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HelloFresh nach Börsengang (Seite 139)

eröffnet am 02.11.17 11:29:16 von
neuester Beitrag 22.04.21 14:53:32 von


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04.03.21 19:05:10
Beitrag Nr. 1.381 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.311.615 von Chaecka am 04.03.21 18:40:48AEbitda-Marge letzte 5 Jahre

-13,8%
-7,7%
-4,3%
2,6%
13,5%


also stetige Verbesserung, trotz in den Jahren vor 2020 sehr hohen Marketingkosten.


wie kommst auf 20% Marketing und 7% Verwaltung/Sonstiges?

in 2020 lagen wir da bei 12,5% bzw. 4%.

Ich glaube kaum, dass wir bei 28% höherem Umsatz in 2021 (meine Schätzung) auf deutlich steigende Marketingquoten kommen.
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04.03.21 20:38:55
Beitrag Nr. 1.382 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.312.173 von katjuscha-research am 04.03.21 19:05:10Danke für den Hinweis mit den 4% Verwaltungskosten. Ich hatte den 2019er Wert im Kopf.
Ich habe mir daraufhin die Kapitalflussrechnung noch einmal angesehen und muss konstatieren, dass HF in 2020 ein bärenstarkes Ergebnis abgeliefert hat.
Selbst in 2019 war der operative CF nahe Null, in 2020 wurden 600 Mio. abgeliefert, der bei steigenden Umstaz - und darauf deutet für 2021 alles hin - weiter steigen wird.

Meine Skepsis kommt davon, dass dem Geschäftsmodell der Pfiff fehlt. Lebensmittelkisten samt Rezept sind für mich kein nachhaltiger Trend. HFmüsste Zusatzprodukte anbieten oder Daten verkaufen oder weiss der Kuckuck. Selbst Amazon hat gemerkt, dass allein mit Logistik (und in diese Branche verorte ich HF) kein Blumentopf zu gewinnen ist.

Daher sehe ich das ganze Geschäftsmodell als auf tönernen Füssen an und finde das KGV mit ca. 30 und die Wachstumserwartungen als deutlich zu hoch. Ich verstehe aber, wenn es andere Einschätzungen dazu gibt und fühle mich wohl dabei, den Put nicht mehr zu halten.
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04.03.21 21:30:47
Beitrag Nr. 1.383 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.314.810 von Chaecka am 04.03.21 20:38:55Genau meine Meinung auch.
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04.03.21 21:40:35
Beitrag Nr. 1.384 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.315.995 von unicum am 04.03.21 21:30:47Es ist auch nicht alles schlecht, bei HF: Die Ware ist in der Regel wirklich frisch und die Rezepte sind auch gut. Im Geschmack halt etwas langweilig für Leute, die selber hochwertig kochen können aber das tut ja heute auch lange nicht jeder (ich auch nicht) und das ist das Gute an HF: es animiert als "Brückenbauer" vielleicht wieder zum Selberkochen. Ansonsten aber fehlt mir auf lange Sicht die Nachhaltigkeit und Vorteilhaftigkeit des Geschäftsmodells. Sicher, für den ein oder anderen viel arbeitenden und magersüchtige Single mag das Sinn machen. Für Paare, Familien und Leute mit etwas mehr Hunger einfach zu teuer und unpraktisch.
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04.03.21 22:45:26
Beitrag Nr. 1.385 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.316.208 von unicum am 04.03.21 21:40:35Gerade für den Single macht es keinen Sinn.

Die meisten Kunden sind Paare und kleine Familien in Städten.

Was teuer daran sein soll, versteh ich nicht wirklich, aber der Sinn liegt eh in anderen Dingen. Ich finde HF äußerst sinnvoll und effektiv für Leute, die nicht gute selbst kochen können bzw. Keine Ideen haben, aber auch wenn man viel arbeitet, aber in der wenigen Freizeit nicht ständig Fastfood und fertigessen essen will.

Marktstellung ist zudem top, genau wie die Kosten, die man wunderbar im Griff hat. Ob man hoch oder niedrig bewertet ist, darüber kann man streiten. Hängt davon ab welches Wachstum man erwartet.
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04.03.21 23:06:38
Beitrag Nr. 1.386 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.316.208 von unicum am 04.03.21 21:40:35
HFG liegt im Trend der Zeit
Zitat von unicum: Es ist auch nicht alles schlecht, bei HF: Die Ware ist in der Regel wirklich frisch und die Rezepte sind auch gut. Im Geschmack halt etwas langweilig für Leute, die selber hochwertig kochen können aber das tut ja heute auch lange nicht jeder (ich auch nicht) und das ist das Gute an HF: es animiert als "Brückenbauer" vielleicht wieder zum Selberkochen. Ansonsten aber fehlt mir auf lange Sicht die Nachhaltigkeit und Vorteilhaftigkeit des Geschäftsmodells. Sicher, für den ein oder anderen viel arbeitenden und magersüchtige Single mag das Sinn machen. Für Paare, Familien und Leute mit etwas mehr Hunger einfach zu teuer und unpraktisch.


