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CropEnergies AG ++ Börsengang der Südzucker Ethanolsparte + Aussichten + Mitbewerber ++


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Ich bin bei Abengoa, dem spanischem Marktführer in Europa investiert und möchte mir/uns hier CropEnergies AG näher ansehen. Es geht um einen 4 Mrd.€ Markt bis 2010 in Europa....und CropEnergies AG möchte 10% davon.

Mannheim, 01.09.2006:
Südzucker prüft Börsengang der CropEnergies AG

Südzucker beabsichtigt - bei einem guten Börsenumfeld - ihre Bioethanol-Sparte CropEnergies noch in diesem Jahr an die Börse zu bringen - Starkes internationales Wachstum - CropEnergies als Marke etabliert und profitabel.

Südzucker plant - bei einem guten Börsenumfeld - noch in diesem Jahr einen Börsengang der Bioethanolsparte unter dem Namen CropEnergies AG.
CropEnergies ist ein erfolgreicher und im europäischen Markt führender Hersteller von Bioethanol für den Kraftstoffsektor. Über einen Börsengang soll die internationale Expansion auf eine breitere finanziel-le Basis gestellt werden, um die hervorragenden Perspektiven im Bioethanolmarkt, insbesondere in Europa, zu nutzen. Dazu Dr. Theo Spettmann, Vorstandssprecher der Südzucker AG: »Mit der Erweiterung der Produktionsstätte in Zeitz und der in Umsetzung befindlichen internationalen Expansion strebt
CropEnergies eine führende Position in Europa an«.
CropEnergies hat ein etabliertes Geschäftsmodell. »Die Grundinvestitionen sind getätigt, das Unterneh-men arbeitet profitabel«, ergänzt Finanzvorstand Thomas Kölbl. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (1. März - 31. Mai 2006) hat die CropEnergies-Sparte Umsätze in Höhe von 30,8 Mio. Euro erzielt. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit - Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) - belief sich auf 2,6 Mio. Euro.
Die CropEnergies-Gruppe betreibt am Standort Zeitz, Sachsen-Anhalt, die größte Bioethanolanlage in Europa mit einer jährlichen Verarbeitungsleistung von 700.000 t Getreide und einer Bioethanolkapazität von derzeit ca. 260.000 m³. Die im Frühjahr 2005 in Betrieb genommene Anlage zeichnet sich insbesondere durch ein effizientes kontinuierliches Fermentationsverfahren sowie ein integriertes und optimiertes Energiekonzept aus.
Durch die Erweiterung der bestehenden Anlage in Zeitz bei gleichzeitiger Verbreiterung der Rohstoffbasis um Dicksaft aus Zuckerrüben ist ein weiterer Anstieg der derzeit bestehenden Kapazität am Standort Zeitz um ca. 100.000 m³/a auf ca. 360.000 m³/a Bioethanol geplant.
Die europäische Expansion soll künftig - neben der Erweiterung des Standorts Zeitz - mit neuen Stand-orten in Belgien und Frankreich untermauert werden. Die Gesellschaft hat in Belgien mit der Planung einer Produktionsanlage zur Herstellung von Bioethanol aus Weizen und Zuckerrüben-Dicksaft mit einer Jahreskapazität von bis zu 300.000 m³ begonnen. In Dünkirchen, Frankreich, ist vorgesehen, die Jahres-kapazität von derzeit ca. 30.000 m³ auf ca. 100.000 m³ auszubauen. Des Weiteren wird CropEnergies durch den Vertrieb von Bioethanol, das durch ein mit ihr verbundenes Unternehmen der Südzucker-Gruppe, AGRANA, produziert wird, zusätzliche Mengen vermarkten können.
