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INDUS - Div. Rendite über 7 % - KGV von 5 - hoch interessant ! (Seite 170)

eröffnet am 25.03.03 18:12:52 von
neuester Beitrag 14.05.21 10:01:52 von


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26.03.21 13:56:05
Beitrag Nr. 1.691 ()
INDUS Holding | 35,85 €
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29.03.21 08:37:21
Beitrag Nr. 1.692 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.613.796 von Hitman2 am 26.03.21 13:56:05Guten Morgen !

Leider hat sich Indus dieses Kapital, wie aber inzwischen (leider) fast überall üblich, nicht mit einer Kapitalerhöhung an der auch die schon investierten Aktionäre teilnehmen können sondern mit einer KE unter Ausschluss der Bezugsrechte für Aktionäre.

Immerhin wurde die Zahl der Aktien damit mal eben um 10% erhöht. Ich bin kein großer Freund von solchen Aktionen, werden die vorhandenen Aktien damit doch messbar verwässert.

Auf der anderen Seite erhöhen sich durch den Mittelzufluss der eingeworbenen 85 Mio Euro auch die Aktiva (das Geld landet ja zunächst einmal auf einem Bankkonto) und entweder werden damit dann neue Beteiligungen erworben oder Schulden abgebaut (man lag ja mit der Nettoverschuldung oberhalb des angestrebten EBITDA Multiples).

Davon abgesehen war der Ausblick, den Indus im Rahmen der Zahlenvorstellung für das abgelaufene Jahr für 2021 gegeben hat, sehr vorsichtig. Grade beim prognostizierten Ebit lag man mit 95-110 Mio Euro unterhalb der Analystenschätzungen für das laufende Jahr. Allerdings sind darin die Effekte aus möglichen Neuerwerben noch nicht enthalten. Einen hat man ja schon verkündet - Wirus Fenster - sicher ein Unternehmen, das nicht nur 56 Mio Euro zum Konzernumsatz beitragen wird sondern auch ein schönes Ergebnis.

Zudem hat Indus nun die Ziele für 2025 (Parcours) etwas nach unten angepasst. Das war auch zu erwarten, denn sowohl 2020 als Krisenjahr und 2021 als (hoffentlich) Übergangsjahr sind ja keine normalen Jahre und dementsprechend machen sich diese Jahre auch bei Langfriststrategien negativ bemerkbar. Nun will man bis 2025 nicht mehr mindestens 2,5 Mrd Euro Umsatz machen (bei einer Marge von mehr als 10%) sondern "nur noch" 2 Mrd Euro (die Zielmarge bleibt allerdings unverändert bei 10%).

Ich persönlich gehe davon aus, dass das Ziel von 2,5 Mrd Euro nur aufgeschoben, nicht aber aufgehoben ist. Mir ist es dabei ziemlich egal, ob so ein Langfristziel punktgenau oder ein oder zwei Jahre später erreicht wird. Denn selbst wenn ich die nach unten korrigierte Langfristprognose ansetze, käme ich für 2025 auf ein Ebit von mindestens 200 Mio Euro - und das entspricht rechnerisch (unter Ausschluss aller Unwägbarkeiten wie Entwicklung der Verschuldung und der Zinsen sowie der steuerlichen Entwicklung) einem EpS von etwa 4,10 Euro. Mithin ist einigermaßen absehbar, dass das KGV spätestens in 2025 in den einstelligen Bereich kommt - und das ist, wenn man die entsprechende Geduld aufbringt sicher eine erfreuliche Entwicklung.

Wie immer enthält der Beitrag nur meine persönliche Meinung und stellt keine Aufforderung an andere Teilnehmer dar.

