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Langweiliger Wert - > konservativ -> krisensicher -> Rendite >8%


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Novartis gehört zu den größten Pharmakonzernen weltweit. Daher handelt es sich hier ganz im Kontrast zu den Biotechs um eine sehr gemächliche, aber dennoch stetige Kursentweckling.

Normalerweise hat man bei Pharamwerten das Risiko größerer Rückschläge, die mitunter sehr heftig ausfallen können, wenn Produktentwicklungen sich verschieben oder ganz aufgegeben werden.

Dieses branchentypische Risiko zerstört den Charme defensiver Investments innerhalb des Sektors. Novartis verfügt hier allerdings über eine Sonderstellung. Die Quantität der Neuentwicklungen ist so enorm, dass einzelne unerwartete Rückschläge nur bedingt auf den Aktienkurs durchschlagen. Darüber hinaus scheint auch die Qualität zu stimmen. Vielen Präperaten traut man zu, dass sie sich schnell zu Blockbustern nach Markteinführung entwickeln werden.

Große Pharmakonzerne in Nordamerika können längst nicht über ein so komfortables Polster an Neuentwicklungen berichten.

Novartis ist ausserdem der zweitgrößte Hersteller von sogenannten Nachahmermedikamtenten (Generika). 2004 wurde von den Brüdern Strüngmann Hexal samt Schwesterfirma Eon Labs gekauft. Im letzten Jahr (2006) wurde der US-Impfstoff- und Diagnostikhersteller Chiron übernommen. Chiron hatte seit Jahren Probleme bei der Produktion und es wurde sogar vorübergehend von den Behörden ein Produktionsstop verhängt. Zum Zeitpunkt der Übernahme dachte man, ein Neuanfang wäre sofort möglich.... allerdings traten weiterhin Restrukturierungskosten auf. Dies sollte 2007 kaum noch eine Rolle spielen.

Chiron hatte mit Schering (heute Bayer) einen Vertrag über das MS-Medikament Betaseron. Durch die Übernhame von Novartis tritt eine Vertragsoption in Kraft. Von dieser Option wird sich Bayer vermutlich teuer freikaufen müssen.

Die Eigenkapitalquote von Novartis ist im grünen Bereich. Der Patentschutz für die wichtigsten Medikamente besteht auch über das Jahr 2007 hinaus.

Am 18.01. gibt es erstmal Jahreszahlen für 2006: http://www.novartis.com/downloads_new/investors/Novartis_Inv…

Die letzten Quartalszahlen haben Novartis mit Schwung auf ein neues 52-Wochen-Hoch katapultiert.

Ich habe im Jahr 2005 zu 39/40 € gekauft. Tatsächlich weißt es die schlechteste Performance in meinem Langfristdepot auf. Was mich nicht davon abhielt bei Schwäche nachzukaufen. Man kauft sich hier Sicherheit.

Ich rechne für die künftigen Jahre mit einer Performance der Aktie von über 8% pro Jahr. Die Gewinne sollten 12-15% pro Jahr zulegen können.


Letzter Kurs: 45,55 € [Kleinanlegerfreundlich. Normalerweise notiert der Wert in Schweizer Franken]

Am 16.Januar 2008 sollten wir also bei mindestens 49,19 notieren. Abgesehen von größeren exogenen oder endogenen Schocks

Die deutsche Pharmabude Merck hat überigends angekündigt sein Generikageschäft verkaufen zu wollen.

mfg
Steve!
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.965.161 von Steveguied am 16.01.07 20:01:22Wie du siehst interessiert sich keiner dafür. Der nächste Explorer ist viel spannender :O

Ich setze das Papier mal auf meine Watchlist. Ich denke nach der diesjährigen Korrektur komme ich unter 35 rein.


Sosa
Nachtrag:

Novartis hält 33,33% der Aktien von Roche und die sind wiederum Hauptaktionär bei Genentech dem 2.größten Biotechkonzern der Welt. Die Beteiligung ist so hoch, dass man bei Roche schon fast von einem Tochterunternehmen Genentech spricht.

Ausserdem hält Novartis rund 7% an Morphosys (Stand:30.09.06)

Bei einer Marktkapitalisierung von rund 150Mrd. Dollar nichts ungewöhnliches.
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Von Klagen aus USA bezüglich unerwünschter Nebenwirkungen siehe Vioxx (Merck Co.) oder auch Lipobay (Bayer) ....... ist man in der Vergangenheit bei Novartis verschont geblieben.