»Mit einem Börsengang wollen wir die Weichen stellen, dass CropEnergies in 2008/09 die führende Position in Europa im Wachstumsmarkt Bioethanol mit einer jährlichen Produktionskapazität von über 750.000 m³ Bioethanol einnimmt und die Basis für weiteres Wachstum sichert. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung könnten CropEnergies bei einem Börsengang über 200 Mio. Euro zufließen.«, so Vorstandssprecher Dr. Theo Spettmann. Mit den Herren Dr. Lutz Guderjahn und Joachim Lutz werden die Bioethanolak-tivitäten zukünftig von einem eingespielten Team mit zwei erfahrenen Managern aus der Südzucker-Gruppe geführt, die das Bioethanolprojekt von Anfang an federführend begleitet haben.
Unter dem Markennamen CropEnergies vertreibt das Unternehmen Bioethanol vor allem zur Herstellung von ETBE, einem u. a. aus Ethanol hergestellten Oktanzahlverbesserer, sowie als Beimischungskomponente zu Ottokraftstoffen. »Die Marke CropEnergies ist im Bereich Bioethanol bereits sehr gut positioniert. Konsequenterweise wird die ausgegliederte Bioethanolsparte unter CropEnergies AG firmieren«, begründet Dr. Theo Spettmann die Umfirmierung. Unter der Marke »CropPower85« wird ferner ein Qualitätskraftstoff aus rd. 85 % Bioethanol und etwa 15 % Benzin angeboten. Als Nebenprodukt bei der Bioethanolgewinnung stellt CropEnergies zudem unter der Marke »ProtiGrain« ein hochwertiges, eiweißreiches Tierfuttermittel her.
Als Bioethanol bezeichnet man aus Biomasse hergestelltes Ethanol. Bioethanol wird durch die Fermenta-tion zucker- und stärkehaltiger pflanzlicher Rohstoffe gewonnen. Bei der Anwendung als Kraftstoff steigert Bioethanol die Motorleistung durch Erhöhung der Oktanzahl und verbessert die CO2 Bilanz. Die europaweit gültige Norm für Ottokraftstoffe erlaubt zur Zeit die generelle Beimischung von bis zu 5 Vol.-% Bioethanol als direkten Benzinzusatz sowie die Verwendung von ETBE mit bis zu 15 Vol.-%.
Zur Zeit wird eine Ausweitung der Mengenbegrenzung in europäischen politischen Gremien geprüft. Vor dem Hintergrund der günstigen CO²-Bilanz sowie der besonderen Bedeutung von Bioethanol im Hinblick auf die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und der Erhöhung der Sicherheit der Energieversorgung hat die EU in der so genannten Biokraftstoff-Richtlinie (2003/30/EG vom 8. Mai 2003) die Mitgliedsstaaten verpflichtet, sicherzustellen, dass der Anteil von Biokraftstoffen am gesamten Kraft-stoffverbrauch in der EU bis zum Jahr 2010 auf 5,75 % gesteigert wird. In Umsetzung dieser Richtlinie plant die Bundesregierung derzeit die Einführung einer Beimischungsquote für Benzin zum 1. Januar 2007 von zunächst 2 % Bioethanol, die zum 1. Januar 2010 auf 3 % - jeweils energieäquivalent - steigen soll. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat die Bundesregierung in der vergangenen Woche vorgelegt.
Begleitet wird die Emission von der Deutsche Bank Aktiengesellschaft als Sole Global Coordinator und Sole Bookrunner. Dem Emissionskonsortium gehören darüber hinaus Citigroup Global Markets Limited sowie DZ Bank AG als Joint Lead Manager und die Landesbank Baden-Württemberg, die Raiffeisen Centrobank AG, Österreich, sowie Sal. Oppenheim jr & Cie. Kommanditgesellschaft auf Aktien als Co-Manager an.

