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Sehr schöne Unterbewertung bei der Hans Einhell AG


ISIN: DE0005654933 | WKN: 565493
72,40
22.05.19
Xetra
+0,28 %
+0,20 EUR

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Durch den Q1-Bericht sind die Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr als realistisches Ziel bestätigt worden. Wir sollten uns einen neuen Thread für die Hans Einhell AG in Landau an der Isar gönnen.

Nachdem in der Vergangenheit die Ergebnisprognosen immer wieder verfehlt wurden gipfelte diese Serie im vergangenen Jahr in einem Fall von Bilanzbetrug bei der iberischen Teilgesellschaft. Das Konzernergebnis wurde um rd. 10 Mio EUR belastet und der Vorstand wurde ausgetauscht. Dem neuen Vorstandsvorsitzenden Kroiss sollte alles darin liegen das Vertrauen der Aktionäre wieder zu gewinnen, und dem entsprechend dürfte die Ergebnisprognose 2003 konservativ gefaßt worden sein: 2,50 EUR pro Aktie. Angesichts eines tendenziellen inneren Wachstums und des margenerhöhend wirkenden starken Euros dürfte es wahrscheinlicher sein, daß die Prognose über- als unterschritten wird.

Buchwert pro Aktie: rd. 12,80 EUR
EK-Quote: 27%
freier Cashflow 2001: +3,04 EUR
freier Cashflow 2002: +6,47 EUR

Ich sehe keine Risiken, die eine dauerhafte Bewertung auf diesem sehr geringen Niveau rechtfertigen könnten. Das KGV 2003 liegt bei dem jetzigen Kurs von 6,90 EUR wohlgemerkt unter drei. Selbst nach einer Kurssteigerung von 250% läge das KGV noch unter 10. Diese Bewertung halte ich für fair.
Der Verkäufer, der seit zwei Wochen Einhell-Aktien auf den Markt schmeißt - bereits 12% des Vorzugskapitals -, muss ja ein gewaltiger Idiot sein. Wer verkauft schon eine so große Aktienposition zu einem KGV von drei?

Wie sieht eigentlich die Aktionärsstruktur aus?
Man kann nun davon ausgehen, daß der erwähnte Verkäufer "fertig" geworden ist. Zum Glück lehrt uns die Erfahrung, daß Bewertungen von Aktien nicht immer Argumente für deren Transaktion sind. Ich kann mir gut vorstellen, daß jetzt mit einer Handvoll 1000er-Blöcke der Kurs schnell über 8,00 EUR getrieben werden kann.

>> Wie sieht eigentlich die Aktionärsstruktur aus?

Das Stammkapital kontrolliert Fam. Thannhuber, das Vorzugskapital soll gestreut sein, mir sind darunter keine wirklich bedeutenden Adressen bekannt.
einhellig: EINHELL kaufen!!!

Gerade wurde der Abwärtstrend gebrochen. Gezeichnet von den Spitzen aus Juli 99, Jan 01, Juli 02 ergibt sich ein Widerstand der per heute Geschichte ist.

Fazit: Strong BUY

nicht nur aufgrund der Tatsache dass das KGV 03e bei ca. 3 liegt und die DivRend über 5% ist.
Und schon wieder 10.000 Stück gehandelt, ohne dass der Kurs vom Fleck käme.
jaja, mir gefallen diese Stagnationsphasen auch recht gut mit einem Plus von über 5%; bid ask 7,50 auf 7,70....
So, +12% Performance seit Eröffnung dieses Threads ist doch ein schöner kleiner Anfangserfolg.

Schönes Wochende! :)
Wieso habt ihr eigentlich einen neuen Thread eröffnet zu Einhell?
Es gab doch schon einen ganz guten.
Ich habe mich dort auch schon über die gigantischen Umsätze bei kaum veränderten Kursen gewundert. Ich teile da Mandrellas Verwunderung.
Irgendwas ist da seltsam.
Aber ich halte mich mal an die Devise: No risk, no fun.

@Mandrella: Du hast doch als Bilanzexperte bestimmt schon die Berichte und Bilanzen von Einhell durchleuchtet. Ist Dir da irgendwas besonders negatives aufgestossen?

Frage an alle: Geht jemand auf die HV? Vielleicht kann man da ja was interessantes erfahren. Ich vermute mal, dass der Kurs sich spätestens nach der HV klar für eine Richtung entscheidet. Aber 7.70 aktuell sieht ja auch schon mal nicht ganz so schlecht aus.
Nun, jetzt ist der Kurs ja doch angesprungen.

@flitzass
Negativ ist z.B. die relativ hohe kurzfristige Verschuldung. Einhell hat permanent die Banken im Genick sitzen und ist dadurch gezwungen, Optimismus zu versprühen, ob begründet oder nicht.

Negativ ist auch der in Relation zum Umsatz ungesund hohe Vorratsbestand (-> Wertberichtigungsrisiko, insbesondere wegen der schnell fallenden Dollar-Einkaufspreise).

Der für 2002 ausgewiesene operative Gewinn beruht nur auf kreativer Buchführung: Zum Einen hat man zwar von gesunkenen Dollar-Einkaufspreisen profitiert, andererseits aber die entsprechenden Verluste der Devisentermingeschäfte vorerst gewinneutral mit dem Eigenkapital verrechnet ("Hedge Accounting" auf Seite 22 des GB). Außerdem wurden in erheblichem Umfang Entwicklungskosten aktiviert. Ohne diese Gestaltungsmaßnahmen hätte Einhell in 2002 einen klaren Verlust ausgewiesen.

Die Verluste aus den Hedginggeschäften sind nur aufgeschoben und dürften bei dem Dollarverfall im 1. Quartal kräftig gestiegen sein. Leider ist das aus den spärlichen Quartalsberichten nicht ersichtlich.

Weitere Negativpunkte:

- schwache Branckenkonjunktur

- in der Vergangenheit unzuverlässige Gewinnprognosen (und der Finanzvorstand ist immer noch der gleiche)


Natürlich gibt`s auch Positives, vor allem den sehr ordentlichen Cashflow.
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