Da liegst du aus meiner Sicht ganz richtig!

Bei uns steht selber Kochen hoch im Kurs. Anfangs war das so alles ganz gut, aber manchmal halt so lala. Inzwischen kochen wir relativ einfache und mittelschwere Sachen recht anspruchsvoll, meine ich. Das liegt aber im Wettbewerbsverhalten innerhalb der Familie. Da wird besprochen, wo gibt es gute Zutaten, wo kauft man ein, wo eher nicht. Welche Marken sind gut, welche nicht. Bspw. bei Nudeln herrscht einhellige Meinung und wir beschränken uns auf vier Hersteller (zwei deutsche, zwei italienische).

Ähnlich verhält es sich gegenüber der Gastronomie. Richtig gute Gastronomie war immer Mangelware. Aber viel Gastronomie, die andere als sehr gut empfinden, sehen wir bestenfalls als Durchschnitt. Unser Anspruchsdenken ist hier in jedem Fall gewachsen.

Und hier setzt HFG - meiner Meinung nach - sehr gut mit seinem Geschäftsmodell auf.

Wenn ich mich an meine Junggesellenzeit zurück erinnere: Du kamst spätabends von der Arbeit heim, hattest zwei Tage keine warme Mahlzeit eingenommen, dann hattest du keine große Lust auf Dosen-Ravioli oder Kochbeutel-Bolognese. Groß Kochen kam überhaupt nicht in Frage. Zum Einkaufen hattest Du auch keine Zeit - geschweige denn in drei verschiedene Geschäfte zu gehen, um diverse Zutaten einzukaufen.

Zu diesem Zeitpunkt wäre für mich eine anständige Kochbox mit frischen Zutaten - zubereitet in 30 Minuten - die ideale Lösung gewesen. Egal, ob die nun 5 EUR oder 8 EUR gekostet hätte - Huaptsache schnell, gut und Abwechslung. Später im Zwei-Personen-Haushalt wäre das auch sehr gut denkbar gewesen. So etwas hätte ich bestimmt mehrmals in der Woche bestellt.

Versetzt du dich einfach einmal in die Lage von Berufstätigen, ist das doch ideal!
Und hier ist der Markt gigantisch! Wer setzt sich gerne alleine nach der Arbeit in eine Gaststätte. Hatte ich früher öfters gemacht. Da kommt man sich auf Dauer richtig blöd vor.

Zum Thema Start-ups und Kopierbarkeit des Geschäftsmodells:
Diese Sau wird jede Woche hier in diesem Thread mindestens einmal durchs Dorf getrieben. Kochboxen kann jeder herstellen und es ist so einfach! Es gibt neue Start-ups, die können das einfach besser.

Das Versenden von Waren, wie es Amazon macht ist auch einfach! Otto Versand und Quelle haben das jahrzehntelang gemacht. Warum stehen die nicht da, wo Amazon steht, wenn es so einfach ist?

Gastronomie ist so einfach! Warum schließen so viele Lokale, wenn es so einfach ist? Bier und Limonade ausschenken, ein paar Snacks anbieten ist ganz einfach. Und warum haben in diesem Metier nur so wenige Leute Erfolg?

Ich bin der Meinung, dass HFG eine Menge richtig macht. Sie machen mehr richtig, als andere, die versuchen in diesem Konzert mitzuspielen.

Und wie viele der zahllosen Versender der 90-er Jahre sind außer Amazon noch übrig? Wo sind buch.de, bücher.de oder eine Sears geblieben? Die hatten die gleichen Chancen wie Amazon, nur diese Unternehmen kennt heute keiner mehr.

Die aktuellen Kurse habe ich heute nochmals genutzt, um Bestände in HFG aufzustocken. Vergleiche ich die Zahlen von HFG mit einigen US-Unternehmen, die in unternehmensverwandten Bereichen tätig sind, wie bspw. einer Grubhub, dann müßte eine HFG aktuell bei ca. 130 EUR fair bewertet sein.
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05.03.21 12:04:37
Beitrag Nr. 1.387 ()
Ich lese hier immer wieder das HelloFresh überbewertet sei

HelloFresh hat ein KGV von 28 bei einem Umsatzwachstum letztes von 111%. Auch in den Jahren davor konnte HelloFresh immer ein stabiles Wachstum vorweisen.

Auch in den kommenden Jahren kann von einem weiteren Wachstum ausgegangen werden.