http://www.suedzucker.de/presse/notizen/11570951003733592/
Neuer Hochprozenter


Europas Zuckermarktführer will sich zum Teil von seinem Bioalkoholgeschäft trennen und die Sparte an die Börse bringen. Das Geld aus dem Anteilsverkauf soll dem Börsenneuling zufließen. Der kann es gebrauchen.

Mannheim - Europas größter Zuckerkonzern Südzucker will noch in diesem Jahr seine Biotreibstoffsparte Cropenergies an die Börse bringen.

"Mit dem Verkauf unseres Geschäftsfeldes an Investoren wollen wir die Weichen dafür stellen, dass Cropenergies bald die führende Position in Europa auf dem Wachstumsmarkt Bioethanol einnehmen kann", sagte Südzucker-Vorstandssprecher Theo Spettmann. "Denn durch eine Kapitalerhöhung zum Börsengang könnten Cropenergies mehr als 200 Millionen Euro zufließen." Das Cropenergies-Börsendebüt organisiert offenbar die Deutsche Bank .

Aktien von Biotreibstoffherstellern stoßen bei Anlegern derzeit auf Interesse, denn mit ihren Produkten haben sie in den kommenden Jahren gute Gewinnchancen. Biotreibstoffe müssen demnächst Benzin beigemischt werden, die entsprechenden Regeln hat der Gesetzgeber bereits aufgestellt. Branchenkenner schätzen das Marktpotenzial für Biokraftsstoffe auf vier Milliarden Euro zum Ende des laufenden Jahrzehntes.

Die Cropenergies-Gruppe betreibt in Zeitz in Sachsen-Anhalt bereits die größte Bioalkoholanlage Europas. Sie wandelt schon heute 700.000 Tonnen Getreide zu 260.000 Kubikmeter Bioalkohol pro Jahr um, soll aber ausgebaut werden. Zudem plant Südzucker neue Fabriken in Belgien und Frankreich.

Cropenergies erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2006/07 einen Vorsteuergewinn in Höhe von 2,6 Millionen Euro, der Umsatz betrug in diesem Zeitraum 30,8 Millionen Euro. "Die Grundinvestitionen sind getätigt, das Unternehmen arbeitet profitabel", sagte Südzucker-Finanzchef Thomas Kölbl.

Im vergangenen Jahr gingen mit EOP Biodiesel und Biopetrol Industries bereits zwei Biotreibstoffhersteller an die Börse. Die ostdeutsche Biokraftstofffirma Verbio erwägt ebenfalls den Gang auf das Börsenparkett, womöglich noch im Herbst dieses Jahres.

manager-magazin.de mit Material von reuters

http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,434673,00.…
Zocken mit Zucker

Südzucker will seine Biotreibstoffsparte an die Börse bringen. Die junge Wachstumsbranche gilt als riskant.
Von Daniel Eckert und Holger Zschäpitz



Auch Anläger können demnächst unter die Rübenzähler gehen
Foto: dpa Berlin - Die Biotreibstoffbranche bekommt eine zweite Chance. Nachdem die Kursentwicklung des Grüne-Sprit-Sektors zuletzt enttäuscht hatte, erhält der Sektor nun Schützenhilfe in Form eines neuen Schwergewichts: Europas größter Zuckerkonzern Südzucker will noch in diesem Jahr seine Biotreibstoffsparte CropEnergies aufs Parkett bringen. "Mit einem Börsengang wollen wir die Weichen stellen, dass CropEnergies in zwei bis drei Jahren die führende Position in Europa im Wachstumsmarkt Bioethanol einnimmt", begründete Südzucker-Chef Theo Spettmann am Freitag den Gang an den Kapitalmarkt. Branchenkennern zufolge ist die Emission bereits für den 27. September avisiert.

Goldman Sachs beziffert den Wert der Sparte momentan auf 320 Mio. Euro. Das neue Unternehmen gehört damit zu den größten zehn Biosprit-Herstellern der Welt und könnte sich zu einer Art Galionsfigur hier zu Lande entwickeln. Zuletzt waren Branchenvertreter wie Biopetrol oder EOP Biodiesel auf Grund von Überkapazitäten und der Kürzung steuerlicher Vergünstigungen in Deutschland kräftig unter Druck gekommen. Damit sich das Ansehen der Branche bei den Akteuren wieder bessert, muss ein neuer Impuls her. Immerhin gilt der Sektor weiter als wachstumsstark. Bis 2010 rechnen die Analysten der Credit Suisse allein beim Biodiesel mit einer jährlichen Umsatzdynamik von 30 Prozent. In der Europäischen Union (EU) ist dabei eine höhere Nachfrage quasi dekretiert, sieht doch die EU-Beimischverordnung vor, dass der Anteil von Biokraftstoff an fossilen Treibstoffen bis 2010 auf 5,75 Prozent von zwei Prozent steigen soll. Fünf Jahre später könnte sogar ein Zehntel Bio-Beimengung vorgeschrieben sein. Das ist gleichbedeutend mit einem Wertanstieg von aktuell 2,5 Mrd. Euro auf 16 bis 17 Mrd. Euro im Jahr 2015.

"Der Börsengang kommt zum rechten Zeitpunkt, um die Aufmerksamkeit der Anleger wieder auf den Sektor zu lenken", sagt Ingo Queiser, Analyst bei Kepler Equities.

