BIONTECH UND CUREVAC IM FOKUS Impfstoff-Revolution mit Weltformat

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
27.01.2021, 09:04  |  1961   |   |   

MAINZ/TÜBINGEN (dpa-AFX) - Die Ausgangslage war verheißungsvoll. Als die Corona-Pandemie die Welt erfasste, galten urplötzlich zwei bis dahin kaum bekannte Unternehmen aus Deutschland als mögliche Retter: Biontech aus Mainz und Curevac aus Tübingen tüftelten an neuartigen Impfstoffen. Das Rennen um das Covid-19-Vakzin hat inzwischen Biontech mit seinem Partner Pfizer aus den USA gemacht. Curevacs Impfstoff lässt noch auf sich warten. Zur Lage der Unternehmen, was die Aktien machen und was die Analysten sagen.

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Unter dem Brennglas der Pandemie wird derzeit nur allzu gern vergessen, dass Biontech kein reines Impfstoffunternehmen ist. Die Mainzer Gesellschaft, die 2019 noch rote Zahlen schrieb, hat sich auf neuartige Therapien gegen Krebs spezialisiert. Diese basieren wie auch das Covid-19-Vakzin auf dem noch recht jungen mRNA-Ansatz, bei dem das Immunsystem über einen Botenstoff zum Kampf gegen das Virus Sars-Cov-2 angeregt wird.

Als Pionier dieser Technologie forscht auch Curevac seit der Firmengründung vor über 20 Jahren. In der Medikamentenpipeline des Tübinger Unternehmens stehen neben Krebs- und Impfstoffprojekten zudem proteinbasierte Therapien etwa gegen Augen-, Atemwegs- und Lungenkrankheiten.

Biontech lieferte zuletzt einige von Analysten positiv bewertete Daten, die Hoffnung auf die Behandlung anderer Krankheiten mithilfe der mRNA-Technologie schüren. Das macht die Firma in den Augen einiger Branchenkenner zu einem Übernahmekandidaten. Doch Hauptaktionär Thomas Strüngmann schloss jüngst in einem Interview der "Wirtschaftswoche" einen Verkauf langfristig aus. Er will das Unternehmen zu einem "eigenständigen, voll integrierten" Pharmakonzern machen.

Biontech und sein Partner Pfizer hatten im Dezember in den USA und der EU grünes Licht für ihr Vakzin bekommen, das hierzulande inzwischen unter dem Namen Comirnaty vermarktet wird. Für Biontech ist es das erste firmeneigene Präparat auf dem Markt. Aktuell können sich Biontech/Pfizer über mangelndes Interesse an ihrem Impfstoff wahrlich nicht beklagen. Die EU etwa hat ihre Bestellung vor wenigen Tagen massiv aufgestockt.

Jüngst hatte das Duo sein Produktionsziel für dieses Jahr hochgesetzt. An einem von Schweizer Pharmakonzern Novartis übernommenen neuen Biontech-Standort in Marburg soll im Februar die Herstellung des Vakzins beginnen. Dennoch können die Unternehmen die hohe Nachfrage offenbar nicht selbst bewältigen und suchen unter Hochdruck nach Auftragsherstellern. So will nun etwa der französische Pharmakonzern Sanofi ab Mitte des Jahres den Unternehmen beim Abfüllen des Impfstoffs unter die Arme greifen.


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