Geht man jetzt davon aus, dass das Wachstum deutlich abnimmt und nur noch bei etwa 10-15 % liegen sollte, wäre HF immer noch günstig.

Wo findet man ein Unternehmen mit den Wachstumsaussichten, dass so günstig ist?
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05.03.21 12:15:48
Beitrag Nr. 1.388 ()
Was ich bei dem ganzen Hype ja nicht verstehe ist, warum das Deutsche Rote Kreuz (DRK) keinen IPO ihres Dauer-Start-Ups "Essen auf Rädern" vollzieht: https://essen-auf-raedern.bayern/?gclid=EAIaIQobChMImYGUoIGZ…

Das ist ja schließlich ein längst etablierter Anbieter mit riesigem Marktanteil. Die Speisen sind "fix-und-fertig" und die Kontaktaufnahme über Homepage und Telefon ist 24/7.

Die Preise sind unschlagbar, die Portionen rentnergerecht wie bei HelloFresh und die Equity-Story gigantisch: alternde Gesamtbevölkerung, Expansionspotential in neue Zielgruppen, wie bspw. Homeoffice-Worker, etc.

Das DRK (und Paritätischer Wohlfahrtsverband) könnte so über Jahrzehnte seine Bilanz aufbessern und hätte wohlfahrtssteigernd zusätzliche Mittel für andere wohltätige Zwecke erlöst.
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05.03.21 12:37:46
Beitrag Nr. 1.389 ()
charttechnische Betrachtung und Auffälligkeiten EUREX
Zieht man eine Trend-Unterstützungslinie vom Tief im März 2020 zum Tief im November 2020 wäre der Kurs aktuell genau auf dieser Unterstützungslinie angekommen.

Die nächste wichtige Unterstützung sehe ich im Bereich der 200-Tage-Linie, die bei knapp über 51 EUR verläuft.

An der EUREX würde ich gerne synthetische Futures aufbauen. Doch werden hier nur Preise bis Dezember 2021 gestellt. Hier ist mir die Laufzeit zu kurz. Die synthetischen Future schonen einerseits die Liquidität, andererseits sind sie nicht gerade einfach zu handeln. Gerade in schwierigen Marktphasen kommt man hier nur ganz schwer aus diesen Geschäften heraus.

Bei Durchsicht der Fälligkeiten bis 2023 fällt der Juni 2022 auf. Hier stehen im Open Interest mit Basis 64, sowohl auf der Call, wie auch auf der Put Seite 500 Kontrakte. Hier hat wohl ein Institutioneller einen synthetischen Future aufgebaut und benutzt die EUREX lediglich als Clearing-Stelle. Da diese Kontrakte Anfang der Woche noch nicht zu sehen waren, gehe ich davon aus, dass der Institutionelle seinen synthetischen Future auf der Long Seite abgeschlossen hat. Gegenwert dieser Transaktion sind 2,5 Mio. EUR. Möglich, dass hier ein Fonds auf eine DAX-Aufnahme spekuliert und sich hier bereits über diese Möglichkeit eindeckt. Futures (auch synthetische Futures) sind ja eine beliebte Möglichkeit von Fonds sich bereits in einem Wert zu engagieren, um bestimmte Anlagestatuten des Fonds zu umgehen.

Das ist übrigens der einzige Kontrakt, der über den Dezember 2021 hinaus ein Open Interest aufzeigt.
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05.03.21 12:48:25
Beitrag Nr. 1.390 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.324.338 von LAS-Invest am 05.03.21 12:04:37
Zitat von LAS-Invest: Ich lese hier immer wieder das HelloFresh überbewertet sei


Auch in den kommenden Jahren kann von einem weiteren Wachstum ausgegangen werden.

Geht man jetzt davon aus, dass das Wachstum deutlich abnimmt und nur noch bei etwa 10-15 % liegen sollte, wäre HF immer noch günstig.


Genau das ist der springende Punkt, der zu einer Glaubensfrage wird:
Kann allein der Lebensmittel- und Rezeptversand dauerhaft ein stabiles und profitables Wachstum schaffen?
Ich glaube daran nicht, weil
a) die Preise kaum erhöht werden können (wegen Alternativen)
b) eine Skalierbarkeit noch nicht bewiesen werden konnte
c) die fortführenden Ideen fehlen
d) der Wachstumssprung in 2020 enorm war
e) irgendwann ein ernsthafter Wettbewerber hinzukommen wird
f) die Märkte gesättigt sein werden

Von daher kommt mir das KGV auch zu hoch vor. Kurzfristig gibt es Kurschancen, auf einen Zeitraum von 10 Jahren sehe ich hier keinen Erfolg. Es sei denn, es kommen skalierbare Zusatzprodukte hinzu.
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