Die Analysten von Morgan Stanley sehen nach dem Kurseinbruch sogar attraktive Einstiegsmöglichkeiten. In einer Welt, in der die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert und gleichzeitig die Emission von Treibhausgasen vermindert werden muss, sollten Anleger umdenken und sich einer neuen Branche zuwenden. Favorit der US-Investmentbank ist Biopetrol.

Doch wie Entwicklung der Titel zeigt, ist das Kurswachstum alles andere als stetig. Zuletzt drückten Überkapazitäten die Gewinne der Firmen. Und auch die Politik machte den Unternehmen einen Strich durch die Rechnung, indem die völlige Steuerfreiheit für Biokraftstoffe gestrichen wurde. Auch die steigenden Produktionskosten belasteten. Nach Ansicht von Queiser hängt nun viel davon ab, wie sich Unternehmen in den Preis-Verhandlungen mit den großen Mineralölkonzernen durchsetzen.

Südzucker selbst rechnet beim Börsengang der Tochter mit einer Kapitalerhöhung von 200 Mio. Euro, die zur Expansion eingesetzt werden könne. Goldman Sachs rät dazu, die Südzucker-Aktie zu kaufen. So könnten sich die Anleger an der Wachstumssparte schon heute beteiligen, begründen sie das Kursziel von 21,75 Euro.

Auch andere Unternehmen wollen die Gunst der Stunde nutzen. So erwägt die ostdeutsche Firma Verbio für Herbst einen Sprung aufs Parkett. Auch der Hersteller von Anlagen zur Produktion von Biodiesel, BDI, will im Herbst an die Börse gehen.

Artikel erschienen am Sa, 2. September 2006

http://www.welt.de/data/2006/09/02/1019814.html
Independent Research: Südzucker AG - Verkaufen
Montag, 4. September 2006 11:55

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Independent Research, Lars Lusebrink, stuft die Aktie von Südzucker (ISIN DE0007297004/ WKN 729700) unverändert mit "reduzieren" ein.

Das Unternehmen habe in der letzten Woche verkündet, seine Bioethanol-Sparte noch in diesem Jahr an die Börse bringen zu wollen. Die Analysten würden diesen Schritt begrüßen, da es sich bei CropEnergies um eine bereits erfolgreich eingeführte Marke handle.

Die Analysten würden den Wert der CropEnergies-Sparte auf mindestens 340 Mio. Euro schätzen. Gegenwärtig sei das Börsenumfeld für Neuemissionen im Bereich Biotreibstoffe noch günstig, Konkurrenten wie Abengoa hätten zuletzt wieder deutliche Kursgewinne verzeichnen können.

Die Analysten von Independent Research bestätigen ihr "reduzieren"-Rating für die Südzucker-Aktie und passen das Kursziel von 18,00 auf 19,50 Euro an. (04.09.2006/ac/a/d)
Analyse-Datum: 04.09.2006
CropEnergies strebt eine führende Position in Europa an.

CropEnergies hat ein etabliertes Geschäftsmodell. »Die Grundinvestitionen sind getätigt, das Unterneh-men arbeitet profitabel«, ergänzt Finanzvorstand Thomas Kölbl. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (1. März - 31. Mai 2006) hat die CropEnergies-Sparte Umsätze in Höhe von 30,8 Mio. Euro erzielt. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit - Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) - belief sich auf 2,6 Mio. Euro.
HANDELSBLATT, Freitag, 18. August 2006, 17:20 Uhr
Neuemission geplant

Südzucker will Biosprit-Sparte an die Börse bringen

Europas größter Zuckerhersteller Südzucker will auch bei Biotreibstoffen europäischer Marktführer werden und diese Sparte möglicherweise schon in wenigen Wochen an die Börse bringen.

HB STUTTGART. „Die hervorragenden Perspektiven im Bioethanol-Markt insbesondere in Europa sind für uns Anlass, vermehrt und intensiv weitere Projekte zu prüfen“, sagte Vorstandschef Theo Spettmann am Freitag in Mannheim. Der Konzern prüfe alle Möglichkeiten. „Dies schließt einen möglichen Börsengang der Bioethanolsparte mit ein“, sagte der Südzucker-Chef. Eine mit der Situation vertraute Person sagte, das Börsendebüt sei noch im Spätsommer oder Herbst möglich.