Das ist natürlich kein Garant für die Zukunft, aber zumindest wirbt Novartis nicht im US-TV für seine Medikamente, als würde es sich um sowas wie Actimel von Danone handeln. Eine so offensive Werbung zieht natürlich Klagen an.



mfg
Steve!
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.966.772 von A_Sosa am 16.01.07 21:11:31Immerhin schreibt jemand.

Klar, Novartis ist kein Explorer und kann deshalb auch nicht mit den stylischsten Löchern im Boden die Aktionäre begeistern. Ein weiteres Ärgernis; sie verdienen sogar ordentlich Geld. Das wäre zumindest bei Explorern undenkbar.

Unter 35€ :confused: kopfschüttel. Da muss schon deutlich mehr passieren. Ein Atomkrieg oder schockierende Unternnehmensnews???

Vielleicht irre ich mich ja auch ;), aber auf Kurse unter 40€ würd ich nicht mehr spekulieren.

mfg
Steve!
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.969.012 von Steveguied am 16.01.07 22:53:08Ok, für 38 nehme ich sie auch :D

Nein im Ernst. Zurzeit bin ich noch zu 70% in Aktien investiert, der Rest ist Cash. Demnächst werde ich mich von (fast) allen Aktien trennen und auf die Baisse warten die irgendwann kommt. Mir ist es noch nicht zu heiß aber schon deutlich warm. Von daher gehe ich keine neuen Investments ein. So bin ich auf Kaufkurs 35 gekommen.

Dividende ist zwar nicht so prächtig, aber was nicht ist kann ja noch werden. Wie gesagt, auf meiner Watchlist steht das Teil definitiv. Danke für deine Recherchen übrigens :)


Sosa
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.969.160 von A_Sosa am 16.01.07 23:01:15Dividende: forschungsintensive Pharmabranche

Da braucht man des Geld für die Projekte. Aber klar, Dividende deckt nicht mal die Inflation. Wie ich sehe, du hast den Wert ja wirklich angeschaut.

mfg
Steve!
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.970.330 von Steveguied am 17.01.07 00:24:37Natürlich habe ich mir mal ein paar Rahmendaten angesehen. Nach sorgfältiger Überlegung steht für mich fest, daß ich Novartis in mein Depot aufnehmen werde. Nach der Korrektur, wie gesagt. Vielen Dank, Du hast mich auf diesen Wert aufmerksam gemacht :)


Sosa
Schade!
Ich hatte vor den Zahlen mit einem Impuls in die andere Richtung gerechnet. Quartalszahlen leicht unter Erwartungen. Der Ausblick ist sehr konservativ, hier liegt die eigentliche Enttäuschung. Entweder man schafft 2007 dann doch erheblich mehr - oder das hohe Wachstum der vergangen Jahre kommt zurück.

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Novartis trotz Sonderkosten wieder mit Rekordgewinn
Basel (Reuters) - Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat 2006 trotz Sonderkosten den Reingewinn im Jahr 2006 um 17 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar gesteigert und damit zum wiederholten Mal einen Rekordgewinn vorgelegt.

Der Konzern-Nettoumsatz erhöhte sich in Lokalwährungen um 14 Prozent und erreichte mit 37,02 Milliarden Dollar ebenfalls einen Rekord.

Beim Umsatz konnte Novartis nach weiteren Angaben vom Donnerstag vor allem bei Herz-Kreislauf- und Krebsmedikamenten zulegen. Die grösste Division Pharma steigerte den Umsatz um elf Prozent auf 22,58 Milliarden Dollar. Die Kosten für die Übernahme des US-Impfstoffherstellers Chiron von gut 600 Millionen Dollar und eine Rückrufaktion bei Kontaktlinsen drückten aber auf das Ergebnis. Für das laufende Jahr stellte Novartis neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn in Aussicht. Die Dividende soll zum zehnten Mal in Folge erhöht werden und wird mit 1,35 sfr pro Aktie 17 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr.

Alles in allem konnte Novartis die Markterwartungen nicht ganz erfüllen. Die Aktie setzte an der Börse schwächer ein.

Das operative Ergebnis erhöhte sich um 18 Prozent auf 8,17 Milliarden Dollar und die operative Marge stieg auf 22,1 von 21,4 Prozent.

Im Jahr 2007 rechnet Novartis auf Konzernebene währungsbereinigt mit einem Nettoumsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich und erwartet für die Division Pharma ein solches im mittleren einstelligen Bereich. Das Unternehmen bereitet nach den Angaben eine Welle von Neueinführungen innerhalb der kommenden zwei Jahre vor. Novartis äusserte sich weiterhin zuversichtlich, dass die potenziellen Blockbuster Galvus für Typ II-Diabetes und Tekturna gegen Bluthochdruck Anfang dieses Jahres die US-Zulassung zu erhalten. Als Blockbuster gelten Medikamente mit einem Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar oder mehr.