Einen guten Start in die neue Woche allerseits.
INDUS Holding | 36,35 €
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29.03.21 10:08:46
Beitrag Nr. 1.693 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.633.921 von Huta am 29.03.21 08:37:21Anstatt solche großmannsüchchtiger Ziele, die man mit zig KE durchführt, sollte man lieber sich darauf konzentrieren den Gewinn pro Aktie zu erhöhen.
INDUS Holding | 36,15 €
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29.03.21 10:27:21
Beitrag Nr. 1.694 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.635.259 von Bauer85 am 29.03.21 10:08:46Ab 2021 wird ja nun Pflicht, die Manager bei den erfolgsorientierten Gehaltsbestandteilen an der mittel- und langfristigen Aktienkursentwicklung orientiert zu entlohnen.....

Man darf gespannt sein, ob die Vorstände dann immer noch oft wie besoffen teuer zukaufen, und der Aktienkurs ist ihnen egal....

AURUG II lässt grüßen..... ;-)

Manager müssen auch im gleichen Boot sitzen wie die Eigentümer auch, also auch wir Aktionäre.

Zukäufe in sich gesehen wertlos.......der Mehrwert pro Aktie ohne Kapitalerhöhungen und Verwässerungen der Erfolg.....

Eine Verdoppelung Umsatz durch Zukäufe bei Verdoppelung der Aktien noch keine Leistung.....

Und wenn es nur poppelige Prozentzuwächse auf den Gewinn je Aktie sind, nach Verwässerung, dann lohnt dies das ganze Risiko und Kostengedöns es nicht.

Umsatzzuwächse nicht das Ziel......fette Gewinnzuwächse auf vergleichbarer Aktienzahl......ist es!
INDUS Holding | 35,95 €
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29.03.21 11:10:58
Beitrag Nr. 1.695 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.635.259 von Bauer85 am 29.03.21 10:08:46
Zitat von Bauer85: Anstatt solche großmannsüchchtiger Ziele, die man mit zig KE durchführt, sollte man lieber sich darauf konzentrieren den Gewinn pro Aktie zu erhöhen.


Ich sehe das doch etwas weniger skeptisch. Der Kauf von Beteiligungen ist im Grunde ja das Geschäftsmodell von Indus. Durch den Kauf einer neuen Beteiligung investiert Indus das von den Aktionären eingesammelte Geld (vergleichbar einer Investition in eine neue Maschine oder in ein neues Vertriebsbüro in einem Unternehmen, das nicht als Holding geführt wird).
Eine Beteiligung soll ja auf Dauer nicht nur das dafür eingesetzt Geld einspielen sondern darüber hinaus Gewinne abwerfen. Wenn die Beteiligung strategisch gut ausgewählt wurde und der Kaufpreis okay ist, ist gegen einen Beteiligungskauf mMn nichts einzuwenden, denn dadurch sollte sich ja mittelfristig auch der Gewinn je Aktie steigern lassen (auch eine neue Maschine in einem Produktionsbetrieb muss erst einmal die Kapitalkosten verdienen, bevor sie sich rentiert).

ABER: Ich finde es weniger erfreulich, dass die Aktienanzahl erhöht wird, ohne dass der schon vorher beteiligte Aktionär die Möglichkeit hat, sich an der KE zu beteiligen. Ich weiß schon, dass die Unternehmen dann gerne darauf verweisen, dass eine KE ohne Bezugsrecht für die Altaktionäre nicht so kostenaufwendig ist (man muss glaube ich z.B. keinen Börsenzulassungsprospekt erstellen) aber sowas kann man sicher nicht ständig machen.
Als Aktionär würde ich mich auch freuen, unterhalb des Börsenkurses an die Aktie zu kommen und damit weiter zu gleichen Teilen wie vorher von den Erträgen der neuen Beteiligungen zu profitieren.