Bis zum Jahr 2010 hat sich Südzucker ein Marktpotenzial für Biotreibstoffe von mehr als vier Mrd. Euro ausgerechnet, da die Beimischung von Bioethanol zu Treibstoffen politisch forciert wird. In Brasilien finden Fahrzeuge reißenden Absatz, die mit nahezu jedem Mischungsverhältnis von konventionellem und biologischem Benzin fahren können.

Um von seinem angestammten, von der EU regulierten Zucker-Geschäft unabhängiger zu werden und neue Wachstumsfelder zu besetzen, baut Südzucker die Produktion für Biosprit in ganz Europa aus. Dafür sind Investitionen von rund 700 Mill. Euro vorgesehen. Angekurbelt werden soll der Ausstoß der Anlage Zeitz in Sachsen-Anhalt - mit einer Kapazität von 260 000 Kubikmetern die größte in Europa. Geplant sind weitere 100 000 Kubikmeter.

SUEDZUCKER MA./OCHS. O.N.

In Belgien baut Südzucker eine Produktionsanlage für 300 000 Kubikmeter Biosprit auf Basis von Weizen und Zuckerrüben. In Österreich steht eine Anlage für bis zu 240 000 Kubikmeter vor der Fertigstellung. In Frankreich wird die Dehydrierung und Destillation von Rohalkohol auf 100 000 Kubikmetern verdreifacht. In Ungarn treibt Südzucker das Bioethanol-Geschäft zusammen mit der österreichischen Tochter Agrana voran.

In Summe soll die Produktionskapazität für Biosprit damit im Jahr 2010 bei mehr als einer Milliarde Litern liegen und Südzucker einen Marktanteil von zehn Prozent in der EU sichern. Einer der großen Mitspieler in diesem Geschäft ist der spanische Konzern Abengoa, dessen Biotreibstoff-Sparte von Analysten mit rund einer Milliarde Euro bewertet wird. Bei der Produktion von Bioethanol fällt zudem ein hochwertiges Eiweiß ein, das an die Mischfutterindustrie verkauft wird.

„Mit einem Börsengang könnte Südzucker die hohen Investitionen finanzieren“, sagte Thilo Kleibauer, Analyst bei MM Warburg. Bei einer Abspaltung des Geschäfts über einen Börsengang müssen die Südzucker-Aktionäre nicht um eine Verwässerung ihrer Anteile fürchten - im Gegensatz zu einer Kapitalerhöhung, die ebenfalls zur Refinanzierung genutzt werden könnte. Südzucker gehört zu 55 Prozent einer Genossenschaft fränkischer Zuckerrübenbauern.

Für die Südzucker-Aktionäre zahlten sich die am Freitag konkretisierten Expansionspläne noch nicht aus. Die im Nebenwerte-Index gelisteten Papiere verloren bei behauptetem Markt 1,5 Prozent bei 19,21 Euro. Der Entwicklung des MDax hinken die Aktien seit Jahresbeginn gut zwölf Prozent hinterher. Im vergangenen Jahr gingen mit EOP Biodiesel und Biopetrol Industries zwei Biotreibstoff-Hersteller an die Börse. Deren Aktienkurse liegen trotz Korrektur deutlich über den Ausgabepreisen. Die ostdeutsche Biokraftstoff-Firma Verbio erwägt für den Herbst den Gang auf das Börsenparkett.

http://www.handelsblatt.com/news/Default.aspx?_p=200038&_t=f…
Südzucker Aktie
Anlegerstruktur

Für die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) errechnet sich aus deren Eigenbesitz und den treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien weiterhin eine Mehrheitsbeteiligung von 55 %. Weitere Aktionäre sind österreichische Anteilseigner über die ZSG mit 10 %. Im Streubesitz (Free Float) befinden sich 35 % der Südzucker-Aktien.



Der europäische Zuckermarkt



http://www.suedzucker.de/unternehmen/
01.09.2006 12:20
IPO/Südzucker wird Mehrheit an CropEnergies behalten - Kreise

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Südzucker AG (Nachrichten/Aktienkurs), Mannheim, will nach dem geplanten Börsengang ihrer Bioethanolsparte CropEnergies (Nachrichten) noch eine Mehrheitsbeteiligung an dem Geschäftsbereich halten. Das erfuhr Dow Jones Newswires am Freitag von mit der Transaktion vertrauten Personen. Südzucker hatte zuvor mitgeteilt, beim IPO via Kapitalerhöhung einen Erlös oberhalb von 200 Mio EUR anzustreben. Zum Wert der Sparte wollte sich das Unternehmen nicht äußern.