Novartis-Chef Daniel Vasella rechnet mit einer leichten Margenerosion im Pharma-Geschäft. Diese sollte aber sehr begrenzt ausfallen. Die Marktanteile sollten sich 2007 aber halten lassen, sagte er. Novartis stehe nicht unter Druck, Gerber Babyfood zu verkaufen, so Vasella weiter. Nur begrenztes Interesse signalisierte er am Generika-Geschäft von Merck KGaA. Es bestehe keine Eile für Zukäufe, es sei intern

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Ohne die Kosten für Chiron wäre das Konzernergebnis um 28% und der Reingewinn um 25% gestiegen. Die Sparte Consumer Health enttäuschte wegen eines Rückrufs von Kontaktlinsen.

Allein die beiden Blutdruckmittel Diovan und Lotrel zusammen mit dem Leukämiepräperat Glivec generierten 8Mrd.Dollar Umsatz.

Vielleicht ist der Ausblick von Novartis auch deshalb so konservativ, für den Fall dass die beiden (?Blockbuster?) Galvus und Tekturna sich in der Zulassung verspäten sollten. Darüberhinaus stehen weitere Medikamente unmittelbar vor der Zulassung.

mfg
Steve!
Wieder mal enttäuscht von Novartis Kurs....
Die letzten 1,5 Jahr ist es leider eine einzige Enttäuschung.

Ich glaube das nun der Kurs wieder mal nach unten gedrückt wird.
Schade..eigentlich hatte dieses Jahr gut angefangen.

War ein Fehler nicht Roche zu kaufen....Die laufen um Welten besser.

Ratings immer Top bei Novartis aber die Aktie ein Flopp!
Antwort auf Beitrag Nr.: 27.017.520 von redstar76 am 18.01.07 18:56:27In 1 1/2 Jahren 12,5% Wertzuwachs... ein bisschen Dividende... sicherlich vor dem Hintergrund haussierender Aktienmärkte eine Enttäuschung. Novartis hatte keine Krisen, daher auch kein turn around al'la ABB. Meiner Meinung nach sind sie gut aufgestellt und die Bilanz ist in Ordnung. Sollte es an den Märkten mal eine längere Korrekturphase geben, dürften Pharmawerte allgemein stärker nachgefragt werden und Novartis sollte davon ein bisschen mehr profitieren können als andere im Sektor. Geht die Hausse weiter, dackelt man dem Treiben weiter gemächlich nach, dafür annähernd risikolos... (oder auch nicht)

Roche ist ähnlich gut aufgestellt ( wenn nicht sogar besser) mich stört dort die Eigentümerstruktur.



gefunden in der Freitagsausgabe der FTD Seite 17:
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Im Pharmasektor zählt die lange Frist. Konsequenterweise finden sich in der Bilanzpräsentation von Novartis zum abgelaufenen Jahr keine Ein-, sondern Fünf- und Elf-Jahres-Aktiencharts. Ebenso wenig verwunderlich, dass es den soliden Schweizern keine Kopfschmerzen bereitet, den Markt auf ein schwächeres 2007 einzustellen. Denn 2008 soll der Wachstumspfad dann wieder im zweistelligen Prozentbereich fortgesetzt werden. Damit überträfe die Firma wieder den Sektor.

Allerdings kommt bei Novartis nicht immer alles vom Umsatzwachstum auch bei den Gewinnen an. Im Fünf-Jahres-Vergleich zeigt Novartis selbst, dass der Umsatz im Schnitt zwar um 15, der operative Gewinn aber nur um 14 und der Nettogewinn bloß um elf Prozent per annum gewachsen sind.
2007 soll es so weitergehen. Morgan Stanley rechnet mit 9,4 Prozent Umsatz, aber nur 4,5 Prozent Gewinnwachstum. Passend dazu hat Novartis im vierten Quartal zwar beim Umsatzwachstum positiv, bei der Marge aber negativ überrascht.

Jedoch wird das Wachstum nicht nur bei Novartis teurer. Auch hat Novartis keine größeren operativen Rückschläge in den vergangenen Jahren verzeichnet. Und schließlich ist da die gut bestückte Pipeline – allein 2007 könnten vier potenzielle Blockbuster-Mittel auf den Markt kommen. Mit einem Abschlag von 10 bis 15 Prozent zu den Rivalen hat die Aktie zumindest im Sektorvergleich ihren Charme.

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Eine neutrale Einschätzung der Lage.

mfg
Steve!
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