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Deutsche Rohstoff AG: Meldungen, Analysen, Meinungen (Seite 2852)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.080.445 von Weinberg-CP am 12.03.19 17:10:10Hier mal zum Vergleich noch die Zahlen von FirstBerlin v. 20.11.2018. Die kommen auf 24 Euro - allerdings mit den alten Zahlen:


Und noch was, dass zeigt, dass auch Analsten ein Problem mit dem Verständnis des Geschäftsmodells und der Berechnung der Ergebnisse haben. Der Analyst von FB betreut die DRAG schon einige Jahre und macht dennoch für 2019ff. ein paar üble Fehler:
* In 2018 errechnet er das EBITDA mit 83,7% vom Umsatz (es wurden über 88%); in 2019 plötzlich mit 67%. Da aber der Umsatz größtenteils aus Öl kommt, kann dieser Wert nicht stimmen. Vom Umsatz gehen fast nur prozentuale Werte weg. Das Verhältnis muss etwa gleich bleiben.
* Im Update vom November reduziert er für 2019 den Umsatz lässt aber die Abschreibungen identisch. Dies würde nur dann stimmen, wenn er von niedrigeren Ölpreisen (war am 19.11. bei 51,6 USD) ausgeht.
Aufgrund dieser Fehler ist klar, dass er für 2019 auf einen Verlust kommt. Ich selbst gehe davon aus, dass 2019 vergleichbar sein wird mit 2017; wahrscheinlich sogar leicht besser als 2017:

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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.083.253 von halodri99 am 12.03.19 21:24:17Ich gehe davon aus, das 2019 etwa soviel gefördert wird wie im Jahr 2017.

1. Derzeit steht der Ölpreis 10 % höher als im Schnitt 2017.
2. Die Bohrungen bei EOG sind ergiebiger und deren Abschreibungen pro BOE waren 2018 deutlich geringer als die Abschreibungen 2017 bei CCE. Wenn das anhält, bedeutet das beim Nettoausweis deutlich mehr als 2017.
3. Der Eurowechselkurs steht bei 1,13 und nicht 1,21 USD wie Ende 2017. Natürlich war er Anfang 2017 auch erst bei 1,04. Aber wichtig ist auch immer der Jahresendstand.

Insofern gehe ich davon aus, das auch ohne neue Investitionen 2019 besser werden kann als 2017. Die Nettoschulden müssten Ende 2018 noch um 27 Mio. Euro liegen. Bei einem operativen Cashflow von 36,9 Mio. Euro im Jahr 2017 müsste man deutlich vor Ende 2019 nettoschuldenfrei sein. Andere - natürlich größere Vergleichsunternehmen - haben dann noch Milliarden USD an Schulden zu bedienen.

Klar wird das Bild wieder anders aussehen, wenn die DRAG im Laufe des Jahres neu investiert. Aber das ändert nichts an der Wirtschaftlichkeit der bis 2018 getätigten Investitionen, die sich über Cashflows von ggf. 20 Jahren erstrecken, von denen Ende 2019 gerade einmal 1,x - 3 Jahre um sind.

Nur leider sind halt viele wohl nicht mehr bereit, ein hochprofitables Unternehmen über Jahre zu begleiten. Und viele sind offenbar nicht in der Lage oder willens, die Zusammenhänge zu überblicken. :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.083.253 von halodri99 am 12.03.19 21:24:17Ich frage mich, wo in der Tabelle von FB die 6 Mio. Aktien von NOG stecken, die aus dem Flächenverkauf von Salt Creek bekommen hat ...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.083.973 von Weinberg-CP am 12.03.19 22:37:35Ich habe mir genau dies auch gefragt und hier einen weiteren Fehler vermutet. Ist aber nicht so. Laut Halbjahresbericht sind die 6 Mio Aktien mit einem Buchwert von 2,54 USD Teil des Umlaufvermögens und damit dann Teil der liquiden Mitteln (zum Halbjahr waren es 15,5 Mio EUR mit Wertpapieren und 42,9 Mio liquide Mittel).
Vorläufige DRAG-Zahlen für 2018


Die vorläufigen Zahlen enthalten keine großen Überraschungen.


Während das Forum den Gewinn von 3,53 €/Aktie bejubelt (welcher ja nicht wirklich überraschend kommt), und das daraus resultierende 5er-KGV, gilt es den Blick nach vorn zu richten. Und da läßt sich ziemlich sicher sagen, daß der 2018er-Gewinn wahrscheinlich nicht so schnell auch nur annähernd wieder erreicht werden wird.

Der Q4-Umsatz von 20,7 Mio. € ist schon deutlich niedriger als der im relativ gut vergleichbaren Q3 (34,4 Mio. €). Dafür dürften vor allem zwei Gründe verantwortlich sein:

1. Der Ölpreis war im Q4-Durchschnitt deutlich niedriger als in Q3 (während der Erdgaspreis für anderthalb Monate einen extremen Höhenflug hinlegte).

2. Die Förderung dürfte aufgrund des fracking-üblichen Nachlassens des Ausstoßes je Bohrloch gesunken sein.


Und was bedeutet das für die Zukunft?