Brancheneinschätzungen liegen bisher nicht vor, da die Sparte bislang von Südzucker nicht separat ausgewiesen wurde. Im ersten Quartal (31.5.) des laufenden Geschäftsjahres 2006/07 erzielte CropEnergies 30,8 Mio EUR Umsatz und ein EBIT von 2,6 Mio EUR, wie Südzucker am Berichtstag mitteilte.

-Von Torsten Wolf, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 112,
torsten.wolf@dowjones.com

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2006-09/artikel-…

Da sollte man doch mal rechnen:

Sie wollen die Hälfte behalten, über 200 Mill.€ einnehmen und einige Analysten bewerten die Sparte mit 320 - 340 Mill.€. Was können wir denn da noch kurzfristig verdienen??
Der neue Power-Stoff C2H5OH

Das ist nicht nur die chemische Formel für Ethanol, sondern auch der Stoff, aus dem Anlegerträume gemacht sind. Mit Aktien von Unternehmen, die mit der Produktion von Ethanol beschäftigt sind, lassen sich dicke Kursgewinne einfahren.

Auslöser der Kursrallye: die Kampfansage von US-Präsident George Bush an die Erdöl fördernden Staaten (OPEC). Bis 2025, so Bush, wolle man die Ölimporte um 75 Prozent senken und Amerika damit aus der Abhängigkeit der OPEC befreien. Potenzial sieht die Regierung vor allem bei Ethanol. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ethanol lässt sich aus Zuckerrohr, Mais, Rüben und überhaupt allem herstellen, was einen bestimmten Stärkeanteil besitzt und deshalb vergoren werden kann. Als nachwachsender Rohstoff steht es zudem in unbegrenzter Menge zur Verfügung. Und bei seiner Verbrennung, beispielsweise in Automotoren, entstehen weniger giftige Treibhausgase (als bei Benzin). Bereits seit der letzten großen Ölkrise, als die OPEC-Staaten mit ihrem Lieferboykott die Ölpreise durch die Decke jagten, arbeiten Länder wie die USA an Ethanol-Programmen. Mit Erfolg: Seit 1979 hat sich die Jahresproduktion auf 4,3 Milliarden Gallonen rund vervierhundertfacht.

In Brasilien, den USA und Schweden wird der Sprit schon seit Jahren mit Ethanol gemischt, eine Forcierung wäre kaum ein Problem, zumal die Planungen für einen Ausbau der Kapazitäten schon auf Hochtouren laufen. Alleine in den USA sollen zu den bestehenden 97 Ethanolanlagen weitere 31 hinzukommen. Nach Aussagen von US-Senator Pete Dominici soll sich so der Ausstoß von Ethanol in den kommenden Jahren verdreifachen. In diesem Fall könnten die USA an Brasilien als weltweit größter Ethanol-Hersteller vorbeiziehen.

Nachfrage übersteigt Angebot
Auch finanziell würde sich der Ausbau der Kapazitäten für die Produzenten rentieren: Die Kosten, um einen Liter Ethanol herzustellen, belaufen sich in den USA auf gerade einmal 0,33 Euro. Steigt der Preis für Rohöl über die Marke von 60 Dollar/Fass, dann arbeiten die Anlagen Gewinn bringend. Um eine genügend hohe Nachfrage brauchen sich die Produzenten keine Gedanken zu machen: Seit Monaten steigt der Bedarf an Ethanol so stark, dass die Anbieter mit der Herstellung nicht mehr hinterherkommen. Der Renewable Fuels Association (Branchenverband) zufolge betrug die Tagesproduktion im November 275.000 Barrel Ethanol, der Verbrauch lag mit 297.000 Barrel deutlich darüber. Einer der größeren Profiteure der neuen staatlichen Energiestrategie ist Pacific Ethanol. Die Aktie hat sich seit Mitte Januar in der Spitze verdoppelt. Die Rallye hat aber noch einen weiteren Grund: Microsoft-Gründer Bill Gates hält einen Anteil von 27 Prozent an Pacific Ethanol. Der Konzern will allein bis 2008 fünf Ethanolanlagen bauen, eine davon im strategisch wichtigen San Joaquin Valley (Kalifornien). Die planmäßige Expansion vorausgesetzt, rechnen Analysten schon für 2007 mit einem Gewinn pro Aktie von 0,18 Dollar, 2008 sollen sogar schon 0,91 Dollar pro Aktie verdient werden. Die Bewertung der Aktien erscheint somit nicht zu hoch. Dennoch ist Pacific Ethanol auf dem aktuellen Kursniveau nur etwas für langfristig agierende und risikobewusste Anleger.

