhaltigkeits-Rating (ESG = Environment, Social und Governance) schnitten laut Fidelity während des Corona-Crashs um 3,8 Prozent besser ab als der Gesamtmarkt. Unternehmen mit dem schlechtesten ESG-Rating schnitten hingegen um 7,8 Prozent schlechter ab als die Märkte, erklärte Alexander Leisten, Deutschlandchef von Fidelity, gegenüber dem Handelsblatt.

Dirk Schmitz, Deutschlandchef von Blackrock, ist ebenfalls überzeugt, dass sich Nachhaltigkeit bei der Geldanlage lohnt. Gegenüber dem Handelsblatt erklärte er am heutigen Montag: „Die Coronakrise hat gezeigt, dass sich Nachhaltigkeit in Extremsituationen nicht nur lohnt, sondern der herkömmlichen Anlage aus Risiko-Rendite-Gesichtspunkten überlegen ist“.

Ähnlich sieht dies auch die „Börsen-Oma“. Exklusiv gegenüber wallstreet:online sagte die prominente Börsen-Expertin Beate Sander: „Seit 2017 entwickeln sich Nachhaltigkeits-Investments besser. Ganz auffällig geschieht dies seit 2018 und 2019 vor allem im Aktiensektor.“ Durch den Corona-Crash werde der Wandel der Unternehmen hin zu mehr Nachhaltigkeit voraussichtlich beschleunigt. Insbesondere „mittelständische Nachhaltigkeitsunternehmen, aber auch kreative Marktführer unter den Großkonzernen würden profitieren.“

Beate Sander erklärte weiter, dass sie unter anderem in den norwegischen Hersteller für Leergutrücknahmeautomaten, Tomra Systems, investiert sei. Innerhalb von fünf Jahren gewann die Tomra-Aktie mehr als 260 Prozent hinzu. Weitere nachhaltige Titel in ihrem Depot seien: Die Wasserstoffunternehmen Ballard Power und PowerCell, das Solarunternehmen SolarEdg sowie der weltgrößte Hersteller von Windkraftanlagen Vestas Wind. Weiterhin sei sie in Teamviewer, ZOOM, BionTech, UPM Kymmene und Coloplast investiert.

In Deutschland setzten immer mehr Investoren auf Nachhaltige Geldanlagen: 2018 erreichte die Summe Nachhaltiger Geldanlagen mit rund 219 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. 2017 hatte dieser Wert noch bei 171 Milliarden Euro gelegen. Dies geht aus dem Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2019 des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), einem Fachverband für nachhaltiges Investieren, hervor. Bei „nachhaltigen Geldanlagen werden Nachhaltigkeitskriterien auf Produktebene in den entsprechenden Fondsdokumenten ausgewiesen“.

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock hatte Anfang des Jahres mehr Nachhaltigkeit von Unternehmen gefordert. Vorstandsvorsitzender Larry Fink hatte in seinem Schreiben an die Unternehmens-Vorstände gesagt: „Der Klimawandel ist für die langfristigen Aussichten von Unternehmen zu einem entscheidenden Faktor geworden“.

Autor: Ferdinand Hammer


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Kommentare

Ganz schön übertriebene Korrektur die letzten zwei drei Tage. Da haben wohl einige Fonds ein wenig reduziert. Mal sehen wie es weiter geht.
Nichts gegen die nette Börsen-Oma von nebenan; aber ich bin jedes Mal erstaunt wie diese mühelos einen Multibagger nach dem anderen aus dem Hut zaubert, von dem ich nur selten etwas gehört habe. Immer sind die besten Werte im Depot und immer wurde auch nahe Allzeittief gekauft. Da könnte sogar Peter Lynch vor Neid erblassen und der hat das hauptberuflich gemacht. Man hört auch immer nur von ihren Multibaggern, von Fehlgriffen ist nie die Rede. Wenn das wahr ist, handelt es sich um den begnadetsten Investor aller Zeiten der angeblich aus 30k Euro problemlos mehrere Millionen zaubern kann.

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