MMn müsste man auch mal durchkalkulieren, ob es für das Unternehmen wirklich günstiger ist, sich frisches Kapital über eine Aktienausgabe zu besorgen oder ob es angesichts der günstigen Zinsen derzeit nicht alles in allem billiger wäre, sich den nötigen Betrag als Darlehen zu besorgen oder zur Nit auch über eine Unternehmensanleihe, wobei das ja vielleicht wieder zu hohe Zusatzkosten verursachen würde.
INDUS Holding | 35,45 €
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30.03.21 08:19:40
Beitrag Nr. 1.696 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.636.333 von Huta am 29.03.21 11:10:58Aktuell haben ja die Banken das Problem, sie haben ein Zuviel an Kundengelder und ein zuwenig an Kreditnachfrage, deshalb auch viele Minuszinslasten bei EZB.

Sehr gute Kreditrisiken bekommen Gelder nun nach Steuervorteil (= mindern als Betriebsausgaben die Steuern) und Inflationsgeldwertverlust zu Null.......weil Inflation die Schulden schneller tilgt als die Zinsen nach Steuern kosten oder sogar mit Ertrag.....je nach Bonität.

Deshalb immer nur mit weiteren Kapitalerhöhungen zu arbeiten, nicht zielführend.

Besser, die steigenden Gewinne verteilen sich auf gleiche Aktienzahl oder weniger, durch Rückkäufe.

So auch bei Indus.

Auf Sicht 10 Jahre tilgt ja die Inflation schon locker 25% aufwärts......und die Schulden-Weg-Inflationierung bei nach unten manipulierten Zinsen (= Massenaufkauf von Anleihen durch EZB und Minusleitzinsen) wird wohl alternativ bleiben.

EZB und auch FED wollen ja überschießende Inflationsraten einige Zeit laufen lassen, ohne Zinsanhebungen....diene der Geldwertstabilität, den Staaten und der Wirtschaft.....

Inflationen unter 2% seien keine (!) Geldwertstabilität...so sie Defintion dieser Politik.

Deshalb kann eine Indus bei Schulden zu Minizinsen nix falsch machen. Wenn man sehr gute Sachwerte damit kauft...... ;-)
INDUS Holding | 35,80 €
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08.05.21 07:46:36
Beitrag Nr. 1.697 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.636.333 von Huta am 29.03.21 11:10:58Guten Morgen !

Mir kommt es wenig so vor als ob die Indus in der "Aufmerksamkeitsökonomie" der medialen Welt derzeit ein wenig unter dem Radar fliegt. Der Mitbewerber aus Wuppertal, die Gesco AG, hat zuletzt Schlagzeilen dadurch gemacht, dass man sich sehr konsequent vom leider sehr verlustreichen Geschäft des Bereichs Mobility getrennt und den Konzern damit sehr viel schmaler - aber auch deutlich profitabler und "gesünder" aufgestellt hat (wenn man sich die Bilanzstrukturen anschaut).

Indus ist einen anderen Weg gegangen und versucht grade "seine" Unternehmen aus dem Segment "Mobility" zu sanieren (wobei der Vorstand auch darauf hinweist, dass nicht alle Gesellschaften dieses Bereichs wirklich im Kern sanierungsbedürftig sind). Bisher gab es lediglich kleinere Verkäufe aus diesem Bereich (daneben wurden auch Gesellschaften/Gesellschaftsteile) aus anderen Branchen veräußert bzw. stillgelegt, bei denen Indus keine Möglichkeiten auf einen positiveren Geschäftsverlauf mehr gesehen hat (z.B. die Firma Bacher aus der Schweiz). Im letzten Jahr hat man alles in allem gut 40 Mio Euro auf Beteiligungen abgeschrieben.

In 2020 hatte das Fahrzeugsegment einen Umsatzrückgang von 23% auf knapp 270 Mio Euro zu verzeichnen - daraus resultierte ein negatives Ebit VOR außerplanmäßigen Wertberichtigungen im Segment von sage und schreibe 54 Mio Euro. Das zeigt, wie tief die Krise in diesem Segment auch bei Indus ist. Ich hätte daher offen gestanden auch nichts dagegen gehabt, wenn auch die Indus mehr Gesellschaften aus diesem Bereich versucht hätte zu veräußern - da war die Gesco dann mal konsequenter. Wenn ich sehe, dass alleine dieses Segment in den Jahren 2019 und 2020 das Ebit (diesmal einschließlich Sonderabschreibungen) um gut 123 Mio Euro (!!!) belastet hat, ist schon ersichtlich, dass die Indus ohne diese Beteiligungen (bzw. einen wesentlichen Teil davon) besser durch die Krise gekommen wäre und heute sicher auch bilanziell besser da stehen würde.

Und trotz aller Bemühungen und trotz prognostizierter "stark steigender Umsätze" wird das Segment Fahrzeugtechnik auch im laufenden Jahr negativ bleiben und das Ergebnis erneut belasten.

Wie lange die "Repositionierung" dieses Geschäftsbereichs noch dauern wird, lässt sich derzeit nicht sagen - und inwieweit dieses Segment dann nach der Repositionierung positive Ergebnisbeiträge liefert, die auch in einem gesunden Verhältnis zu den getätigten Aufwendungen stehen ebenfalls nicht - anders gefragt: Wie lange wird es wohl dauern, bis dass das Segment Fahrzeugtechnik die alleine in 2019 und 2020 entstandenen Verluste auf Ebit-Ebene wieder aufgefangen hat?

Ich bin davon überzeugt, dass diese unsichere Entwicklung im Bereich Fahrzeugtechnik derzeit auch den Börsenkurs der Indus etwas belastet. Ich wäre auch davon überzeugt, dass eine Meldung über den Verkauf von zwei oder drei wesentlichen Beteiligungen aus diesem Bereich den Kurs stark befeuern würde. Aber derzeit stehen solche Verkäufe wohl nicht an - mindestens hört man nichts Entsprechendes von Indus. In jedem Fall hat sich aber die Bedeutung des Segments Fahrzeugtechnik für die Holding deutlich verringert - die Zahl der Beteiligungen und der Umsatzanteil haben sich reduziert und ich glaube kaum, dass Indus in den nächsten Jahren in diesem Bereich zukaufen wird.

Daher sehe ich den Kurs derzeit unterm Strich als relativ große Chance. Indus wird nach den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten im laufenden Jahr immerhin etwa 2,40 Euro je Aktie verdienen - dadurch würde sich das 2021er KGV auf etwa 14,5 vermindern. In den kommenden Jahren soll das EpS dann über 3,19 Euro in 2022 (KGV 2020 demnach knapp 11) auf 4,13 Euro in 2023 steigen (wobei man der Fairness halber dazu sagen sollte, dass es für 2013 erst 2 Schätzungen auf Analystenebene gibt (für 2021 und 2022 sind es dagegen jeweils 8). In jedem Fall aber zeigt die Tendenz der EpS Schätzungen wohin die Reise geht.

Indus hat - im Gegensatz zu Gesco - in den letzten Monaten zwei neue Beteiligungen erworben, was mMn zeigt, dass Indus bei Zukäufen nach wie vor aggressiver als Gesco vorgeht. Zuletzt wurde die Wirus Fenster mehrheitlich übernommen (man hat 70% der Anteile erworben); Wirus hat im letzten Jahr einen Umsatz von (profitablen) 56 Mio Euro erzielt.

Zudem hat sich das Unternehmen Ende März durch eine Kapitalerhöhung frisches Kapital von gut 85 Mio Euro besorgt (auch diese KE belastet den Kurs mMn derzeit noch etwas, weil das Geld noch nicht komplett "angelegt" ist). Indus wird u.a. auch dieses Geld sicher dafür verwenden, die Strategie "PARKOURS" umzusetzen. Indus erwirtschaftet aber auch durchgängig positive Cashflows, so dass man sich beim Beteiligungskauf auch auf Eigenmittel stützen kann (in den letzten drei Jahren lag der Cashflow aus laufender betrieblicher Tätigkeit insgesamt bei 376 Mio Euro - mit steigender Tendenz - im eigentlich weniger optimal verlaufenden GJ 2020 hat man z.B. einen CF aus laufender Tätigkeit von 155 Mio Euro ausgewiesen).

Indus hat sich sehr frühzeitig dazu bekannt, mit 55-60 Beteiligungen (derzeit 47 Beteiligungen) im Jahr 2025 einen Umsatz von "deutlich über 2 Mrd Euro erzielen zu wollen (hier ist man sicher auch wegen Corona etwas vorsichtiger geworden, vor einem Jahr war noch von einem Umsatz von 2,5 Mrd Euro die Rede). Dabei soll eine Ebitmarge von 10 % "zuverlässig" erreicht werden.

Wenn man diese Ziele mal hochrechnet (bei aller Unsicherheit die es bei solchen "Musterrechnungen" nun einmal gibt, da man ja z.B. nicht weiß, wie hoch der Zinsaufwand im Jahr 2025 sein wird, der ja einmal vom dann geltenden Zinsniveau abhängt aber natürlich auch von der absoluten Höhe der Verschuldung, deshalb setze ich für die Berechnung mal vorsichtig "nur" 2 Mrd Euro Umsatz bei einer Marge von genau 10% an) kommt man bei einem Ebit von dann ja mindestens 200 Mio Euro auf ein EpS von nachhaltig über 5 Euro. Das ist wie gesagt keine in Stein gemeißelte Zahl aber diese Zahl zeigt sehr deutlich die Perspektiven des Unternehmens auf, sofern die Wirtschaft nicht noch einmal solche Kapriolen schlägt wie in den letzten beiden Jahren.

Insofern hat man, wenn man seine Aktien etwas länger halten möchte mit einem Investment in Indus die Chance, sich (so der Werbeslogan der Firma) am "deutschen Mittelstand" mit seinen vielen "hidden champions" zu beteiligen und dabei eine Aktie zu erwerben, die auf der Grundlage der kommunizierten Ziele für die nächsten Jahre durchaus auch noch Kurspotential aufweist. Zudem kann ich sowohl den Geschäftsbericht (sehr informativ) als auch die IR Abteilung (Frau Sanac macht da mit ihren Mitarbeitern einen sehr guten Job und ist immer bereit auch Fragen ausführlich und kompetent zu beantworten) sehr empfehlen.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende.
INDUS Holding | 34,80 €
3 Antworten
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08.05.21 16:55:49
Beitrag Nr. 1.698 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 68.111.417 von Huta am 08.05.21 07:46:36Danke für deine ausführliche Stellungnahme

Ich bin ebenfalls als Langfristanleger hier investiert. Natürlich waren die Rückschläge in 2020 bedauerlich, andererseits sehe ich bei mehreren Automotive Firmen, dass schon in 2021 wieder überraschend gute Entwicklungen eintreten. Es kann sich also durchaus auszahlen nicht nur die Abwärtsbewegung mitzunehmen. Einer meiner Kunden macht schon in diesem Jahr fantastische Umsätze und Gewinne...
INDUS Holding | 34,80 €
2 Antworten
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12.05.21 10:14:30
Beitrag Nr. 1.699 ()
EBIT steigt um rd. 56 % auf 25,0 Mio. EUR

Aus Quelle:
https://www.dgap.de/dgap/News/corporate/indus-holding-indusg…
INDUS Holding | 34,40 €
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14.05.21 07:38:11
Beitrag Nr. 1.700 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 68.114.966 von Kwerdenker am 08.05.21 16:55:49Guten Morgen !

In dem eher schwachen Marktumfeld der letzten Tage haben sich die Q1 Zahlen von Indus wohl noch nicht so herumgesprochen.
Indus hat in Q1 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr in etwa konstant halten können (und das obwohl in 2020 erst Mitte März erste Restriktionen wegen Corona entstanden sind während in diesem Jahr das Q1 mitten in der dritten Welle der Pandemie gelegen hat). Und wie hier ja schon geschrieben wurde, hat Indus das Ebit bei in etwa konstanten Umsatz um 56% und das EpS (wegen der aufgrund der KE höheren Basis) um 40%.

Das sind alles in allem erfreuliche Zahlen - zumal sich auch zeigt, dass man auf einem guten Weg ist, die Jahresziele, die davon ausgeht, den Umsatz auf zwischen 1,55 und 1,7 Mrd Euro und das Ebit dann auf zwischen 95 und 110 Mio Euro steigern zu können - 25 Mio Euro stehen schon einmal in den Büchern - und das, wie gesagt, in einem noch vollständig von Corona betroffenen Quartal.

Zudem hat Indus durch die KE Ende März ca. 85 Mio Euro eingenommen - Geld, das für weitere Übernahmen zur Verfügung steht. Indus weist ausdrücklich in seiner PM darauf hin, dass man "aktuell mit mehreren Unternehmen in aussichtsreichen Gesprächen" ist. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass Indus demnächst eine oder mehrere weitere Übernahmen vermelden kann (nachdem man sich in den letzten Monaten ja durch die Übernahme von Wirus (Fenster) und JST (Kontrollraumlösungen) schon verstärkt hat.

Schaut man in die einzelnen Segmente sieht man, wie sehr der Bereich Fahrzeugtechnik auch in diesem Jahr das Ergebnis noch belastet. Der Umsatz ist y-o-y um gut 11% rückläufig gewesen und das Segmentebit hat sich zwar um gut 2 Mio Euro verbessert, ist aber immer noch mit fast 10 Mio Euro (Marge beträgt negative 14% - und das aus dem laufenden Geschäft und nicht etwa durch Sonderabschreibungen bedingt) negativ. Dabei machen nicht alle Gesellschaften des Bereichs gleichermaßen Schwierigkeiten - vielmehr handelt es sich im Wesentlichen um zwei, inzwischen im Restrukturierungsprozess befindlichen größeren Serienzulieferern. Indus hat sich, im Gegensatz zu Gesco dazu entschlossen, die Unternehmen in diesem Bereich nicht komplett zu verkaufen (wobei die Ebitverberbesserungen in diesem Bereich ausschließlich auf den verkaufsbedingten Wegfall von zwei Unternehmen aus diesem Bereich herrühren sollen) .
Wenn man sich anschaut, dass alleine bei einem ausgeglichenen Ergebnis in diesem Bereich die Gesamtebitmarge nicht bei 6,2 % gelegen hätte sondern bei 8,7% sieht man, welches Potential eine Verbesserung in diesem Bereich hätte. Die Frage ist halt nur, wie lange die Restrukturierung dauert und wie viel Geld sie alles in allem kosten wird. In jedem Fall soll das Ebit in diesem Bereich auch im laufenden Jahr "deutlich negativ" bleiben.

Insofern wird auch 2021 noch einmal ein Übergangsjahr für Indus bleiben - zwar ein deutlich besseres als 2020 - aber aufgrund der negativen Einflüsse des Bereichs Fahrzeugtechnik wird es auch noch nicht als "Normaljahr" durchlaufen.

Aber an der Börse wird ja angeblich immer auch "die Zukunft gehandelt" - und sollte es Indus schaffen, in 2022 im Bereich Fahrzeugtechnik wenigstens wieder eine schwarze Null zu schreiben, ergeben sich alleine schon dadurch erhebliche Perspektiven für die Holding insgesamt. Nicht zu vergessen, dass der Vorstand für 2025 (und sooo lang ist das ja auch nicht mehr hin) ein Ebit von mindestens 200 Mio Euro als Ziel ausgegeben hat - das wären dann so um die 4 Euro EpS je Aktie...
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