1. Der Ölpreis läßt sich erfahrungsgemäß kaum voraussagen. Allerdings kann festgehalten werden, daß er in Q1/19, welches sich dem Ende nähert, bisher im Schnitt noch niedriger war als in Q4/18. Der Erdgaspreis hat sich, von einem kurzen Nachglühen im Januar abgesehen, wieder auf seinem normalen Niveau eingependelt. Für die Weltkonjunktur mehren sich die Zeichen, welche auf einen Abschwung hindeuten, welcher auch an den Ölpreisen nicht spurlos vorbeigehen dürfte.

2. Die Fördermenge der aktiven Bohrungen wird naturgemäß weiter sinken – Schwankungen durch Bohrlochstillegungen für Ertüchtigungen und anschließend eventuell zeitweise höhere Förderung außen vor gelassen. Neue Bohrprogramme sind immer noch nicht avisiert. Damit schwindet auch für 2019 schon wieder das Zeitfenster der eventuell noch möglichen Fördererhöhungen durch neue Bohrungen. Eigentlich kann man das (das kapitalintensive Einkaufen in schon produzierende Bohrungen außen vor gelassen) für dieses Jahr eigentlich schon mehr oder weniger abhaken. Gleichzeitig scheint sich die DRAG momentan entscheidungstechnisch in einem Vakuum zu befinden. Es wurde ja angekündigt, bei hohen Ölpreisen neu zu bohren, bei niedrigen nach lukrativen Zukäufen zu schauen. Momentan allerdings dümpelt der Ölpreis so vor sich hin. Weder ist er besonders hoch noch besonders niedrig.


Mit sinkenden Fördermengen bei im Vergleich zum Vorjahr bis dato deutlich niedrigerem WTI-Preis, muß der Gewinn zwangsläufig, auch bedingt durch einen festen Kostenblock, welcher unabhängig vom Förderergebnis anfällt, sinken. Ebenfalls ist zu beachten, daß in 2018 ein Gutteil des Gewinns durch den Verkauf von Salt Creek zustande kam.

Alle, die hier auf eine auch nur annähernde Wiederholung des 2018er Gewinns in 2019 spekulieren, sollten sich daher (externe Einflüsse außen vor) auf eine herbe Enttäuschung gefaßt machen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.084.276 von Origineller_Name am 12.03.19 23:13:53Kann Dir in Teilen zustimmen, muss Dir in manchen Punkten auch widersprechen:

Für den Q4 Umsatz wurde hier im Forum schon mit knapp über 10 Mio spekuliert; dass es dann doch noch knapp über 20 Mio geworden sind, ist zumindest in Ordnung.

Widersprechen muss Dir auf jeden Fall im dem Punkt, dass hier im Forum nicht einer erwartet hat, dass 2019 eine Wiederholung von 2018 sein wird. Dies hat ja selbst Gutschlag in der Pressemeldung zwischen den Zeilen angedeutet. Deshalb wird es keine Enttäuschungen geben.

Derzeit dürften zwischen 60-80 Mio für neue Investitionen bereit stehen. Hängt ganz davon ab, ob diese Gelder in neue oder bereits bestehende Bohrungen investiert werden.

Für 2020 gehe ich mindestens von einer Wiederholung der 2018 Zahlen aus, eher sogar höher. Zum Einen werden dann die vermutlich neuen Quellen v. 2019 in Betrieb gehen und vor allem wird Ceritech in Betrieb gehen und auch seinen Teil beitragen. Mit den bestehenden Quellen dürften auch nochmals 40 Mio Umsatz dazukommen.
Es erwartet hier keiner auch nur im Ansatz eine Wiederholung des 2018er Ergebnisses. Das kann es ja gar nicht geben.

Aber die Erwartung. das 2019 wie 2017 ausfallen kann, die ist berechtigt.

Addiert man dann 2017, 2018 und 2019 zusammen, spiegelt das an den getätigten Investitionen und rechnet die möglichen Erträge der nächsten 18 Jahre hinzu, dann zeigt sich doch die Attraktivität des Geschäftsmodells. Kurse im Bereich 30, 40 Euro wären dann drin.

Nur das machen eben nur ganz wenige.
Über die verschiedenen Bewertungsansätze haben wir uns ja hier schon oft ausgetauscht. Alles hat irgendwo seine Berechtigung und ist nicht falsch. Die Frage ist, welcher Bewertungsansatz ist in Bezug auf den Kurs korrekt bzw. mit welchen Bewertungsansatz lässt sich ein Kurs für die Zukunft abschätzen/ableiten.
Ich meine nun ein Muster bei der DRAG erkannt zu haben. Der Kurs der Aktie wird im Schnitt mit einem KGV von 8 bewertet und das ganz brav mit einem forecast von einem dreiviertel Jahr. Für 2019 rechne ich mit einem Ergebnis um die 7 - 10 Mio € (EPS = 1,4 - 2 €). Demnach ist eine Bewertung von um die 16 € als Kurs nicht ungewöhnlich, gemessen an der Historie der Aktie. Sollte nun ein Bohrprogramm für Q2 gestartet werden und die Rahmenbedingungen nicht allzu schlecht sein, könnte je nach Fertigstellungstermin der Kurs im Sommer deutlich höher stehen als heute. Aber kurz gesagt, glaube ich nicht daran, das der Kurs sich jetzt binnen kurzer Zeit auf Basis des verkündeten 18er Ergebnisses deutlich erholt. Vielmehr rechne ich damit im Sommer, wenn ein neues Projekt oder Bohrprogramm verkündet wird.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.089.733 von Mademyday am 13.03.19 14:57:35236 Mio. Aktien - ?
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