Zwei weitere Favoriten
Ebenfalls ein Investment wert ist Abengoa. Das spanische Unternehmen ist der größte Ethanolproduzent Europas und die Nummer zwei weltweit. Besonders beeindruckend ist das starke Wachstum von Abengoa – seit zehn Jahren steigert der Konzern kontinuierlich Gewinn und Umsatz. In diesem Jahr dürften die Spanier netto 75 Millionen Euro verdienen und bei den Erlösen erstmals die 2-Milliarden-Euro-Marke überwinden. Archer Daniels Midland (ADM), mit einem Marktanteil von 30 Prozent der größte Ethanolproduzent in den USA, legte der aktionär seinen Lesern bereits in Ausgabe 04/06 ans Herz. Seitdem hat das Papier schon fast 20 Prozent an Wert gewonnen. Aufgrund der starken Marktstellung von Archer Daniels Midland hat das Papier auf jeden Fall noch Potenzial für weitere 20 Prozent.

Fazit
Bioethanol hat das Zeug zum Boommarkt. Wer dabei sein will, sollte jetzt zugreifen. Für spekulative Naturen empfiehlt sich ein Engagement in Pacific Ethanol und Xethanol. Eher konservative Anleger sollten sich Aktien von ADM oder Abengoa ins Depot holen.

Quelle: DerAktionär
Artikel vom Frühjahr
Was verdienen Unternehmen mit Bioethanol? Leider schreiben noch nicht alle Unternehmen Gewinne in dem Wachstumsmarkt.

The Operating Result was 120.9 million euro, a 31.7 percent increase.

The Operating Result of its Industrial Engineering and Construction Business Unit increased 54.2 percent on the previous year.

Seville, August 30th, 2006.- Abengoa\'s consolidated sales in the first half of 2006 were 1,089.9 million euro, which is a 20.7 percent increase on the previous year\'s figure. All of Abengoa\'s Business Units achieved an increase in sales during the first six months of this financial year.

The Bioenergy Business Unit\'s sales were 214.5 million euro as against the 187.3 million euro achieved the previous year. The Environmental Services Business Unit\'s sales were 218.0 million euro in the first half of 2006 compared to 178.1 million euro for the same period the previous year. This is a 22.4 percent increase. The Information Technologies Business Unit\'s sales were 189.9 million euro compared to 158.3 million euro the previous year. Finally, the Industrial Engineering and Construction Business Unit achieved sales of 467.5 million euro as against 379.1 million euro the previous year, which is a 23.3 percent increase.



The Operating Result (Ebitda) also increased 31.7 percent to 120.9 million euro as against 91.8 million euro the previous year.

Of note is the growth of the Industrial Engineering and Construction Business Unit which reached 56.6 million euro, a 54.2 percent increase on the 36.7 million euro the previous year. Especially noteworthy are the contribution from the construction of high-voltage lines in Brazil, and the results from the line concessions that are already operational.



The earnings before tax were 63.6 million euro which is a 35.5 percent increase on the 46.9 million euro in the first half of 2005.

The earnings attributable to the parent company were 46.3 million euro, which is a 67.4 percent increase on the 27.7 million euro achieved the previous year.

«Abengoa continues to post solid growth across its business units. Increasing demand for biofuels, good momentum in the energy, environment and infrastructure sectors, helped us to deliver double-digit revenue growth in our four business units, along with double-digit expansion of total revenues and earnings», said Amando Sánchez Falcón, Abengoa\'s Finance Director.

Abengoa is a technological company that applies innovative solutions for sustainable development in the infrastructures, environment and energy sectors. It is a listed company with treasury stock of 1,760.5 million euro (29/08/2006) and is present in more than seventy countries where it operates with its five business units: Solar, Bioenergy, Environmental Services, Information Technologies, and Industrial Engineering and Construction. (www.abengoa.com).
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