Ethereum

    888 Aufrufe 888 0 Kommentare 0 Kommentare

    Eine Häutung mitten im Krypto-Winter

    Ether, die zweitgrößte Kryptowährung nach dem Bitcoin, ist jetzt nachhaltig. Zumindest verbraucht das dahinterliegende Ethereum-Netzwerk nach einer Umstellung der Validierung rund 99 Prozent weniger Energie.

    Das Ethereum-Netzwerk mit seiner Verrechnungseinheit Ether ist das wichtigste, wenn es um Anwendungen auf der Blockchain geht. Ob NFTs oder DAOs, die immens große Schar von Entwicklern für Ethereum sorgt dafür, dass viele der Innovationen zuerst hier stattfinden. Das sorgt für Begehrlichkeit, für Knappheit und hat über Jahre die Transaktionskosten auf der Ethereum-Linie in die Höhe getrieben.

    Wer etwa ein NFT-Projekt auf Ethereum starten wollte, musste sich seiner Sache schon sehr sicher sein, bevor er Transaktionskosten zwischen 100 und 200 Dollar je NFT bezahlte. Auf der anderen Seite ist Ethereum der Goldstandard, wer hier mintet gewinnt Reputation. In den vergangenen Tagen sind die Transaktionskosten bereits gefallen. Sobald die weiteren geplanten Änderungen am Ethereum-Netzwerk in Kraft sind, wird sich die Transaktionskapazität um ein Vielfaches erhöhen und die Transaktionskosten – hoffentlich – deutlich sinken.

    Der Umzug weg von der energieintensiven Proof-of-Work- zur fast energieneutralen Proof-of-Stake-Validierung ist eine Häutung des vielleicht wichtigsten Krypto-Projekts – und erfolgt mitten im Kryptowinter. Die Kurse der Kryptos sind im Keller, zaghafte Aufwärtsbewegungen enden derzeit noch immer wieder an Widerständen, Geld lässt sich kaum verdienen.

    Und doch ist der Zeitpunkt für die Merge genannte Ethereum-Umstellung optimal. Ethereum stellt sich mehr als ein dezentrales Unternehmen auf denn als Kryptowährung. Sein Erfolg – und damit der Kurs des Ether – hängt immer weniger von einem angenommenen Wert als Währung ab. Stattdessen entsteht hier ein Anbieter von Blockchain-Infrastruktur, ein Tech-Unternehmen mit Milliardenwert. Und mit der berechtigten Aussicht, Bitcoin den Platz als Nummer Eins streitig zu machen.

    Zwischen Bitcoin und Ethereum, zwischen Proof-of-Work und Proof-of-Stake, zwischen Wert als Währung und Wert als Unternehmung läuft eine immer klarer zu Tage tretende Trennlinie. Bitcoin setzt weiterhin auf Energieverbrauch, bezieht daraus wie aus seiner Endlichkeit auch einen Teil seines Werts. Bitcoin möchte Währung sein. Ethereum dagegen dient als Plattform mit geringem Energieverbrauch, stellt Infrastruktur zur Verfügung und lebt von seiner Community.

    Anlegern gefällt das anscheinend ganz gut. Ether performte zuletzt besser als Bitcoin. Doch was noch wichtiger sein kann: Bei manchen Anbietern lag auch die Zahl der Transaktionen in Ether höher als die mit Bitcoin. Eine steigende Attraktivität also – und das bei niedrigen Kursen? Manch einer könnte das als Einstiegschance sehen.

    Diesen und weitere Vermögensverwalter mit Ihren Meinungen und Online-Anlagestrategien finden Sie auf https://www.v-check.de

     






    Uwe Zimmer
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Uwe Zimmer verfügt über mehr als 35 Jahre Finanzmarkterfahrung als Banker, Broker, Asset-Manager, Krypto-Investor und Unternehmer Seine Expertise baute er sich unter anderem bei Prudential Securities und Hypo Capital Management auf. 1998 gründete er die Meridio Vermögensverwaltung AG in Köln, die er bis September 2016 als Vorstand erfolgreich leitete. Mit Z-Invest beteiligt er sich an anderen erfolgreich an Unternehmen.

    Weitere Informationen finden Sie unter z-invest GmbH

    Mehr anzeigen

    Verfasst von Uwe Zimmer
    Ethereum Eine Häutung mitten im Krypto-Winter Ether, die zweitgrößte Kryptowährung nach dem Bitcoin, ist jetzt nachhaltig. Zumindest verbraucht das dahinterliegende Ethereum-Netzwerk nach einer Umstellung der Validierung rund 99 Prozent weniger Energie. Das ist schön für alle Anleger, die auf Nachhaltigkeit achten und sich jetzt auch Ether ins Portfolio packen dürfen. Wesentlich wichtiger aber ist, dass mit den vorgenommenen Änderungen das Netzwerk leistungsfähiger und günstiger wird und so das Potential hat, ganz nach vorne zu kommen.

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero