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Die seltsamen Blüten einer totalen Crashpolitik der EZB


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Nun plant also auch Österreich eine 100-jährige Staatsanleihe auf den Markt zu bringen.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Osterreich-plant-100-jaehrige-…

Sa werden doch glatt Staatsschulden auf den "St. Nimmerleinstag" verlegt und fällig. Genau solche Aktionen sind es, die das Vertrauen in den €uro aushebeln.

Als ob 35 Jahre nicht reichen würden.:(
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.724.277 von Inderhals am 12.09.17 16:36:58Anhang:

Zur Information, solche Anleihen werden eigentlich von Pleitestaaten begeben wie
Argentinien oder Mexico
https://www.welt.de/finanzen/article165777026/Ausgerechnet-A…
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.724.481 von Inderhals am 12.09.17 16:55:56So hat beispielsweise die EZB Anleihen in ihrem Portfolio von 1,76 Billionen €uro(!!)
Bezahlt mit gedruckten Euro´s. Schrottpapiere die eigentlich von den Märkten gekaft werden sollten.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/staatsanlei…

Wer hat da überhaupt noch Vertrauen in den Euro?
Ein Absurdum der Extraklasse. Schulden die nie und nimmer zurückzahlbar sind. Eine einzige Verarsche am Bürger - egal welches Land auf diesem Planeten. Das Schuldendilemma lässt sich gut benutzen als Werkzeug, die Rechnung wird kommen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.724.781 von buchi1971 am 12.09.17 17:24:22"die Rechnung wird kommen. "

Die "Rechnung" folgt eigentlich auf dem Absatz. Das es nicht schon soweit ist, das ist gerade diese Anleihen und Währungspolitik.

Da muß eine Inflation ausgelöst werden, die unmöglich wieder einzufangen sein wird.
Draghi, dieser Name wird zu 100% Geschichte schreiben. Auf ganz negative Weise.
ER wusst es.

und bevor alle nach 10 sekunden jammern, bitte mal bis zur hälfte wenigstens anschauen.


https://www.youtube.com/watch?v=M4k8ht8ugD4&t=577s
Jeden Schwachsinn muss man aber auch nicht glauben.

Natürlich ist das Inflationspolitik, aber das ganze Gejammer, der Euro sei schuld und man könne sich dem nicht entziehen wird euch nicht weiter bringen. Haltet eure eigenen Finanzen in Ordnung und nehmt vor allem Kredit für Investitionen auf, dann profitiert ihr von der Geldentwertung. Dann müsst ihr auch keinen Weltkrieg anzetteln.

Österreich, Argentinien und Mexiko muss man auch wirklich nicht in einen Topf werfen. Mexiko ist wirtschaftlich ein sehr solides Land. Wenn Argentinien 8% Zinsen anbietet ist es außerdem trotzdem eine Hochzinsanleihe. Und langlaufende Anleihen gab es früher auch schon, sie sind ja gerade ein Zeichen dafür, dass ein Zinsanstieg nicht erwartet wird.

Wenn ihr euch nicht traut sowas zu kaufen, sondern lieber das Geld im Tresor wegschließen wollt, ohne Zinsen, da habe ich weder Mitleid noch Verständnis.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.727.886 von honigbaer am 13.09.17 00:11:45Es ist die rasende Geldmengenausweitung, die Sorge macht. Gut,- es laufen ja schon 50-jährige Anleihen. Aber 100 Jährige deuten doch sehr darauf hin, daß Da etwas nicht mergentinien ist mitten in einer grassierenden Inflation.

Aber Österreich?!

Solche Anleihen schaden einer Währung gewaltig.
Dieser Thread befasst sich mit den seltsamen Blüten einer sterbenden Währung und soll die rasante Entwicklung von Inflation aufzeigen. Ich denke, es ist höchste Zeit, sich näher damit zu befassen.

Hier so ein aktuelles Beispiel:
Landwirtschaftliche Flächen
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/9892584-preise-pa…
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.729.188 von Inderhals am 13.09.17 09:11:08
Zitat von Inderhals: Es ist die rasende Geldmengenausweitung, die Sorge macht. Gut,- es laufen ja schon 50-jährige Anleihen. Aber 100 Jährige deuten doch sehr darauf hin, daß Da etwas nicht mergentinien ist mitten in einer grassierenden Inflation.

Aber Österreich?!

Solche Anleihen schaden einer Währung gewaltig.


Man muss auch nicht jeden Vertriebscoup der Finanzbranche als Omen für einen Weltuntergang deuten.

Als 1986 erstmals eine 5 5/8%ige 30jährige Bundesanleihe ausgegeben wurde, hieß es dazu im Handelsblatt vom 28.05.1986:
Erleichtert wurde der Entschluss durch die Tatsache, dass fuer die zehnjaehrige Tranche keine aggressiven Konditionen festgelegt wurden. Vorstandsmitglied Manfred Zass wies darauf hin, dass die Papiere ohnehin bei auslaendischen Anlegern landen werden, die zwar auf weit kuerzere Fristen disponieren, dies aber in der Gewissheit, dass die Bundesbank jederzeit als Kaeufer am Markt sein wird. Vorstandsvorsitzender Ernst-Otto Sandvoss hat den Eindruck, dass die Banken bei "vielen der innovativ vertriebenen Produkte" ihr bester Kunde sind. Er befuerchtet, dass sich eine Liquiditaets- und Bonitaetsillusion ausbreiten koennte, ohne dass sich am Kreditgeschaeft selbst viel geaendert haette.

Natürlich spiegeln diese 100jährigen Anleihen je nach Ausstattung auch die Inflationserwartung der Käufer und die ist nunmal derzeit sehr gering, jedenfalls für Euro und USD.

Man kann natürlich der Meinung sein, dass die Inflationserwartung derzeit übertrieben gering ist, und deshalb ein Anleihecrash kommen muss. Und man kann auch der Meinung sein, dass die Staaten sowieso ihre Schulden nich zurückbezahlen. Nur wenn man das meint, muss man sichauch nicht über 100jährige anleihen wundern, weil das ja dann nur praktischer ist, als 10 mal hintereinander was 10jähriges auszugeben.

Wieso soll das ein Schaden für die Währung sein, wenn jemand bereit ist, die Risiken des Kaufs einer 100jährigen Anleihe einzugehen? Im Gegenteil, das stabilisiert natürlich die Währung, der Käufer kann nur den Zins einfordern, eine Staatspleite (allenfalls sie und entsprechende Maßnahmen wären für die Währung bedrohlich) wird somit vertagt. Ich höre immer, dies und jenes schadet der Währung. Natürlich hat es einen Einfluss auf die Inflationserwartung, wenn der Staat sich verschuldet oder die Bürger und in entgegengesetzter Richtung natürlich, wenn mit langlaufenden Anleihen gespart wird. Es ist aber nicht der arme Bürger, der von der Währung bedroht wird, sondern die Währung spiegelt das Verhalten von Staat und Bürger. Das ganze Währungsgemecker sollte lieber an die Politiker gerichtet werden, die das Geld rauswerfen.

Wenn Argentinien 8% Zins auf USD anbietet, dann hat das mit dem weichen Peso wenig zu tun. Vielleicht spiegelt das 8% Inflationserwartung für USD geute, so wie die 5 5/8% Bundesanleihe vor 30 Jahren für die angeblich ach so inflationssichere Deutsche Mark. Eher dürfte aber der schwache Schuldner für den hohen Coupon verantwortlich sein und Österreich wird wohl weniger bieten.

Mit der Peso Inflation kann Argentinien natürlich einiges auffangen, vor allem die aggressiven Lohnerhöhungen, die die Gewerkschaften dort erzwingen. Man befindet sich aber unter der neuen Regierung nicht mitten in einer grassierenden Inflation, sondern plant für 2018 mit nur noch 12%, statt bisher 20-30%.

Geldmenge, Geldmenge, das kommt offenbar wirklich aus den falschen Büchern.
Geld = Schulden
Der eine hat es als Vermögen, der andere als Schulden.
Der Staat kann so wenig das Klima beeinflussen, wie er die Konjunktur anschieben kann. Entweder überzeugt die Geldpolitik, dann gibt es Investition und Wachstum, Bereitschaft, sich zuverschulden. Oder sie überzeugt nicht und außer Inflation kommt beim Gelddrucken nichts heraus.

Und wenn man die richtigen Bücher hat, dann steht da auch drin, dass das letztlich zu Deflation führt!
Und die 100jährigen Anleihen sind vor diesem Hintergrund zu sehen!
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