Forex-Woche

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Das bringt Jackson Hole, Beruhigung beim Yen?

Die Finanzwelt blickt nach Jackson Hole. Was das Notenbank-Treffen bringen könnte, wo es Potenzial für Enttäuschung gibt und wie es um Franken und Yen steht, erklärt Fabrizio Farella, FX Dealer bei Ebury.

Für Sie zusammengefasst
  • Notenbank-Treffen in Jackson Hole mit hohen Erwartungen.
  • EUR/USD könnte bei Zinssenkungen stark steigen.
  • Yen stabilisiert, Franken als sicherer Hafen gefragt.
  • Report: Goldpreis nicht zu stoppen
Forex-Woche - Das bringt Jackson Hole, Beruhigung beim Yen?

EUR / USD

Am Donnerstag startet in den USA das Notenbank-Treffen in Jackson Hole. Dieser Termin gibt traditionell Ausblick auf die weitere Geldpolitik der Fed und wird in diesem Jahr von Marktteilnehmern besonders beachtet. Die Erwartungshaltung des Marktes an Zinssenkungen der US-Notenbank ist aktuell sehr groß. Insgesamt rechnen Marktteilnehmer bis März 2025 mit fünf Zinsschritten. Das Treffen in Jackson Hole könnte auch Details darüber liefern, wie die Notenbank die einzelnen Zinsschritte konkret ausgestaltet. Denkbar sind je Zinssitzung etwa Maßnahmen von 25 oder 50 Basispunkten.

In der vergangenen Woche fielen die Arbeitsmarktdaten der USA zwar schwach aus, zugleich zeigte sich der private Konsum aber überaus robust. In den vergangenen Handelstagen hat das Währungspaar EUR / USD eine starke Aufwärtsbewegung zu Lasten des Dollars vollzogen. Dieser Trend kann sich weiter fortsetzen, wenn von Jackson Hole Signale für deutliche oder schnelle Zinssenkungen ausgehen. Bleiben diese Signale aus, birgt das aktuelle Kursniveau bei EUR / USD auch Potenzial, die Märkte zu enttäuschen. Zuletzt war das vor rund zwei Jahren der Fall, als die Fed entgegen der Markterwartung an einer restriktiven Geldpolitik festgehalten hatte. EUR / USD steht vor volatilen Tagen und Wochen, auch die US-Präsidentschaftswahlen werfen zunehmend ihre Schatten voraus.

EUR/USD

+1,88 %
+1,92 %
+4,93 %
+6,72 %
+1,61 %
-0,32 %
+1,81 %
+1,80 %
+14,45 %
ISIN:EU0009652759WKN:965275

EUR / JPY

Über Monate schwächte sich der Yen gegenüber dem Euro ab. Nach der Mitte Juli eingeleiteten Korrektur hat sich der Yen inzwischen wieder auf einem moderaten Niveau um 162 stabilisiert. Seit März dieses Jahres hat die Bank of Japan kontinuierlich Fremdwährungen verkauft, um den Yen  zu stützen. Dies ist gepaart mit anderen Interventionen - unter anderem hat die Notenbank die Zinsen leicht angehoben - gelungen. Der japanische Yen profitiert aktuell weniger von seiner Eigenschaft als sicherer Hafen. EUR / JPY erscheint auf dem aktuellen Niveau angemessen bepreist.

EUR/JPY

+0,34 %
-1,31 %
+2,58 %
-0,58 %
-2,03 %
+18,93 %
+37,31 %
+23,76 %
+27,64 %
ISIN:EU0009652627WKN:965262

EUR / CHF

Deutlich größer als beim Yen ist die Eigenschaft als sicherer Hafen beim Schweizer Franken ausgeprägt. Anfang August profitierte der Franken von schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA und wertete stark auf. Ähnlich deutlich fiel allerdings die Gegenbewegung aus. Heute notiert EUR / CHF um 0,95. Übergeordnet können Marktteilnehmer bei EUR / CHF zwar einen leichten Abwärtstrend identifizieren, aufgrund der Fundamentaldaten ist eine Bewegung in Richtung Parität aber wahrscheinlicher. Insbesondere die schwierige ökonomische Lage in den großen Währungsräumen gepaart mit der latenten Erwartung sinkender Zinsen spricht für dieses Szenario.

EUR/CHF

-0,25 %
+0,32 %
+1,50 %
+1,73 %
-2,35 %
-6,55 %
-9,53 %
-8,53 %
-40,18 %
ISIN:EU0009654078WKN:965407

Gastautor: Fabrizio Farella, FX Dealer bei Ebury.

Ebury unterstützt international tätige Unternehmen bei Transaktionen in mehr als 130 Währungsräumen und bietet darüber hinaus Handelsfinanzierungen und maßgeschneiderte Risikomanagement-Lösungen an. Das Londoner Fintech hat Niederlassungen an vierzig Orten weltweit und betreut am Standort Düsseldorf deutsche Kunden. Das Team stellt ab sofort jede Woche die spannendsten Währungspaare vor und gibt Insights direkt aus dem Handelsraum.


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