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Kennzahlen im Wandel: Vergiss KGV und KBV, achte (nur) auf den Cashflow!

Die meisten Anleger wünschen sich, dass sie mit einem einzigen kurzen Blick erkennen können, ob eine Aktie steigen wird oder nicht.

Sie nehmen sich ungerne Zeit zum Analysieren, möchten sich nicht Bilanzen herumschlagen und wägen Chancen und Risiken nicht sorgfältig ab, sondern handeln spontan, wenn sich ihnen eine vermeintliche Chance bietet.

Die Finanzindustrie hat das „passende“ Werkzeug parat, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Es ist eine so bestechend einfache Kennzahl, die jeder schnell berechnen kann und mit der sich jede Aktie mit anderen vergleichen lässt. Mit dieser einen einzigen simplen Kennzahl kann die Aktie bewertet und auf dieser Basis sofort eine Kauf- oder Verkaufsentscheidung getroffen werden.

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Das KGV ist leicht zu errechnen und leicht zu verstehen. Es wird berechnet, indem man den Bilanzgewinn durch die Anzahl aller ausstehenden Aktien teilt. Je niedriger die so ermittelte Zahl ist, desto besser. Denn diese Zahl besagt, wie viele Jahre lang der aktuelle Gewinn erzielt werden müsste, um den heutigen Aktienpreis zu verdienen. Bei einem KGV von 12 würden also 12 Jahresgewinne ausreichen, damit der aktuelle Aktienkurs durch die Gewinne abbezahlt wäre, bei einem KGV von fünf wären hierzu lediglich fünf Jahresgewinne nötig, was viel attraktiver klingt.

Doch das Ganze ist eine Mogelpackung, die Anlegern eine Scheinsicherheit vorgaukelt! Der Gewinn eines Unternehmens ist nämlich denkbar ungeeignet für die Bewertung einer Aktie. Und das nicht etwa, weil Unternehmen keine Gewinne erzielen müssten, sondern weil der Gewinn letztlich besonders einfach zu manipulieren ist. Richtig gelesen: Der Gewinn kann vom Management in die gewünschte Richtung verändert werden und damit ist seine Aussagekraft entwertet.

Hat das Unternehmen Wertpapiere oder Immobilien im Besitz und haben sich hier stille Reserven angesammelt, weil der aktuelle Wert über dem in der Bilanz stehenden liegt, dann können diese stillen Reserven auf die eine oder andere Weise gehoben werden. Und im Jahr der Aufwertung erhöht diese Bewertungsdifferenz den Gewinn des Unternehmens. Bei der Ermittlung des KGVs ist dieser „schönende“ Gewinneffekt nicht zu erkennen, das KGV also verzerrt und zu niedrig. Erkennen kann man das nur, wenn man sich den Geschäftsbericht und/oder den Jahresabschluss ansieht, weil sich hier zumeist Erläuterungen zu solchen Tatbeständen verbergen.

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Gastautor: Armin Brack M.A.
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